Eine unnötige, jedoch nicht unverdiente 1:2-Niederlage am Dienstag in Ungarn sorgte dafür, dass es in der Playoff-Viertelfinalserie der win2day ICE Hockey League zwischen dem EC-KAC und Fehérvár AV19 nach zwei von maximal sieben Spielen ausgeglichen 1:1 steht. Das dritte Duell steigt am Donnerstag, dem 19. März 2026, wieder in Klagenfurt. Spielbeginn in der Heidi Horten-Arena ist um 19.15 Uhr, ORF Sport+ überträgt live.
TICKETS
Für das dritte Spiel im Playoff-Viertelfinale behalten Tickets für die ursprünglich am vergangenen Samstag angesetzte Begegnung ihre Gültigkeit. Dementsprechend sind alle Sitzplatzkarten bereits vergriffen, noch verfügbar sind drei VIP- und rund 30 Stehplatzkarten. Diese können durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC bezogen werden. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena, die am Spieltag um 17.45 Uhr öffnet, dient nur noch als Abholort hinterlegter Eintrittskarten.
BERICHTERSTATTUNG
Die dritte Viertelfinalbegegnung wird von ORF Sport+ live übertragen, die Sendung, die auch im Livestream auf on.orf.at verfügbar ist, beginnt um 19.05 Uhr. Der unkommentierte Feed der Übertragung wird auch auf Sporteurope.TV ausgestrahlt. Über den Verlauf der Begegnung informiert zudem (ab 19.04 Uhr) das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at).
Die Ausgangssituation:
Der EC-KAC musste am Dienstagabend im Auswärtsspiel in Ungarn den 1:1-Ausgleich in der „Best-of-Seven“-Serie akzeptieren, wobei mangelnde Effizienz in der Offensive die Hauptursache für die 1:2-Niederlage darstellte. Die Klagenfurter (12:08 Minuten bei Even Strength) verbrachten deutlich mehr Zeit mit Puckbesitz im Angriffsdrittel als Fehérvár AV19 (7:40), kreierten aber (mit neun) nur gleich viele Torschüsse aus dem Slot wie der Gegner. So gelang den Rotjacken bei 3,40 Expected Goals nur ein einziger Treffer, größer war diese Differenz beim EC-KAC in keinem der vorangegangenen 49 Saisonspiele in der Liga. Grundsätzlich betritt der Rekordmeister aktuell kein unbekanntes Terrain: In jeder der vergangenen fünf Saisonen stand es in den Viertelfinalserien mit rot-weißer Beteiligung nach zwei Begegnungen unentschieden, in historisch 29 „Best-of-Seven“-Serien mit einer 1:0-Führung kassierte man in fast der Hälfte der Fälle (14) eine Niederlage in Spiel zwei. Der nunmehrige Zwischenstand ergab sich in Konfrontationen, die über sieben Partien angesetzt waren, für Rot-Weiß bislang 27 Mal, 16 davon endeten für die Kärntner positiv. Bestritt der EC-KAC beim Serienstand von 1:1 die dritte Begegnung zu Hause, hat er dieses Spiel seit der Finalserie 2011 gegen Salzburg sieben Mal hintereinander auch stets gewonnen.
