Der EC-KAC beschließt sein forderndes Feiertagsprogramm mit seinem sechsten Spiel innerhalb von zehn Tagen, am Montag erwarten die Rotjacken den HC Pustertal in Klagenfurt.

Zum Abschluss seines hochintensiven Programms rund um den Jahreswechsel mit sechs Partien in nur zehn Tagen tritt der EC-KAC (23 Siege, elf Niederlagen) in der win2day ICE Hockey League noch einmal zu Hause an. Am Montag, dem 5. Januar 2026, empfangen die Rotjacken mit dem HC Pustertal (19 Siege, 14 Niederlagen) erneut eine Top-Sechs-Mannschaft in der Heidi Horten-Arena. Die Begegnung beginnt um 19.15 Uhr und wird live auf Sporteurope.TV übertragen.

TICKETS

Für das Heimspiel gegen den HC Pustertal sind Sitzplatz- und VIP-Tickets bereits vergriffen. Noch verfügbar sind knapp 70 Stehplatzkarten sowie potenziell via Zweitmarkt freigegebene Dauerkartenplätze. Diese können durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC oder (sofern nicht schon zuvor ausverkauft) am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena bezogen werden.

BERICHTERSTATTUNG

Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie gewohnt im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen (Pay-per-View). Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 19.00 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at) im Kärntner Eishockeymagazin (ab 20.04 Uhr).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC kehrte nach den knappen Niederlagen in Ljubljana (2:3) und gegen Bolzano/Bozen (1:2 n.V.) am Samstagabend auf die Siegerstraße zurück, die Rotjacken setzten sich auswärts beim HC Innsbruck ohne je in Rückstand gelegen zu haben mit 4:1 durch. Der Rekordmeister stockte sein Punktekonto damit auf 71 auf und ist auf bestem Wege, sich vorzeitig für die Playoffs zu qualifizieren: Seit der Einführung des aktuellen Modus mit Pre-Playoffs (2021/22) reichten im Schnitt 79 Punkte, um sich am Ende des Grunddurchgangs in den Top-Sechs zu platzieren. Von den noch 14 ausständigen Partien werden die Rotjacken die Mehrheit von acht auf eigenem Eis austragen, in der Heidi Horten-Arena hat der EC-KAC in jedem seiner letzten 13 Spiele gepunktet (neun Siege, vier Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen). Wesentlicher Baustein der guten Heimbilanz ist das rot-weiße Penalty Killing, dessen Erfolgsquote vor heimsicher Kulisse (mit 84,8 Prozent) aktuell deutlich höher ist als in Auswärtspartien (79,0 Prozent). Auch insgesamt konnten sich die Rotjacken in den vergangenen Wochen meist auf ihre Defensive verlassen: In jedem der letzten 13 Ligaspiele lag die Anzahl der kassierten Gegentreffer unter dem Wert der Expected Goals Against.

Der HC Pustertal startete suboptimal in das neue Kalenderjahr: Am Donnerstag unterlagen die Wölfe vor heimischer Kulisse den Pioneers Vorarlberg trotz einer 2:0-Führung nach dem ersten Abschnitt mit 5:6 nach Penaltyschießen, am Samstag mussten sie im dritten Südtiroler Derby der Saison und ebenfalls auf eigenem Eis eine 3:5-Niederlage hinnehmen. Die Gelb-Schwarzen haben damit sieben ihrer jüngsten zehn Ligaspiele verloren, wodurch sie in der Tabelle auf den sechsten Rang (bzw. Position fünf im Ranking nach Punkteschnitt) zurückfielen. Einer besseren Zwischenbilanz steht auch das bislang durchwachsene Abschneiden gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte entgegen, der HCP gab im bisherigen Saisonverlauf gegen Mannschaften, die derzeit außerhalb der Top-Sechs liegen, bereits satte 22 Zähler ab. Besorgnis erregen dürften in Brunico/Bruneck insbesondere die in den vergangenen Wochen eingefahrenen Resultate fernab der Heimat: Der mit sieben Siegen aus den ersten acht Auswärtspartien brillant in das Spieljahr gestartete HC Pustertal kassierte am 31. Oktober im Lokalduell beim HCB Südtirol eine 1:9-Pleite, die eine fast vollständige Trendumkehr eingeleitet hat. Beginnend mit dieser Begegnung gingen sieben der jüngsten neun Auswärtsspiele verloren, seither wurden in der Fremde nur sieben von 27 möglichen Punkten eingefahren.

