Die Rotjacken wollen am Mittwochabend auch das vierte und letzte Grunddurchgangsduell mit dem Liganeuling Ferencvárosi TC für sich entscheiden, kac.at liefert die wichtigsten Informationen rund um dieses Heimspiel.

Im ersten von zwei Heimspielen vor der langen Ligapause aufgrund der Olympischen Winterspiele empfängt der EC-KAC (28 Siege, 13 Niederlagen) am Mittwoch, dem 28. Januar 2026, den Ferencvárosi TC (15 Siege, 26 Niederlagen). Die Rotjacken wollen gegen den Tabellenzehnten der win2day ICE Hockey League ihren sprichwörtlichen Platz an der Sonne verteidigen und nach der am Sonntag beendeten, eindrucksvollen Punkteserie auf eigenem Eis einen neuen Streak eröffnen. Spielbeginn in der Heidi Horten-Arena ist um 19.15 Uhr, die Begegnung wird wie gewohnt auf Sporteurope.TV im Livestream übertragen.

TICKETS

Für dieses Spiel sind mit Stand von Dienstagmittag noch jeweils 15 Sitzplatz- und VIP-Tickets sowie rund 370 Stehplatzkarten erhältlich. Diese und über den Zweitmarkt angebotene Plätze von Abonnent/innen  sind durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC erhältlich. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena öffnet am Spieltag um 17.45 Uhr.

BERICHTERSTATTUNG

Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie gewohnt im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen (Kommentator: Marco Tscharnig, Experte: Marc Brabant, Moderator: Joschi Peharz). Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 19.00 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at) im Kärntner Eishockeymagazin (ab 20.04 Uhr).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC hat in der vergangenen Woche zwei seiner drei Partien verloren, zuletzt unterlagen die Rotjacken am Sonntag dem Titelverteidiger EC Salzburg knapp mit 3:4 und blieben damit zum ersten Mal seit 26. September (oder 15 Begegnungen) in einem Heimspiel ohne Punktgewinn. Der Rekordmeister steht unverändert an der Tabellenspitze der win2day ICE Hockey League und ist im Grunddurchgang auch nicht mehr aus den Top-Sechs zu verdrängen, hat damit also sein Viertelfinalticket sicher. Klagenfurt ist aktuell das einzige Team im Bewerb, das auswärts mehr Punkte (47) gesammelt hat als zu Hause (38), kann seine Heimbilanz angesichts von noch fünf vor eigenem Publikum auszutragenden Spielen allerdings noch deutlich verbessern. In der Heidi Horten-Arena kam im bisherigen Saisonverlauf insbesondere dem ersten Spielabschnitt eine große Bedeutung zu: Der EC-KAC lag nur in drei von 19 Heimspielen nach dem ersten Drittel im Rückstand, diese drei Begegnungen waren die einzigen, in denen er in der Folge auch nach 60 Minuten als Verlierer vom Eis musste. Speziell gegen nominell schwächere Gegner ließen die Rotjacken in heimischen Gefilden wenig anbrennen: Aus Heimspielen gegen Teams, die aktuell nicht in den Top-Sechs liegen, verbuchten sie 29 von 30 möglichen Zählern.

Der Ferencvárosi TC spielte bislang eine passable Premierensaison in der win2day ICE Hockey League, verlor in den vergangenen Wochen aber sukzessive an Boden: Zwar hält man aktuell noch den zehnten Tabellenrang, im Ranking nach Punkteschnitt rutschte man aber bereits aus den Rängen, die am Ende des Grunddurchgangs die Teilnahme an den Pre-Playoffs bedeuten würden. Zählbares vermochten die Ungarn zuletzt nur auf eigenem Eis einzufahren: Nach drei Heimsiegen hintereinander unterlagen sie am Samstagabend Olimpija Ljubljana erst durch einen Gegentreffer vier Sekunden vor der Schlusssirene mit 3:4. Auswärts hat Ferencváros hingegen schwer verdauliche Wochen hinter sich: Seit einem 5:4-Erfolg in Villach am 19. Dezember stehen in der Fremde aus sechs Partien 0:18 Punkte und 7:29 Tore zu Buche. Ein besseres Abschneiden verhinderte zuletzt auch die mäßige Durchschlagskraft der Powerplay-Formationen: Die Truppe von Head Coach Timo Saarikoski vermochte nur drei ihrer jüngsten 33 Phasen numerischer Überlegenheit in einen Torerfolg zu verwandeln. Insgesamt liegen die Stärken des Liganeulings dennoch deutlich in der Offensive, in der Brady Shaw (dessen 47 Scorerpunkte ligaweit aktuell nur von zwei Spielern überboten werden) und Januar-Neuzugang Joose Antonen (sieben Treffer in ebenso vielen Einsätzen) herausragen.

