Aktuelles:
Fehérvár AV19 hat den Grunddurchgang nach einer durchwachsenen Saison nur auf Rang zehn abgeschlossen, schlechter platziert war man am Ende der Regular Season zuletzt im Spieljahr 2016/17. Zum dritten Mal in vier Jahren haben die Ungarn erfolgreich den Umweg über die Pre-Playoffs genommen, mit einem 1:0-Shutout-Sieg bei den Vienna Capitals wurde am Sonntagabend die sechste Qualifikation für das Viertelfinale hintereinander sichergestellt. Der Erfolg in der österreichischen Hauptstadt war Székesfehérvárs erster nach zuvor sieben Niederlagen in der Fremde am Stück und der erste außerhalb Ungarns Grenzen seit dem 6. Dezember. Das insgesamt eher durchwachsene Abschneiden der Roten Teufel in der bisherigen Spielzeit 2025/26 lag primär in der wenig durchschlagskräftigen Offensive begründet: In den 48 Partien der Regular Season traf bei Even Strength keines der anderen zwölf Teams seltener ins Tor (1,77 Treffer pro Partie in Spielphasen mit ausgeglichener Spieleranzahl am Eis). Auch das Powerplay Fehérvárs konnte nur bedingt zu einem besseren Output im Angriff beitragen: Zwar gelangen im zweiten Pre-Playoff-Duell mit den Capitals am Freitag vier Tore bei numerischer Überlegenheit, aus den übrigen 50 Saisonspielen steht jedoch nur eine Erfolgsquote von 16,9 Prozent zu Buche, was lediglich dem zehntbesten Wert ligaweit entspricht. Fehérvár AV19 war einer der fünf Klubs in der win2day ICE Hockey League, die im Verlauf der bisherigen Saison ihren Head Coach gewechselt haben, unter Ted Dent kamen die Magyaren auf eine Siegesquote von 42,9 Prozent, unter seinem Vorgänger Dávid Kiss waren 35,7 Prozent zu Buche gestanden.
Saisonbilanz gegen den EC-KAC:
Fehérvár AV19 ist eine von drei Mannschaften in der Liga (neben dem Ferencvárosi TC und den Black Wings Linz), die keines der vier Saisonduelle 2025/26 mit dem EC-KAC für sich entscheiden konnten. Die Ungarn unterlagen beim Season Opener in Klagenfurt mit 0:4 und bei ihrem zweiten Auftritt in der Kärntner Landeshauptstadt im Januar mit 2:3 nach Verlängerung. In Székesfehérvár siegten die Rotjacken im Oktober mit 2:1 nach Penaltyschießen und im Dezember mit 6:3. Die in Summe 15:6 Tore zu Gunsten des österreichischen Rekordmeisters spiegelten die Kräfteverhältnisse am Eis jedoch nur bedingt wider, in Expected Goals (xG) lag Rot-Weiß mit 12,5 zu 12,3 nur hauchdünn voran. Während der EC-KAC in den vier Begegnungen 10,9 Prozent seiner Torschüsse in die Maschen platzierte, waren es bei den Magyaren nur magere 4,9 Prozent. Auch in den Special Teams trennte die beiden Teams einiges: Klagenfurt schrieb nach durchschnittlich 8:08 Minuten bei numerischem Vorteil an, Fehérvár AV19 benötigte hingegen 21:26 Minuten bei Überzahl für (s)einen (einzigen) Torerfolg. Auf individueller Ebene waren auf Seiten des Grunddurchgangzehnten Anže Kuralt und István Bartalis mit jeweils fünf Scorerpunkten die auffälligsten Akteure. Der Slowene kam als einziger Kaderspieler auf zwei Saisontore gegen Klagenfurt, der Ungar schrieb in jeder der jüngsten drei Begegnungen mit dem EC-KAC an. Punktebester Rotjacken-Crack gegen Székesfehérvár war 2025/26 bislang Mathias From, der in jedem Duell am Scoreboard aufschien und in Summe zwei Treffer und vier Vorlagen verbuchte. Auch Nick Petersen und Matt Fraser trafen jeweils zwei Mal, der Letztgenannte notierte gemeinsam mit Maximilian Preiml (mit +4) auch für die beste Plus/Minus-Bilanz im Verlauf der vier Konfrontationen.


SPIELBERICHTE DER BISHERIGEN SAISONDUELLE
12.09.2025 | EC-KAC – Fehérvár AV19 4:0
24.10.2025 | Fehérvár AV19 – EC-KAC 1:2 n.P.
17.12.2025 | Fehérvár AV19 – EC-KAC 3:6
16.01.2026 | EC-KAC – Fehérvár AV19 3:2 n.V.
Playoff-Duelle mit dem EC-KAC:
Die Roten Teufel wechselten im Sommer 2007 in die nunmehrige win2day ICE Hockey League, bestreiten heuer also ihre bereits 19. Saison im Bewerb. In diesen knapp zwei Dekaden traf Fehérvár AV19 in den Playoffs noch nie auf den EC-KAC, überhaupt ist die Post Season-Historie der Ungarn keine sonderlich große: Sie haben sich 2025/26 zwar zum sechsten Mal in Folge und zum elften Mal insgesamt für das Viertelfinale qualifiziert, diese erste Playoff-Runde überstanden sie allerdings nur ein einziges Mal, nämlich 2021/22, als sie über die Stationen HC Pustertal und EC VSV sogar bis in das Finale kamen, das dann klar gegen den EC Salzburg verlorenging, der mit diesem Titel seine Serie von aktuell vier Championaten hintereinander eröffnete.
Zu einem KO-Duell mit den Rotjacken kam es für Székesfehérvár in seiner Geschichte bislang erst ein Mal, im Viertelfinale der IHL 1999/2000, das in Hin- und Rückspiel ausgetragen wurde. Der EC-KAC siegte damals sowohl auswärts (4:2 am 24. Januar) als auch zu Hause (7:4 am 28. Januar), wobei den beiden Partien in Summe nur 2.200 Fans beiwohnten. Auf Seiten Klagenfurts trafen Christoph Brandner, David Emma und Thomas Pöck in beiden Begegnungen, bei den Ungarn gingen sämtliche sechs Tore in den 120 Spielminuten auf das Konto der viel zu früh verstorbenen Klublegende Gábor Ocskay junior.
Datenschutzeinstellungen 
