Mit zuletzt zwei Siegen hintereinander nahm Sloweniens einziger ICE-Vertreter wieder Fahrt auf, kac.at stellt den HK Olimpija Ljubljana, der am Sonntag nach Klagenfurt kommt, genauer vor.

Aktuelles:

Der HK Olimpija Ljubljana kommt zwar nur als Tabellenzehnter, aber dennoch in guter Form nach Klagenfurt: Die Slowenen konnten zuletzt erstmals in der laufenden Saison zwei Drei-Punkte-Siege am Stück einfahren, indem sie – jeweils auf eigenem Eis – am vergangenen Sonntag den EC VSV mit 4:2 und nun am Freitag den HC Pustertal Wölfe mit 5:2 bezwingen konnten. In Auswärtsspielen stotterte der Motor der Grünen Drachen in den vergangenen Wochen etwas, seit dem Shootout-Sieg in Graz Ende Oktober blieb man in vier Partien in der Fremde jeweils sieglos, wenngleich es beim jüngsten Auswärtsauftritt in Linz immerhin zu einem Zähler reichte (2:3 nach Penaltyschießen). Jeweils eher in hinteren Regionen des Rankings platzieren sich Ljubljanas Special Teams: Dem Powerplay wird saisonal eine Erfolgsquote von nur 11,4 Prozent bescheinigt, jedoch traf Olimpija in den jüngsten vier Partien ebenso oft bei numerischem Vorteil. Im Penalty Killing ist Grün-Weiß gegenüber dem letztjährigen Grunddurchgang, als man mit 85,6 Prozent Effektivität die gesamte Liga anführte, auf 74,5 Prozent und Rang elf zurückgefallen.

Spieler im Fokus:

Die teaminterne Scorerwertung beim HK Olimpija wird von einem ehemaligen KAC-Stürmer angeführt: Rok Kapel, der von Sommer 2019 bis zum Januar des aktuellen Jahres für das Future Team auflief, verbuchte beim 5:2-Heimsieg gegen den HC Pustertal Wölfe am Freitag einen Doppelpack, sodass nun keiner seiner Mitspieler mehr Saisontreffer erzielt (acht) oder Punkte gesammelt (18) hat als er. Hinter ihm platziert sich mit Chris Dodero ein US-Amerikanischer Neuzugang aus dem Sommer, der bei 17 Zählern haltende Angreifer war Ljubljanas auffälligster Spieler im ersten Saisonduell mit den Rotjacken, als er beim 2:4-Verlust einen Treffer und eine Vorlage auf sein persönliches Konto brachte. Die spannendste Aktie im Aufgebot der Grünen Drachen ist aber wohl der erst 18-jährige Miha Beričič: Der großgewachsene Mittelstürmer, am Freitag ebenfalls Torschütze, hält bereits bei sieben Scorerpunkten – und damit gleich vielen, wie alle insgesamt 19 in der laufenden Saison bislang ligaweit eingesetzten U19-Feldspieler zusammen.

Bilanz gegen den EC-KAC:

Der im Sommer 2021 in die ICE Hockey League eingestiegene HK Olimpija Ljubljana war bisher insgesamt fünf Mal Gegner der Rotjacken, die drei dieser Duelle für sich entscheiden konnten. Die Slowenen hatten dabei meist einige Probleme, zu Torerfolgen zu kommen, insgesamt erzielten sie in den fünf Begegnungen lediglich acht Treffer. Aus den beiden in Klagenfurt ausgetragenen Konfrontationen konnte jede Mannschaft jeweils ein Mal siegreich hervorgehen, im Dezember 2021 setzte sich Ljubljana zunächst mit 3:2 durch, um zehn Tage später mit 1:3 den Kürzeren zu ziehen. In beiden Partien erzielten die Gäste aus dem südlichen Nachbarland den ersten Treffer des Abends. Mit dem Vorgängerverein HDD Olimpija Ljubljana duellierten sich die Klagenfurter zwischen 1976 und 2017 in insgesamt 78 Bewerbsspielen im Europacup und im Continental Cup sowie in der Alpenliga, der IEL und der EBEL. Bei einem Unentschieden verbuchte Rot-Weiß 55 Siege, Grün-Weiß ging 22 Mal als Gewinner vom Eis.

HKO-KAC (25.09.2022)

Das letzte Duell:

Im ersten, bisher einzigen Saisonduell zwischen dem EC-KAC und dem HK Olimpija Ljubljana setzten sich die Rotjacken am 25. September auswärts in der Hala Tivoli mit 4:2 durch. Mit einem Doppelschlag 28 Sekunden vor und 36 Sekunden nach der ersten Pause verwandelten die Klagenfurter einen Rückstand in eine Führung und gaben diese bis zum Ende der Partie auch nicht mehr aus der Hand. Der EC-KAC limitierte die Slowenen auf nur sieben Torschüsse aus dem Slot, 13 Blocks bedeuteten zudem den zweithöchsten Wert im bisherigen Saisonverlauf. Der Sieg der Kärntner war ein durchaus verdienter, ihren 70 Puckbesitz-Sequenzen in der Offensivzone (bei Even Strength) standen nur deren 48 der Gastgeber gegenüber. Die Rotjacken kamen in dieser Begegnung zu keiner einzigen Powerplaymöglichkeit, überzeugten aber im Penalty Killing: In fünf Überzahlsituationen mit einer Gesamtlänge von 9:05 Minuten (davon 0:55 bei „Fünf-gegen-Drei“) gelang Ljubljana kein Treffer.

Spielbericht: „Rot-Weiß auch in Ljubljana siegreich“ (kac.at, 25.09.2022)