Die am Sonntag neu gestartete Playoff-Viertelfinalserie erlebt am Dienstag, dem 17. März 2026, ihr zweites von bis zu sieben Spielen. Nach dem Auftaktsieg vor eigenem Publikum gastiert der EC-KAC zum ersten Mal in Ungarn, um sich mit Fehérvár AV19 zu messen. Spielbeginn in der MET Aréna von Székesfehérvár ist um 19.15 Uhr, Sporteurope.TV überträgt live.
BERICHTERSTATTUNG
Das Spiel wird nicht im TV übertragen, kann aber im Livestream auf Sporteurope.TV (Pay-per-View) verfolgt werden. Auf Initiative der win2day ICE Hockey League ist neben dem vom gastgebenden Klub produzierten Programm auch ein in deutscher Sprache kommentierter Feed verfügbar. Über den Verlauf der Begegnung informiert zudem (ab 19.30 Uhr) das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at).
Die Ausgangssituation:
Der EC-KAC setzte sich zum Neustart der Viertelfinalserie am Sonntagabend in der restlos ausverkauften Heidi Horten-Arena mit 3:0 durch, wobei er nach Anfangsschwierigkeiten spätestens ab dem Führungstreffer durch Nolan Moyle (der seinen Point Scoring Streak damit auf sechs Spiele ausbaute) spielerisch deutlich überlegen agierte. Nick Petersen sorgte mit seinem 30. Playoff-Tor im rot-weißen Trikot für die Vorentscheidung, Simeon Schwinger, dessen Treffer spät im zweiten Drittel zurückgenommen wurde, erlebte mit dem Empty Netter – seinem ersten Post Season-Tor im 54. Playoff-Spiel in der Liga – Genugtuung. Eine 1:0-Führung in einem „Best-of-Seven“-Duell ist für den Rekordmeister ein sehr gutes Omen, in 23 von 29 Fällen (darunter zwölf der letzten 13) entschied der EC-KAC die jeweilige Serie danach auch für sich. In den nunmehr fünf Saisonduellen mit Fehérvár AV19 setzte sich Rot-Weiß jeweils durch, bemerkenswert ist, dass die Ungarn in diesen in Summe 307:58 gespielten Minuten auf sechs Treffer limitiert werden konnten. Wenn die Viertelfinalserie nun am Dienstag erstmals in die MET Aréna wechselt, ist mit von großem Selbstvertrauen gekennzeichneten Rotjacken zu rechnen: War Székesfehérvár für die Klagenfurter über viele Jahre hinweg ein hartes Pflaster, wandelte sich der Trend in der jüngeren Vergangenheit, die letzten sieben Auswärtsspiele dort brachten sechs KAC-Siege.
Fehérvár AV19 war im Auftaktdrittel des ersten Viertelfinalduells die gefährlichere Mannschaft, verabsäumte es aber, seine Gelegenheiten in Treffer zu verwandeln. Schon über die gesamte Saison hinweg war das Offensivspiel der Magyaren von beschränkter Effizienz charakterisiert, im Grunddurchgang hatte (mit 85) keine andere Mannschaft in der Liga weniger Even Strength-Tore erzielt. Die Ladehemmung entfaltete sich zuletzt vor allem auswärts, wo (das abgebrochene Spiel in Klagenfurt in der vergangenen Woche mitgerechnet) aus den letzten 157:54 Spielminuten nur ein einziger Treffer zu Buche steht. In seiner Ligageschichte gewann Székesfehérvár in den Playoffs 48,5 Prozent seiner Heimspiele, in der Fremde lag dieser Wert (mit 23,5 Prozent) weniger als halb so hoch. Sorgenfalten dürfte den Roten Teufeln allerdings der 0:1-Serienrückstand bereiten: Mit einem solchen sah sich Fehérvár AV19 in „Best-of-Seven“-Duellen bislang sechs Mal konfrontiert, nur ein Mal – im Halbfinale 2022 gegen den EC VSV – gewann man die Serie danach noch. In den übrigen fünf Fällen gelang nicht nur kein Turnaround, sondern in der Folge auch kein einziger Sieg mehr, es setzte jeweils einen Sweep. Nicht erleichtert wird den Ungarn die Aufgabe im Viertelfinale durch die aktuelle Personalsituation, in beiden Spielen in Klagenfurt fehlten neben Backup Dominik Horváth mit Verteidiger Martin Štajnoch und den Stürmern István Bartalis, Bálint Magosi und Balázs Varga vier Stammkräfte.
Personelles:
Beim EC-KAC sind keine personellen Änderungen gegenüber dem ersten Spiel der Viertelfinalserie vorgesehen: Neben Jordan Murray, Thomas Hundertpfund und Luka Gomboc fehlen weiterhin Mario Kempe und Mathias From. Das skandinavische Duo hatte am Montagmorgen jedoch erstmals wieder Eiskontakt und befindet sich auf vielversprechendem Weg zurück in den Spielbetrieb, speziell beim Dänen ist von einem Comeback im weiteren Verlauf der Woche auszugehen. Im Mannschaftsbus, der sich Montagmittag nach einem optionalen Eistraining in Richtung Ungarn in Bewegung setzte, saßen mit Ausnahme des längst zum Stammpersonal zählenden David Waschnig keine Junioren, da das U20-Team des EC-KAC am Dienstagabend selbst in seine Finalserie gegen Jesenice startet.
Pre-Game-Kommentar:
„Die Playoffs starten, man ist fokussiert und bereit, dann passiert im ersten Spiel etwas, das man sich niemals vorstellen konnte. Es war schlimm, aber wir hoffen jetzt, dass die Mannschaft am Erlebten wächst und noch enger zusammenrückt. Dass es Jordan Murray besser geht, spornt uns enorm an, es war toll, ihn in den letzten Tagen besuchen zu können, erst das hat es ermöglicht, dass wir weitermachen. Das erste Spiel war okay, wir haben es gewonnen, uns ging es aber in erster Linie darum, wieder zu einer Normalität zu finden. Es sind die Playoffs, wir wollten positiv reinstarten und gestern ist uns das gelungen.“
„Wir wurden am Sonntag mit Fortdauer des Spiels besser. In der breiten Perspektive ist alles in Ordnung, wir haben 3:0 gewonnen, aber wenn man genauer hinschaut, brauchten wir speziell im ersten Drittel eine starke Leistung von Sebastian Dahm. Erst danach steigerten wir uns und schafften es, Fehérvárs Chancen zu minimieren. Es gibt noch Dinge, die wir bereinigen müssen, aber den Aufwärtstrend innerhalb der Partie wollen wir in das nächste Spiel mitnehmen.“
„Székesfehérvár muss am Dienstag gewinnen, um in die Serie zu kommen, wir müssen also auf einen giftigen Gegner gefasst sein, der außerdem zu Hause deutlich erfolgreicher ist als auswärts. Sie standen in den Pre-Playoffs vor einer ähnlichen Situation, als sie die erste Begegnung in Wien verloren haben und dann mit einem großen Sieg im Heimspiel zurückschlugen und damit auch das Blatt in der Serie wendeten. Eine Wiederholung wollen wir verhindern und das wird uns auch gelingen, wenn wir KAC-Eishockey spielen.“
„Das Spiel am Sonntag war vermutlich nicht sehr gefällig, wie auch meine eigene Leistung. Das war eine enge Partie, in der nicht sonderlich viel Offensive kreiert wurde und es auch kaum Powerplay-Sequenzen gab. In solchen Begegnungen ist es wichtig, die wenigen Chancen, die sich ergeben, in Tore zu konvertieren, das ist uns und auch mir gelungen.“
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