Am Montagabend kehrt die Playoff-Viertelfinalserie zwischen dem EC-KAC und Fehérvár AV19, die bislang vier Heimsiege brachte, nach Klagenfurt zurück. Den Ausblick auf das richtungsweisende fünfte Duell liefert kac.at.

Bei ausgeglichenem Zwischenstand wechselt die im Zwei-Tages-Rhythmus ausgetragene Playoff-Viertelfinalserie zwischen dem EC-KAC und Fehérvár AV19 wieder nach Klagenfurt: Am Montag, dem 23. März 2026, genießen die Rotjacken im fünften der bis zu sieben Duelle neuerlich Heimrecht. Der Spielbeginn wurde per Entscheidung der win2day ICE Hockey League auf 19.30 Uhr nach hinten verlegt, eine Liveübertragung der Begegnung erfolgt durch den ORF.

TICKETS

Für das dritte Heimspiel des EC-KAC im Viertelfinale sind Sitzplatzkarten bereits vergriffen, noch verfügbar sind (neben den letzten zwei VIP-Tickets) rund 190 Stehplatzkarten. Diese können durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC unter tickets.kac.at sowie am Spieltag ab 18.00 Uhr an der Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena bezogen werden.

BERICHTERSTATTUNG

Die fünfte Viertelfinalbegegnung wird vom ORF live übertragen: Ab 19.25 Uhr ist der Livestream auf on.orf.at verfügbar, zu einem späteren Zeitpunkt – circa um 20.00 Uhr – steigt auch ORF Sport+ ein. Der unkommentierte Feed der Übertragung wird auch auf Sporteurope.TV ausgestrahlt. Über den Verlauf der Begegnung informiert zudem (ab 19.30 Uhr) das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC musste sich am Samstagabend auswärts beim Grunddurchgangszehnten mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben und damit den neuerlichen Ausgleich in der Viertelfinalserie gegen Fehérvár AV19 hinnehmen. Die Rotjacken haben nun saisonübergreifend sechs Playoff-Auswärtsspiele hintereinander verloren und sind daher am Montagabend auf eigenem Eis dazu gezwungen, einen dritten Heimsieg in dieser KO-Konfrontation einzufahren, um nicht zwei Tage später in äußerst misslicher Lage nach Székesfehérvár reisen zu müssen. Ein Zwischenstand von 2:2 in einem „Best-of-Seven“-Duell ist für den Rekordmeister nichts Außergewöhnliches, mit einem solchen hatte er bislang bereits 16 Mal in seiner Klubgeschichte umzugehen. Acht dieser Serien endeten positiv für Rot-Weiß, ebenso viele negativ. Sehr hohe Bedeutung kam in diesen Situationen wenig überraschend stets der fünften Begegnung zu: Der Sieger dort holte sich in 13 von 16 Fällen später auch die Serie. Ein auf eigenem Eis ausgetragenes Spiel fünf bei 2:2-Serienstand hat der EC-KAC noch nie in 60 Minuten verloren, fünf Siegen stehen zwei Overtime-Niederlagen (gegen den HCB Südtirol 2018 und den EC Salzburg 2024) gegenüber. Um am Montag wieder vorzulegen, bedarf es bei den Rotjacken definitiv einer Steigerung der Effizienz: Während die Klagenfurter in den bisherigen zwei Heimspielen bei Even Strength 15,6 Prozent ihrer Torschüsse in einen Treffer verwandeln konnten, lag die Erfolgsquote auswärts bei nur 4,1 Prozent, also nahezu vier Mal niedriger.