Die Geschichte:

Ungarns Rekordmeister Ferencvárosi TC gastierte zwischen 1967 und 1977 im Europacup zu insgesamt vier Spielen in Klagenfurt, die allesamt mit einem Sieg für die Rotjacken endeten. Bis zum Einstieg in die win2day ICE Hockey League gab es dann für mehr als 48 Jahre kein in der Kärntner Landeshauptstadt ausgetragenes Bewerbsspiel zwischen diesen beiden Klubs, lediglich zwei Pre-Season-Partien (in den Jahren 1994 und 1997) stehen in den Geschichtsbüchern, auch diese endeten mit Heimerfolgen.

Die durch den Liga-Einstieg der Grün-Weißen im vergangenen Sommer neu belebte gemeinsame Historie gestaltete sich bislang eher einseitig, sämtliche drei Saisonduelle gingen in regulärer Spielzeit an den EC-KAC. Dieser hatte allerdings sowohl in der ersten (6:2-Auswärtssieg nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand) als auch in der zweiten Konfrontation (Siegestreffer zum 3:2 erst 25 Sekunden vor dem Ende) durchaus seine Mühen. Einseitiger verlief die bislang letzte Begegnung am 21. Dezember in Budapest, die von den Rotjacken dominiert und mit 5:0 gewonnen wurde. Der Tabellenführer traf dabei drei Mal im Powerplay und ein Mal bei numerischer Unterlegenheit, fünf Spieler der Klagenfurter, darunter Doppel-Torschütze Finn van Ee, verbuchten ein Multiple Point Game. 44 zu 23 Shots on Goal, davon 17 zu fünf aus dem Slot, unterstrichen die rot-weiße Überlegenheit.

Personelles:

Dem EC-KAC fehlen am Mittwoch definitiv David Maier, Thomas Hundertpfund und Luka Gomboc, Jordan Murray steht bereits wieder vollumfänglich im Eistraining, ein Einsatz kommt für ihn aber noch etwas zu früh. Mario Kempe, der das Auswärtsspiel beim HC Pustertal am vergangenen Mittwoch verletzungsbedingt vorzeitig beendete und seither fehlte, sowie Mathias From, der am Sonntag gegen Salzburg im zweiten Abschnitt ausschied, sind am Dienstag beide in das Eistraining zurückgekehrt, ob sie gegen den Ferencvárosi TC bereits wieder mitwirken können, entscheidet sich aber erst am Spieltag.

Pre-Game-Kommentar:

„Ich habe in den vergangenen Wochen mit all den Ausfällen viel Eiszeit und viel Vertrauen von den Trainern erhalten, dafür bin ich dankbar. Dadurch konnte ich als Spieler hoffentlich wachsen. Es hat auch Spaß gemacht, die jungen, von unten nachrückenden Spieler zu begleiten, zu sehen, wie sie auf die Chance und Verantwortung reagieren. Sie haben gute Arbeit geleistet und die Rollen, die man ihnen gegeben hat, gut ausgefüllt.“

„Wenn eine neue, nicht so prominent besetzte Mannschaft in eine Liga kommt, ist es schwierig, sie nicht zu sehr zu unterschätzen. Ich glaube, der Umstand, dass wir Ferencváros schon drei Mal besiegt haben, belegt, dass wir nicht in diese Falle getappt sind und Spiele gegen sie nicht auf die leichte Schulter genommen haben. Vor diesen Begegnungen haben wir uns immer gesagt, dass wir auf uns schauen und unser System sauber umsetzen müssen, das konnten wir bisher durchziehen und ich hoffe, dass uns das auch im vierten Duell so gelingt.“

„Ich klopfe auf Holz, dass meine persönliche Punkteserie gegen Budapest weitergeht. Die drei Partien gegen sie haben Spaß gemacht, es war schön, dass ich immer auch in Form von Scorerpunkten zu unseren Erfolgen beitragen konnte, aber es war teilweise auch ein wenig Glück dabei. Ich kann nur sagen, dass ich mich auf diese Partie freue.“

„Dass wir jetzt fünf der letzten sieben Spiele zu Hause austragen, ist ein Vorteil für uns, weil wir in der Heidi Horten-Arena immer von einer guten Atmosphäre angespornt werden. Jetzt gegen Ende der Saison wird die Halle noch voller als zuvor, wir erhalten tollen Support und das beflügelt. Ich glaube auch, dass das bevorstehende Break uns helfen wird, das ist Zeit zur Regeneration für die vielen verletzten und angeschlagenen Spieler. Danach kommen wir mit geballter Kraft zurück in die Liga und können am Erreichen unserer Ziele weiterarbeiten.“