Zum Abschluss seines Roadtrips bestreitet der EC-KAC (27 Siege, zwölf Niederlagen) am Freitag, dem 23. Januar 2026, sein letztes Auswärtsspiel für fast einen Monat. Die Rotjacken müssen auf acht Stammkräfte verzichten, treten aber unverändert als Tabellenführer beim aktuellen Zwölften, den Pioneers Vorarlberg (zwölf Siege, 25 Niederlagen), an. Der erste Scheibenaufwurf erfolgt um 19.30 Uhr, Sporturope.TV überträgt live.
BERICHTERSTATTUNG
Diese Begegnung ist nicht im Free-TV zu sehen, eine Livestream-Übertragung, produziert vom gastgebenden Klub, wird jedoch wieder auf Sporteurope.TV (Pay-per-View) angeboten, Sendungsbeginn ist um 19.15 Uhr. Radio Kärnten (online empfangbar über sound.orf.at) begleitet das Spiel im Kärntner Eishockeymagazin, das um 20.04 Uhr beginnt.
Die Ausgangssituation:
Der EC-KAC musste am Mittwoch im aufgrund der Olympischen Winterspiele vorgezogenen Auswärtsspiel beim HC Pustertal eine 2:3-Niederlage hinnehmen, die Rotjacken blieben dabei in der 39. Saisonpartie zum erst siebten Mal ohne Punktgewinn, vor dem Verlust in Südtirol hatten sie fünf Siege in Serie eingefahren. Klagenfurt führt die Tabelle unverändert sowohl in absoluten als auch in relativen Maßstäben (2,10 Punkte pro Saisonspiel) an. Der Rekordmeister ist auch weiterhin der einzige Klub im Bewerb, der auswärts mehr Zähler gesammelt hat (44) als zu Hause (38). Eine positive Tendenz zeigt auch das rot-weiße Überzahlspiel: Die Begegnung in Brunico/Bruneck war die vierte in Folge mit einem Powerplay-Treffer des EC-KAC, der in diesem Zeitraum 36,4 Prozent seiner Überzahl-Gelegenheiten mit einem Torerfolg beenden konnte. Weiterhin stark unterwegs ist der Tabellenführer in Even Strength-Phasen, sowohl die 103 erzielten Treffer als auch die Tordifferenz von +35 entsprechen dem ligaweit zweitbesten Wert hinter Titelverteidiger Salzburg. Am stärksten bemerkbar macht sich bei den Rotjacken die lange Liste an Ausfällen im Zweikampfverhalten, wo die schwindende Substanz in sieben der letzten neun Partien für eine Erfolgsquote von unter 50 Prozent gesorgt hat.
Den Pioneers Vorarlberg droht in ihrem vierten Spieljahr in der win2day ICE Hockey League zum dritten Mal das Verpassen der Pre-Playoffs: Aktuell liegen sie auf Tabellenplatz elf, müssten in ihren verbleibenden elf Partien also zumindest zwei Teams (von denen sie aktuell durch zumindest zehn Punkte getrennt sind) überholen. Realistisch ist der Sprung in die Top-Ten nur dann, wenn in den ausständigen Begegnungen ein Punkteschnitt jenseits der 2,10 verbucht wird, aus den bislang 37 Saisonspielen steht ein Wert von 0,97 in der Bilanz. Die Formkurve der Pioneers gibt dahingehend zumindest Hoffnung, von den sechs Partien im aktuellen Monat wurden vier gewonnen. Für eine maßgebliche Verbesserung in der Tabelle müssen die Vorarlberger zweifellos ihr Output in der Offensive steigern, derzeit sind sie mit 2,32 aus dem Spiel heraus erzielten Treffern pro Saisonspiel die am wenigsten durchschlagskräftige Mannschaft in der Liga. Das liegt zu einem wesentlichen Teil auch am insgesamt ineffektiven Powerplay, dessen saisonale Erfolgsquote (9,4 Prozent) mittlerweile unter die 10-Prozent-Marke abgerutscht ist. Die Pioneers konnten von ihren letzten 38 Phasen numerischer Überlegenheit nur zwei in einen Torerfolg konvertieren.
