Nur 48 Stunden nach dem guten, jedoch nicht mit Punkten belohnten Auftritt in der Champions Hockey League bei den Eisbären Berlin (1:2) kehren die Rotjacken am Freitag, dem 16. Oktober 2026, zurück in den Spielbetrieb in der win2day ICE Hockey League. Der EC-KAC (sieben Siege, drei Niederlagen) empfängt in der 11. Runde die Vienna Capitals (fünf Siege, vier Niederlagen) in Klagenfurt. Die um 19.15 Uhr beginnende Begegnung wird auf Sporteurope.TV live übertragen.
TICKETS
Für das Heimspiel des EC-KAC gegen die Vienna Capitals sind mit Stand vom Donnerstagabend noch fünf Sitzplatz-, zehn VIP- und rund 290 Stehplatzkarten verfügbar. Diese können – wie auch potenziell von Abonnent/innen via Zweitmarkt verfügbar gemachte Plätze – im Online-Ticketshop des EC-KAC bezogen werden. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena öffnet am Spieltag um 17.45 Uhr.
BERICHTERSTATTUNG
Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie gewohnt im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen (Pay-per-View). Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 19.00 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at im Kärntner Eishockeymagazin (ab 20.04 Uhr).
Die Ausgangssituation:
Der EC-KAC fuhr in der Liga am vergangenen Wochenende zwei Siege ein: Eine recht holprige Vorstellung bei den Pioneers Vorarlberg reichte am Freitag zu einem 5:4-Erfolg nach Penaltyschießen, am Sonntag resultierte eine saubere und kompakte Vorstellung in einem 5:3-Sieg zu Hause gegen Salzburg. Die Rotjacken nehmen damit in der Tabelle sowohl in absoluten als auch in relativen Zahlen die dritte Position ein. Im Schnitt 4,10 aus dem Spiel heraus erzielte Treffer pro Partie entsprechen dem zweitbesten Wert im ligaweiten Vergleich. Wesentlichen Anteil daran hat das unverändert effiziente Powerplay, das aktuell bei einer Erfolgsquote von 30,6 Prozent hält und in acht der zehn Saisonspiele zumindest ein Mal anschreiben konnte. Parallel wusste über weite Strecken der bisherigen Spielzeit auch das Penalty Killing zu überzeugen, hier stellen 85,4 Prozent an unbeschadet überstandenen Unterzahlphasen sogar die aktuell beste Marke unter allen 14 Teams dar.
Die Vienna Capitals haben ihre Mannschaft nach drei verpassten Viertelfinalqualifikationen in Folge im Sommer maßgeblich verstärkt und reisen als derzeitiger Tabellensiebter nach Klagenfurt. Begegnungen mit Beteiligung des Klubs aus der österreichischen Hauptstadt waren bislang mehrheitlich sehr enge Angelegenheiten, in sieben von neun Partien entschied nur ein einziger Treffer Differenz zwischen Sieg und Niederlage. So auch beim letzten Auftritt der Capitals, einem 3:2-Heimerfolg über Vizemeister HC Pustertal am vergangenen Sonntag. Gegen die Wölfe war einmal mehr das bislang überragende Überzahlspiel der Wiener ausschlaggebend: 15 seiner 26 aus dem Spiel heraus erzielten Saisontore gelangen Gelb-Schwarz bei numerischem Vorteil. Bei Even Strength stottert der Offensivmotor allerdings noch: Im Schnitt nur 1,22 Treffer pro Partie entsprechen dem niedrigsten Wert im ligaweiten Vergleich und liegen um fast 45 Prozent unter dem Mittel der übrigen 13 Klubs.