Die Geschichte:

Der seit 2001 so benannte HC Pustertal, davor ab 1954 als EV Bruneck firmierend, war bereits zwischen 1992 und 1998 in der Alpenliga und im Europäischen Ligacup Gegner des EC-KAC. Von den insgesamt acht Begegnungen dort endeten die erste unentschieden und die sieben folgenden mit einem rot-weißen Sieg. In einer gemeinsamen Liga sind die beiden Klubs erst seit 2021 wieder aktiv, als die Wölfe nach der Eröffnung der schmucken Intercable-Arena in die win2day ICE Hockey League aufgenommen wurden. Nicht zuletzt aufgrund der Playoff-Duelle im Halbfinale 2024 und im Viertelfinale 2025 standen sich der EC-KAC und der HC Pustertal seither bereits 28 Mal gegenüber. Die historische Bilanz weist 18 Klagenfurter Erfolge und deren zehn der Südtiroler aus, in Summe stehen 97:65 Tore zu Buche. Auf eigenem Eis siegte der österreichische Rekordmeister in zehn der 14 Duelle, darunter in acht der letzten neun ausgetragenen.

Die jüngste Begegnung zwischen den beiden Klubs liegt gut einen Monat zurück, am 3. Dezember setzten sich die Rotjacken in Brunico/Bruneck mit 4:0 durch. Den Grundstein für den Auswärtssieg legten die Kärntner bereits in der Anfangsphase der Partie, nach knapp 14 Minuten lagen sie schon mit 3:0 in Führung. Klagenfurt dominierte trotz des Fehlens von Jan Muršak am Faceoff-Punkt (59,6 Prozent Erfolgsquote) und stand in der Defensive sehr stabil: Von 50 Torschussversuchen der Gastgeber gingen nur 22 tatsächlich auf das Tor, in Sachen Shots on Goal aus dem Slot konnte Rot-Weiß die Wölfe auf sechs minimieren.

Personelles:

Kirk Furey und David Fischer müssen im Heimspiel am Montagabend unverändert auf die Langzeitverletzten Jordan Murray, Thomas Hundertpfund und Luka Gomboc verzichten. Ebenfalls nicht zur Verfügung stehen Jesper Jensen Aabo, der ein Comeback gegen Ende des laufenden Monats anstrebt, Maximilian Preiml, bei dem eine Rückkehr auf das Eis eher Tage als Wochen entfernt ist, und Oliver Lam, alle drei Genannten laborieren an Unterkörperverletzungen. Positive Signale gibt es von David Waschnig, der am Samstag in das Eistraining zurückgekehrt ist und bereits gegen den HC Pustertal wieder im Lineup stehen könnte. Bei Sebastian Dahm, der das Auswärtsspiel in Innsbruck am Samstag aufgrund einer leichten Unterkörperblessur ausgelassen hatte, ist zwischenzeitlich eine deutliche Besserung eingetreten, über seinen Einsatz wird am Spieltag entschieden.

Pre-Game-Kommentar:

„Aus Innsbruck nehme ich insgesamt positive Eindrücke mit: Wir haben Tore geschossen und den 4:1-Vorsprung über die Zeit gebracht. Wir wissen, dass wir uns in Tirol und generell gegen den HCI oft schwertun, daher können wir froh sein, dass es gut ausgegangen ist und wir wieder drei Punkte mit nach Hause genommen haben.“

„Der HC Pustertal agiert sehr physisch und körperbetont, sie sind offensiv stark und verfügen über großgewachsene Verteidiger, die auch gefährliche Schüsse anbringen. Wir dürfen diesem Gegner also nicht zu viele Räume geben. Wichtig wird unser Powerplay sein, das ist aktuell nicht gut genug, da müssen wir uns einfach steigern, auch wenn das gegen den HCP und sein gutes Penalty Killing nicht einfach ist. Wir werden am Spieltag in der Videoanalyse noch die eine oder andere Auffälligkeit beim Gegner entdecken, die wir zu unserem Vorteil nutzen wollen.“

„Ich weiß nicht, ob man von einem Lieblingsgegner sprechen kann, aber es in jedem Fall positiv, dass ich in beiden Saisonduellen treffen konnte. Der HC Pustertal ist ein Top-Sechs Team und es gibt ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man diesen Gegner beziehungsweise seinen Goalie schon bezwungen hat. Es gehört auch ein wenig Glück dazu, doch ich hoffe, ich komme wieder auf das Scoreboard.“

„Man spürt die Belastungen der intensiven letzten Tage schon, aber es gilt am Montag, die letzten Reserven im Tank anzuzapfen, denn danach wird der Spielplan etwas weniger dicht gedrängt. Wir werden alles am Eis lassen, dann haben wir auch eine Möglichkeit, diese Partie zu gewinnen.“

„In Heimspielen fühle ich mich sehr wohl, das trägt sicher zu meinen guten Scoring-Statistiken auf eigenem Eis bei. Es macht viel Spaß, vor unseren eigenen Fans zu spielen, ich hoffe, es läuft so weiter.“