Ohne elf Stammkräfte verlor der EC-KAC auch sein drittes und letztes Spiel beim Eastern Cup in der Slowakei, gegen den HK Olimpija Ljubljana gab es am Sonntag einen 0:3-Verlust.

In seinem dritten und letzten Spiel beim Eastern Cup 2021 in Michalovce, Slowakei, standen dem EC-KAC unverändert seine sieben Nationalspieler nicht zur Verfügung. Der Trainerstab entschied sich zudem zur Schonung von Paul Postma, Thomas Vallant, Thomas Koch und Nick Petersen (allesamt Healthy Scratches), um den zahlreichen jungen Akteuren im Turnierkader noch mehr Eiszeit und Verantwortung zu übertragen. Insgesamt 16 der 20 aufgebotenen Spieler liefen in der Vergangenheit für das AHL-Team des Klubs auf, das Durchschnittsalter der sechs eingesetzten Verteidiger lag bei lediglich 19,7 Jahren.

Die Rotjacken kamen zur ersten guten Gelegenheit der Partie: Stefan Geier klopfte in der Angriffszone den Puck aus der Luft genau zu Dennis Sticha, der von den rechten Hashmarks aus jedoch nur den Pfosten traf (3.). Der erste Treffer ging somit auf das Konto der Slowenen: Nach einem Klagenfurter Scheibenverlust in der Angriffszone kam Žiga Pance zur Solomöglichkeit, der ehemalige KAC-Stürmer bezwang Jakob Holzer mit einem scharfen Wristshot über dessen linkem Beinschoner (5.). Im ersten rot-weißen Powerplay des Nachmittags ließ Goalie Žan Us einen Tičar-Schuss prallen, parierte dann jedoch den Rebound von Matt Fraser gut, wenig später wurde ein Schuss des Kanadiers vom linken Flügel aus noch geblockt (jeweils 7.). Als David Maier auf der linken Seite tief ging und einen Rückhand-Flippass an den Crease spielte, verpasste dort Fraser die Scheibe (10.). Klagenfurts Goalie Holzer vermochte sich bei einem Wrap-Around von Sébastien Piché (12.) ebenso auszuzeichnen wie bei einem Čimžar-Abschluss aus spitzem Winkel bei angezeigter Strafe (20.). Dazwischen verhinderte Kele Steffler bei „Drei-gegen-Vier“-Unterzahl mit seiner Schlägerspitze den aussichtsreichen Pance-Querpass am Torraum auf den einschussbereiten Guillaume Leclerc (17.).

Auf das insgesamt recht ausgeglichene erste Drittel folgte ein zweiter Spielabschnitt mit deutlichen Vorteilen für den HK Olimpija: Der im Powerplay über rechts nach innen gezogene Wade Murphy scheiterte an Jakob Holzer (21.), nach einem Scheibenverlust seiner Vorderleute rettete der KAC-Schlussmann gegen Guillaume Leclerc, der völlig alleine vor ihm aufgetaucht war (24.). Bei numerischer Überlegenheit fälschte Matt Fraser einen Schlenzer von Rok Tičar so ab, dass die Scheibe Torhüter Us durch die Beine, jedoch auch am Gehäuse vorbei rutschte (26.). Im direkten Gegenzug nahm Gregor Koblar über rechts Tempo auf, er schob den Puck am Ende seines Solos mit der Vorhand durch Holzers Beine (26.). Keine zwei Minuten später traf Ljubljana erneut: Piché flankte aus dem Rückraum förmlich vor das Tor, Gregor Žeželj tippte den Puck aus der Luft in die kurze Kreuzecke (28.). Die Slowenen blieben am Drücker: Pance fälschte den abgerissenen Schuss eines Kollegen an den Außenpfosten ab (31.), Tadej Čimžar blieb aus spitzem Winkel auf den Kasten ziehend gerade noch im Schoner des KAC-Goalies hängen (33.), gegen den im Slot gänzlich ungedeckten Nik Simšič rettete Holzer mit dem Blocker (34.). In dritten rot-weißen Überzahlspiel der Partie vergab Matt Fraser – jeweils am Crease freigespielt – zwei sehr aussichtsreiche Gelegenheiten (jeweils 34.). Den Schlusspunkt in einem insgesamt einseitigen Abschnitt setzten wieder die Slowenen: Žiga Pance nutzte die Verwirrung in der Hintermannschaft der Rotjacken zu einem diagonalen Flippass an den langen Pfosten, Jakob Holzer parierte gegen den dort lauernden Simšič mit sehenswerter Grätsche (39.).