Wie in seinem ersten Heimspiel im Viertelfinale drehte Fehérvár AV19 auch die Partie am Samstag nach einem 0:1-Rückstand zur ersten Pause. Damit haben die Magyaren jede ihrer drei auf eigenem Eis ausgetragenen Partien in der Post Season gewonnen, obwohl der Gegner stets den ersten Treffer der Begegnung erzielt hatte. Im gesamten Grunddurchgang war ihnen das zu Hause nur vier Mal gelungen. Beim Overtime-Heimsieg zum Serienausgleich profitierte die Truppe von Head Coach Ted Dent stark von zahlreichen Klagenfurter Turnovern, insgesamt hielt sie aber anders als in den bisherigen Auswärtsspielen auch läuferisch mit den Rotjacken mit. Das Duell in der MET Aréna war im ligaweit 17. Viertelfinalspiel in dieser Saison das erste, in dem beide beteiligten Teams im Powerplay trafen, insgesamt sind Überzahlspiele in den bisherigen Playoffs – Erfolgsquote aller acht Teams: 9,7 Prozent – aber noch ein fast zu vernachlässigender Faktor. In der Serie zwischen Klagenfurt und Székesfehérvár liegt der Wert allerdings nahezu doppelt so hoch, beide Teams konvertierten in den bislang vier Partien jeweils zwei von elf Powerplays in einen Treffer. Um in der Viertelfinalkonfrontation mit dem EC-KAC zum ersten Mal in Führung zu gehen, muss Fehérvár AV19 seinen Auswärtskomplex überwinden: Pre-Playoffs weggerechnet, haben die Ungarn jedes ihrer letzten saisonübergreifend elf Auswärtsspiele der Post Season verloren, der letzte Erfolg in der Fremde datiert vom 1. April 2022, als man mit einem 4:1-Erfolg beim EC VSV die damalige Finalteilnahme sicherstellte.

Personelles:

Dem EC-KAC sollte am Montag mit Ausnahme der Langzeitausfälle Jordan Murray, Thomas Hundertpfund und Luka Gomboc der komplette Kader zur Verfügung stehen. Clemens Unterweger, der in den Viertelfinalspielen zwei, drei und vier aufgrund einer Erkrankung nicht mitwirken konnte, kehrte am Sonntagvormittag in den Trainingsbetrieb zurück und stand bei der optionalen Einheit wieder am Eis. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass der Verteidiger im Heimspiel wieder im Lineup aufscheinen wird. Der stellvertretende Kapitän hätte dann in der aktuellen Viertelfinalserie mit drei gleich viele Playoff-Spiele verpasst wie in seiner gesamten vorangegangenen KAC-Karriere (86 ausgetragene Post Season-Partien der Rotjacken ab 2018).

Pre-Game-Kommentar:

„Wir müssen uns auf Video ansehen, welche die Gründe für die neuerliche Auswärtsniederlage waren. Ich persönlich kann es mir nicht erklären, warum wir in Székesfehérvár jetzt zwei Mal so aufgetreten sind, in beiden Partien agierte der Gegner schlauer als wir. Wir müssen einen Weg finden, uns auch auswärts gegen sie durchzusetzen, sonst wird es schwer.“

„Dass wir uns wie schon in den letzten Jahren im Viertelfinale eher schwertun, hat viele Gründe. Ein paar Spieler in unserem Team brauchen etwas, um in den Playoff-Rhythmus zu kommen. Da spielen viele Faktoren mit, aber jetzt muss dann wirklich jeder bereit sein und sich an der eigenen Nase nehmen, wir haben keine Zeit mehr, um in Schwung zu kommen.“

„Für mich gilt wie immer als oberste Prämisse, dass wir – alle vier Linien – unser Spiel durchziehen müssen. Hinten braucht es mehr Stabilität und weniger Fehler, vorne ist wieder eine Effizienzsteigerung nötig. Wenn wir das so umsetzen, schaut es für uns immer gut aus, dann gelten wir auch als Favorit. Aber wir müssen auf diese kleinen Details, in denen derzeit noch der Hund begraben liegt, achten, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung werden wir das auch lösen.“

„Seit ich beim EC-KAC bin, haben wir in den Playoffs immer das gleiche Mindset, wenn wir dieses abrufen und am Eis umsetzen, klappt es auch und wir sind erfolgreich. Das Ausscheiden von Salzburg und Bolzano zeigt, dass die Liga wieder ein Stück besser und ausgeglichener wurde und dass es in den Playoffs schnell gehen kann. Wir werden verhindern, dass es uns gleich ergeht.“