Titelverteidiger EC Salzburg gastiert am Sonntagnachmittag erstmals in der neuen Heidi Horten-Arena, kac.at stellt den CHL-Achtelfinalisten im Detail vor.

Aktuelles:

Der EC Salzburg ist der „heimliche Tabellenführer“ der win2day ICE Hockey League: Der Titelverteidiger liegt aktuell auf Rang drei des Rankings, hat aber erst zehn Ligaspiele bestritten, sein Punkteschnitt pro Partie (2,40) wird von keinem anderen Team erreicht. Die Bullen mussten sich in der heurigen Meisterschaft erst zwei Mal geschlagen geben, zu Monatsbeginn unterlagen sie auf eigenem Eis dem EC-KAC (4:6) und dem HCB Südtirol (2:5). Seither sicherten sich die Mozartstädter ihr Achtelfinalticket in der Champions Hockey League und gewannen drei Ligaspiele am Stück: Auf ein 6:4 bei Fehérvár AV19 folgten jeweils 3:1-Erfolge beim EC VSV und gegen Asiago Hockey. Prunkstück des Teams von Head Coach Matt McIlvance war im bisherigen Saisonverlauf das Penalty Killing: In der CHL (effizientestes Unterzahlspiel aller 32 Teams) und in der ICE gemeinsam überstanden die Salzburger 57 von 61 Situationen numerischer Unterlegenheit unbeschadet, was einer famosen Erfolgsquote von 93,4 Prozent entspricht.

Spieler im Fokus:

Gegen den EC-KAC kehrt Verteidiger Dominique Heinrich, der 2022/23 bislang zehn von 16 Bewerbsspielen verletzungsbedingt verpasst hat, in das Lineup der Red Bulls zurück, der 32-jährige Routinier steht in seiner bereits 15. Saison beim Klub, kein anderer aktiver Verteidiger in der Liga sammelte in seiner Laufbahn mehr ICE-Scorerpunkte als er (390). Bei Auftritten in Klagenfurt meist brandgefährlich ist auch Stürmer Peter Schneider: In seiner Profikarriere trat er bislang in elf Bewerbsspielen mit Wien, Biel-Bienne und Salzburg in Kärntens Landeshauptstadt an, daraus resultierten 13 Scorerpunkte, davon acht Treffer. Ein weiterer starker Offensivakteur in den Reihen des Titelverteidigers ist Nicolai Meyer, der sich nach einem missglückten Engagement in Plzeň vor zwei Wochen den Bullen anschloss. Im Vorjahr hatte der Däne mit sieben Zählern in fünf Partien im Trikot der Vienna Capitals maßgeblichen Anteil am Viertelfinal-Aus des EC-KAC.

Bilanz gegen den EC-KAC:

Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 bespielte der EC-KAC keinen Gegner öfter als den EC Salzburg, obwohl dieser erst im Sommer 2004 in die damalige Erste Bank Eishockey Liga aufrückte. Bislang duellierten sich die beiden Klubs 154 Mal, in 82 Fällen setzten sich die Bullen durch, in 72 die Rotjacken. Auf Klagenfurter Eis stehen 44 Heimsiegen 33 Auswärtserfolge gegenüber, im Vorjahr setzte sich der nunmehrige Titelverteidiger aber bei beiden Auftritten in der Stadt am Wörthersee knapp durch (3:2 nach Verlängerung und 5:4). Brandgefährlich war der Meister in Begegnungen mit dem EC-KAC zuletzt im Powerplay: Salzburg nutzte im Verlauf der jüngsten drei Duelle fünf seiner elf Überzahlmöglichkeiten für ein Tor, während die Rotjacken nur eine ihrer ebenfalls elf Gelegenheiten numerischen Vorteils in einen Treffer ummünzen konnten.

RBS-KAC (02.10.2022)

Das letzte Duell:

Im ersten Saisonduell zwischen dem EC-KAC und dem EC Salzburg, ausgetragen am 2. Oktober 2022 in der Eisarena Salzburg, setzten sich die Rotjacken mit 6:4 durch. Der amtierende Meister blieb damit in seinem damals zehnten Bewerbsspiel 2022/23 (CHL und ICE) erstmals ohne Punktgewinn. Die Klagenfurter zeichnete in dieser Begegnung vor allem ihre Effizienz aus: Trotz eines nur geringen Übergewichts von 28:24 Torschüssen bei Even Strength verbuchte Rot-Weiß satte 6:1 Treffer im Spiel „Fünf-gegen-Fünf“ bzw. „Vier-gegen-Vier“. Probleme hatte der EC-KAC am Faceoff-Punkt: Während Thomas Koch 67,7 Prozent seiner Scheibenaufwürfe für sich entscheiden konnte (14 von 21), kamen seine Mitspieler nur auf eine Erfolgsquote von 33,3 Prozent (16 von 48). Überragend agierte beim Klagenfurter Auswärtserfolg im Volksgarten Lukas Haudum: Der Angreifer gab – persönlicher Höchstwert der Saison – neun Shots on Goal ab, drei davon landeten auch in den Maschen und markierten damit seinen bislang einzigen Hattrick im Trikot des EC-KAC. Überzeugend trat auch Jesper Jensen Aabo auf, der in diesem Spiel nicht nur seinen ersten Treffer für die Rotjacken erzielte, sondern auch 82 Prozent seiner Zweikämpfe in der Defensivzone für sich entscheiden konnte.

 

Spielbericht: „Auswärtssieg beim Tabellenführer“ (kac.at, 02.10.2022)