In Durchgang drei blieben gute Chancen zunächst Mangelware, erst in einem Powerplay kam der EC-KAC zu zwei Chancen: Samuel Witting vom rechten Faceoff-Punkt aus (Catcher) und Manuel Geier mit einem Abfälscher (Pads) scheiterten am eingewechselten Goalie Paavo Hölsä (jeweils 47.). Auf der Gegenseite verfehlte der von Pance eingesetzte Simšič das Tor aus bester Position knapp (47.). Dann trugen Rok Tičar und Johannes Bischofberger einen Konter vor, an dessen Ende der Österreicher den Crease entlang tänzelte, sich ihm jedoch kein aussichtsreicher Winkel öffnete (50.). Olimpijas beste Möglichkeit im dritten Abschnitt leitete Blaž Tomaževič mit einem Pass an den langen Pfosten zu Tadej Čimžar ein, Jakob Holzer wehrte in der Grätsche stark ab (56.). In der Schlussphase fälschte Manuel Geier bei numerischer Überlegenheit einen Kapel-Schlenzer nur um Zentimeter an der langen Stange vorbei ab (58.), der Versuch von Leclerc, nach einem Vorstoß in Unterzahl Jakob Holzer zu tunneln, wurde vom KAC-Goalie vereitelt (59.). (HB)

HK Olimpija Ljubljana – EC-KAC 3:0 (1:0,2:0,0:0)
Zimný štadión Michalovce, Slowakei

Tore EC-KAC:
Keine

Aufstellung EC-KAC:

Holzer (Vorauer) // Steffler-Tialler, Würschl-Preiml, Maier-Lindner // Fraser-Tičar-Bischofberger, M.Witting-Obersteiner-S.Witting, Hammerle-M.Geier-Hochegger, S.Geier-Kapel-Sticha

Petri Matikainen, Head Coach EC-KAC:

„Das Gute an der heutigen Partie war, dass wir Trainer die vielen jungen Spieler in unserem Aufgebot dabei beobachten konnten, wie sie sich im Einsatz bewähren. Diese Möglichkeit wollten wir nutzen, darum haben wir uns für diese Aufstellung entschieden. Wir haben gesehen, dass wir mit diesen Cracks noch sehr viel Arbeit vor uns haben. Um ganz ehrlich zu sein, hätten wir uns mehr Feuer in den Augen unserer jungen Spieler gewünscht, jetzt, wo sich ihnen die Chance bot. Vielleicht waren manche nach zwei Reisetagen und dann drei Spielen in vier Tagen zu müde dafür, aber wir hatten insgesamt den Eindruck, dass einzelne Spieler zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht in der Lange sind, den großen Schritt in unser Profiteam zu schaffen.“

Der EC-KAC beendete den Eastern Cup 2021 mit drei Niederlagen gegen den HC Slovan Bratislava (1:5), den HK Dukla Michalovce (3:7) und den HK Olimpija Ljubljana (0:3). Aufgrund der voraussichtlich zehnstündigen Rückreise nach Klagenfurt sind die beiden kommenden Tage für das Team trainingsfrei und der Regeneration zugedacht. Die Rotjacken kehren am Mittwoch zurück in den Trainingsbetrieb, die dann acht Nationalspieler stoßen am darauffolgenden Montag (Österreich) bzw. Dienstag (Dänemark, Slowenien) wieder zur Mannschaft.

Am Freitag, dem 3. September, startet der EC-KAC schließlich in die Champions Hockey League, Auftaktgegner auf heimischem Eis ist Frankreichs Meister Rouen Dragons (20.20 Uhr). Eintrittskarten für diese Begegnung sowie das zweite Gruppenspiel gegen den dänischen Titelträger Rungsted Seier Capital zwei Tage später sind ab Montag, den 23. August, um 9.00 Uhr unter tickets.kac.at erhältlich.