Zum Abschluss der Vorrunde in der Champions Hockey League wartet auf den EC-KAC (auf internationaler Ebene: KAC Klagenfurt) noch einmal ein sportlicher Leckerbissen. Die Rotjacken, die selbst keine Chance mehr haben, sich für das Achtelfinale in der Königsklasse zu qualifizieren, treten am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, auswärts bei den Eisbären Berlin an. Mit dem Duell mit dem aktuellen deutschen Meister endet für die Klagenfurter die diesjährige CHL-Kampagne, Spielbeginn im Wellblechpalast im Stadtteil Hohenschönhausen ist um 19.30 Uhr.
BERICHTERSTATTUNG
Das Auswärtsspiel der Rotjacken in Deutschlands Hauptstadt wird von ORF Sport+ live übertragen, Sendungsbeginn im linearen TV ist allerdings erst um 19.45 Uhr. Zur Gänze zu sehen ist die Partie im Rahmen der (um 19.25 Uhr startenden) Livestream-Übertragung auf on.orf.at. Außerhalb von Österreich verfügbare Broadcasts (lineares TV und Streaming) sind hier gelistet.
Ausgangssituation:
Der EC-KAC hat vor dem letzten Vorrundenspiel in der Champions Hockey League rechnerisch keine Chance mehr auf den Einzug in das Achtelfinale. Auf den Auftaktsieg gegen Bordeaux (2:1 nach Verlängerung) folgten knappe Niederlagen gegen Fribourg und Köln (jeweils 1:3) sowie dazwischen der für das Verpassen der KO-Phase bereits vorentscheidende 1:2-Verlust in Hamar. Rechnerisch wurde die Hoffnung auf den Aufstieg dann in der Vorwoche zunichte gemacht, als neun Ausfälle zu schwer wogen, um Finnlands Vizemeister Kouvola bezwingen zu können (3:5). In der Auswärtspartie in Berlin geht es für die aktuell auf Position 21 rangierenden Klagenfurter daher nur noch darum, eine möglichst gute Platzierung in der Abschlusstabelle – maximal möglich ist noch der Sprung auf Rang 18 – zu erreichen oder eventuell auch noch zum besten ICE-Vertreter im Bewerb zu avancieren.
Die Eisbären Berlin belegen im aktuellen CHL-Ranking den elften Rang und sind bereits vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Nach zwei derben Auftaktniederlagen in der Schweiz siegte der amtierende deutsche Meister zuletzt drei Mal hintereinander, der 4:3-Auswärtserfolg in Salzburg in der Vorwoche nach zwischenzeitlicher 4:0-Führung fixierte den Sprung in die KO-Phase. Für Berlin steht am letzten Vorrundenspieltag noch eine mögliche Rangverbesserung auf dem Spiel, eine Platzierung unter den Top-Acht würde im Achtelfinale das etwas wertvollere Heimrecht im Rückspiel sichern. Auch ist für die Deutschen ein neuer Klubrekord hinsichtlich der in der Vorrunde gesammelten Punkte (bisheriger Höchstwert: elf) in Griffweite . Gegen österreichische Klubs bilanzierten die Eisbären in ihrer bisherigen Historie in der Königsklasse ausgeglichen, von vier Duellen wurden jeweils zwei gewonnen und verloren.
Personelles:
Beim EC-KAC ist von einem gegenüber dem Liga-Heimsieg gegen Salzburg am Sonntag kaum veränderten Lineup auszugehen. Neben den Langzeitausfällen Sebastian Dahm, Jacob Hudson, Fabian Hochegger und Matt Fraser fehlt in Berlin beim Spiel gegen seinen Ex-Klub auch der angeschlagene Nick Petersen. Das Mannschaftstraining am Montag mussten Verteidiger Mattias Göransson und Stürmer Jan Drozg aufgrund leichterer Blessuren auslassen, bei beiden ist aber davon auszugehen, dass sie die Reise nach Deutschland mitmachen können.
Pre-Game-Kommentar:
Jesper Jensen Aabo
„Auch wenn wir uns nicht mehr für das Achtelfinale qualifizieren können, als Spieler will man seinen Klub stets bestmöglich repräsentieren, zudem macht es immer viel Spaß, Eishockey auf europäischer Ebene zu spielen. Wir werden also in Berlin in die Partie gehen, um sie auch zu gewinnen. Ich denke auch, dass es für alle unsere Spieler eine gute Erfahrung sein wid, gegen eine der besten Mannschaften des Kontinents anzutreten.“
„Ich kann mich noch an die Begegnung mit den Eisbären im Vorjahr erinnern, das war ein cooles Spiel für uns und ich denke, Berlin war damals nicht sonderlich happy mit dem Ergebnis. Sie sind am Mittwoch sicher auf Revanche aus, uns erwartet also ein hartes Spiel, darauf sind wir vorbereitet. Außerdem ist der dreitägige Trip auch für uns als Gruppe gut, es wird der Spaß nicht zu kurz kommen, denn man verbringt auf solch einer Reise viel Zeit miteinander.“
„Die Eisbären Berlin sind aktuell eine der besten Mannschaften in Europa, sie verfügen über einige Spieler, die den X-Faktor aufweisen und Spiele fast im Alleingang entscheiden können. Als Eishockeyspieler will man immer gegen die Besten antreten und sich mit diesen messen, für uns ist diese Partie also eine Gelegenheit, zu zeigen, dass auch wir ein starkes Team sind.“
„Am Sonntag gegen Salzburg haben wir wieder jene Identität gezeigt, von der wir wollen, dass sie unser Spiel auszeichnet. Schnell und direkt mit der Scheibe, giftig im Forecheck. Wir haben sehr einfach und geradlinig agiert, die benötigten Tore erzielt, insgesamt haben wir nach einigen schlampigen Auftritten wieder unsere gute Seite gezeigt und zurückgeschlagen. Unser Ziel ist es allerdings, das beste Team zu sein, wenn die Playoffs beginnen, insofern geht es um den Prozess bis dahin, die Entwicklung und auch das Lernen aus den Rückschlägen, die die Niederlagen zuvor dargestellt haben.“
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