Fehérvár AV19 präsentierte sich am Dienstag auf der kleineren Eisfläche in seiner Heimarena deutlich aggressiver und ambitionierter als noch im ersten Duell der Viertelfinalserie am Sonntag in Klagenfurt. Zwar gaben die Ungarn vor eigenem Publikum nur 19 Torschüsse ab, davon kamen aber neun aus dem Slot, gegenüber der Auftaktpartie konnte dieser Anteil also von 25,0 auf 47,4 Prozent fast verdoppelt werden. Zum Serienausgleich gelangte die Truppe von Head Coach Ted Dent mit einer Forcierung der Spitzenkräfte – Verteidiger Joel Messner etwa kratzte in Spiel zwei an der 30-Minuten-Marke – und beherztem Handeln in der Defensivzone, wie beispielsweise 18 geblockte Schüsse belegen. Ein Zwischenstand von 1:1 nach zwei von maximal sieben Begegnungen hat für Székesfehérvár tendenziell eher Seltenheitswert: Seit dem Liga-Einstieg im Jahr 2007 sind lediglich vier Fälle dokumentiert, drei Mal verloren die Magyaren danach die Serie, nur aus dem Halbfinalduell mit dem EC VSV (2022) gingen sie aus dieser Position heraus siegreich hervor. Um auch heuer in die Vorschlussrunde einzuziehen, benötigen die Roten Teufel zumindest einen Auswärtssieg in Klagenfurt, wo sie zuletzt aber keinen leichten Stand hatten: Jeder der letzten vier Auftritte in der Kärntner Landeshauptstadt endete für sie mit einer Niederlage, dabei gelangen in Summe auch nur fünf Treffer. In der Ligageschichte stehen für Fehérvár AV19 aus 47 Partien beim EC-KAC lediglich zwölf Erfolge zu Buche.
Personelles:
Dem EC-KAC fehlen am Donnerstag definitiv Jordan Murray, Thomas Hundertpfund und Luka Gomboc. Die Stürmer Mathias From (Erkrankung) und Mario Kempe (Oberkörperverletzung), die seit Ende Februar bzw. Anfang März ausgefallen waren, sind am Montag in das leichte Eistraining zurückgekehrt, ob sie im dritten Viertelfinalspiel wieder mit von der Partie sein können, entscheidet sich nach dem Morning Skate am Spieltag. Gleiches gilt für Verteidiger Clemens Unterweger, der am Dienstag in Székesfehérvár aufgrund einer Erkrankung kurzfristig passen musste.
Pre-Game-Kommentar:
„Ich habe mich sehr gefreut, dass sich vor dem späten Transferschluss die Möglichkeit aufgetan hat, für die Playoffs nach Klagenfurt zurückzukommen. Dass ich jetzt mein 250. Ligaspiel für den EC-KAC gemacht habe, wusste ich gar nicht, aber das Tor am Dienstag in Ungarn hat natürlich gutgetan, wie immer, wenn man in eine neue Mannschaft kommt. Leider ist das Spiel aber nicht so ausgegangen, wie wir uns das vorgestellt hatten, daher wollen wir am Donnerstag gleich wieder zurückschlagen.“
„Nach meiner Rückkehr war alles gut, ich wurde sehr herzlich aufgenommen, wir hatten gleich viel Spaß, die meisten Teamkollegen kenne ich ja. Dann kam es zum Zwischenfall mit Jordan Murray, der für uns alle mental eine extreme Belastung war. Die Mannschaft ist in den Tagen seither noch enger zusammengerückt als sie es ohnehin schon war, das ist eine richtige Familie und es ist schön, dass ich ein Teil davon sein kann.“
„Wir haben uns am Dienstag zu viel auf die Emotionen eingelassen, der Fokus war teilweise zu wenig auf das Spiel und zu sehr auf den Gegner und die Schiedsrichter gerichtet. Das soll eigentlich nicht so sein und ist sonst auch nicht unsere Art. Für Donnerstag gilt es also, das völlig auszublenden, die Gegner können machen, was sie wollen, wir müssen uns darauf konzentrieren, unser Spiel durchzuziehen. Wenn das gelingt, wird das Resultat ganz anders aussehen.“
„Spielerisch muss gegenüber der zweiten Partie eine Verbesserung zwischen den beiden blauen Linien her, wir müssen die Scheiben wieder vermehrt hinter die Abwehr des Gegners bringen und Druck ausüben, so, wie wir das im Heimspiel am Sonntag über weite Strecken getan haben. Dann werden wir auch wieder erfolgreich sein.“
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