Die Geschichte:
Die Vienna Capitals kamen ein Jahr nach der Liga-Neugründung zur Saison 2001/02 in Österreichs höchste Spielklasse und sind dort seither kontinuierlich Gegner des EC-KAC. Fünf Mal trafen die beiden Klubs in den Playoffs aufeinander, in vier dieser Fälle handelte es sich um eine Finalserie, in der über den Meistertitel entschieden wurde. In Summe wurden bislang 166 direkte Begegnungen ausgetragen, die Mehrheit von 94 dieser Duelle entschieden die Rotjacken für sich, wobei sie in der historischen Bilanz sowohl bei in Klagenfurt (49:33 Siege) als auch bei in Wien gespielten Partien (45:39 Siege) die Nase vorne haben. Beim letzten Aufeinandertreffen am 1. März setzten sich die Donaustädter in der Heidi Horten-Arena nach Verlängerung durch, davor hatte der Rekordmeister allerdings zwölf Konfrontationen hintereinander gewonnen. Ein Grunddurchgangsspiel in der Kärntner Landeshauptstadt in regulärer Spielzeit für sich zu entscheiden vermochte Wien seit mehr als fünf Jahren nicht mehr.
In der vergangenen Saison 2025/26 duellierten sich Rotjacken und Capitals in Summe vier Mal, die Klagenfurter bilanzierten mit 9:3 Punkten bei 12:8 Toren positiv. Die Begegnungen waren insgesamt eher arm an Special Team-Situationen, 89 Prozent der gut 241 Netto-Minuten wurden bei Even Strength absolviert. Überragender Akteur im Trikot des EC-KAC war in den vier Konfrontationen Finn van Ee, der sowohl bei Toren (drei), Assists (drei) und Punkten (sechs) als auch im Plus/Minus-Rating (+8) sämtliche seiner Teamkollegen überflügelte.
Personelles:
Die Mannschaft des EC-KAC kehrt erst am frühen Donnerstagabend aus Berlin zurück, wo sie am Mittwoch trotz zahlreicher Ausfälle und ohne Aufstiegschance gegen die Eisbären Berlin eine blitzsaubere Vorstellung ablieferte und nur knapp mit 1:2 unterlag. Das Team steht dementsprechend erst am Freitag beim Morning Skate wieder am Eis, dann wird sich auch die personelle Lage im Hinblick auf die Partie gegen die Vienna Capitals klären. Fix fehlen werden die Langzeitverletzten Sebastian Dahm, Fabian Hochegger und Matt Fraser, Comebacks sind bei Nick Petersen und Jan Drozg im Bereich des Möglichen. Noch nicht gesichert, aber durchaus wahrscheinlich ist, dass Neuzugang Jacob Hudson am Freitag sein lange ersehntes Bewerbsspieldebüt für die Rotjacken geben kann, nachdem in den sechs CHL- und bislang zehn Ligapartien eine Unterkörperverletzung seine Mitwirkung verhindert hat. Maximilian Preiml, der sich beim Morning Skate in Berlin eine Unterkörperblessur zugezogen hat, wird erst am Donnerstagabend in Klagenfurt genaueren Untersuchungen mit bildgebenden Methoden zugeführt, danach gibt es Klarheit über den Grad seiner Verletzung.
Pre-Game-Kommentar:
Finn van Ee
„Aus Berlin können wir viel Positives mitnehmen, vor allem die Art und Weise, wie wir gespielt haben. Die letzten Wochen waren ein Auf und Ab, am Mittwoch agierten wir aber hart, simpel und systemtreu, jeder Spieler im Aufgebot, auch die ganz jungen Nachrücker, haben da stark performt. Diese Spielweise müssen wir jetzt auch in die Liga mitnehmen.“
„Wien hat das beste Powerplay in der Liga, wir sind also gut beraten, sehr diszipliniert zu sein und keine Strafen zu nehmen. Sie verfügen über großgewachsene Abwehrspieler, wir dürfen nicht grantig werden und Fouls begehen, wenn diese etwas härter an den Mann gehen. Es geht darum, schlau zu agieren, dann wird das schon.“
„Die Capitals scheinen mir als Gegner zu liegen, auswärts sind immer viele KAC-Fans in der Halle, in den letzten Jahren hat es auch zu Hause gut funktioniert. Mit hitziger Stimmung und einigen Bekannten in der gegnerischen Mannschaft, das sind Spiele, die ich besonders mag und in denen ich auch oft gut spiele. Es macht Spaß, gegen Wien zu spielen.“
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