Die Geschichte:
Seit die Pioneers Vorarlberg im Jahr 2022 in die win2day ICE Hockey League gekommen sind, bestritten sie 21 Spiele gegen den EC-KAC, von denen die Rotjacken 15 zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Von den letzten acht Aufeinandertreffen gingen sieben an Klagenfurt, nur das erste Duell in der laufenden Saison, ausgetragen am letzten Spieltag vor der Länderspielpause im November, holten sich die Montfortstädter im Penaltyschießen. In Feldkirch trat der EC-KAC bislang zehn Mal gegen die Pioneers an und blieb dabei in sieben Fällen siegreich. Bemerkenswert war in diesen Begegnungen die defensive Stabilität der Kärntner, die im Verlauf der zehn Auftritte nur zwölf Gegentreffer aus dem Spiel heraus zuließen. Die Vorarlberger hatten in der jüngeren Vergangenheit gegen den Rekordmeister vor allem bei numerischem Vorteil einige Probleme: Seit dem sechsten und letzten Viertelfinal-Duell am 13. März 2024 haben die Pioneers in sieben Spielen (und 30 Überzahlphasen mit einer Gesamtdauer von 59:35 Minuten) keinen Powerplay-Treffer mehr gegen die Rotjacken erzielt.
Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Klubs datiert vom 19. Dezember, als sich der EC-KAC auf eigenem Eis mit 5:2 durchsetzen konnte. Die Klagenfurter schossen bis knapp nach Spielhälfte eine 3:0-Führung heraus, nach zwei Treffern der Gäste fixierte Mathias From mit zwei Toren in den letzten fünf Spielminuten – eines bei „Fünf-gegen-Drei“ und eines in den verwaisten Kasten – den rot-weißen Erfolg. Die Pioneers agierten über weite Strecken der Partie mit nur drei Linien, vermochten ihr Spiel aber durchaus ansehnlich zu gestalten. Einem besseren Resultat aus ihrer Sicht stand insbesondere die fehlende Genauigkeit entgegen: Nur 40,0 Prozent der Torschussversuche waren tatsächliche Shots on Goal, was dem niedrigsten Wert eines KAC-Gegners in der bisherigen ICE-Saison entsprach.
Personelles:
Die Mannschaft des EC-KAC verblieb nach dem Spiel am Mittwochabend in Brunico/Bruneck, wo Teile des Teams am Donnerstag eine leichte Eis-Einheit absolvierten, ehe der rot-weiße Tross am frühen Nachmittag nach Vorarlberg weiterreiste. Beim Spiel gegen die Pioneers am Freitag muss der Trainerstab unverändert auf die sieben aktuell verletzten Spieler (Josh Teves, David Maier, Jesper Jensen Aabo, Jordan Murray, Oliver Lam, Thomas Hundertpfund und Luka Gomboc) verzichten, wenngleich die drei Import-Verteidiger bereits alle wieder in das leichte Eistraining (bzw. im Fall des Dänen sogar in das Mannschaftstraining) eingestiegen sind. Ebenfalls nicht zur Verfügung steht der gegen den HC Pustertal nach dem Startdrittel verletzt ausgefallene Mario Kempe. Erste Diagnosen deuten nicht auf einen längerfristigen Ausfall hin, mehr Klarheit wird aber erst eine weiterführende Evaluierung nach der Rückkehr des Schweden nach Klagenfurt bringen.
Pre-Game-Kommentar:
„Wir haben im Pustertal ein solides Auswärtsspiel gemacht, von Beginn an bis zum Ende, leider haben wir es in der Schlussphase aus der Hand gegeben und sind in den letzten drei Minuten nicht mehr zum Ausgleich gekommen. Ich glaube, die Leistung war okay, trotzdem gingen wir leer aus. Das war nach den fünf Siegen hintereinander ein wenig enttäuschend, aber es bleibt nicht viel Zeit, um groß nachzudenken, morgen geht es schon wieder weiter.“
„Mit den Verletzungen müssen wir einfach leben, das ist der Sport. Mit Mario Kempe ist nun neuerlich ein Mitspieler weg, hoffentlich fehlt er nicht zu lange. Aber der nächste Spieler wird aufrücken, wir versuchen, die Eiszeit auf alle dreieinhalb Linien aufzuteilen, so kommt jeder zu seinen Wechseln. In einer Lage wie der aktuellen ist es wichtig, noch ein wenig schlauer zu spielen, noch zuverlässiger und präziser im System. Wenn wir das machen, werden wir in Vorarlberg vielleicht eine neue Siegesserie starten. Dann hoffen wir, dass so bald wie möglich alle Verletzten wieder in die Mannschaft zurückkommen.“
„Die Pioneers sind sehr heimstark, es ist immer schwierig, in der Vorarlberghalle zu spielen. Wir waren im November nicht die erste Mannschaft und seither auch nicht die letzte, die dort verloren hat. Das ist ein starker, unangenehmer Gegner, der fast über seinen kompletten Kader verfügt. Wir stehen vor einer Herausforderung, werden aber wieder alles investieren, um einen sicher harten Kampf für uns zu entscheiden und hoffentlich Punkte aus Vorarlberg mitzunehmen.“
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