Der EC-KAC will seine am Freitag holprig, aber doch eingeleitete Trendumkehr am Sonntagabend im Heimspiel gegen den EC Salzburg bestätigen, kac.at blickt auf das Duell mit den Roten Bullen, die zuletzt einen klaren Formanstieg zu verzeichnen hatten.

Die zehnte Runde der win2day ICE Hockey League 2026/27 bringt am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, das bereits zweite Saisonduell zwischen dem EC-KAC (sechs Siege, drei Niederlagen) und dem EC Salzburg (vier Siege, fünf Niederlagen). Die Begegnung zwischen dem derzeitigen Dritten und dem Siebten der Tabelle wird von ORF Sport+ live übertragen, Spielbeginn in der Heidi Horten-Arena ist um 17.30 Uhr.

TICKETS

Für das Heimspiel des EC-KAC gegen Salzburg sind Sitzplätze bereits vergriffen, via Zweitmarkt können aber von Abonnent/innen bis Spielbeginn noch (vereinzelte) Karten verfügbar gemacht werden. Noch erhältlich sind rund zehn VIP- und 220 Stehplatzkarten. Diese können durchgehend über den Online-Ticketshop des EC-KAC bezogen werden. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena öffnet am Spieltag um 16.00 Uhr.

BERICHTERSTATTUNG

Das bereits zweite Saisonduell zwischen Klagenfurt und Salzburg wird auf ORF Sport+ übertragen, Sendungsbeginn ist – wie im dazugehörigen Livestream auf on.orf.at – um 17.20 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at) im Kärntner Eishockeymagazin (ab 18.04 Uhr).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC beendete am Freitagabend seine längste Serie an Grunddurchgangsspielen hintereinander ohne Punktgewinn seit Februar 2022, die Rotjacken fuhren bei den Pioneers Vorarlberg einen 5:4-Erfolg nach Penaltyschießen ein, waren damit aber auch das erste Team in der Liga, das in der laufenden Saison einen Zähler gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht abgeben musste. Der Rekordmeister verlor im Ranking einen Platz und findet sich nun auf Position drei wieder, in der Reihung nach Punkteschnitt nimmt er die vierte Stelle ein. Die offensive Produktivität der Klagenfurter ist trotz der schwachen Vorwoche mit nur drei Treffern in drei Begegnungen unverändert überdurchschnittlich, noch zu wünschen übrig lässt hingegen die Stabilität in der Defensive: Aktuell haben in Spielsituationen bei numerischem Gleichstand am Eis nur die Pioneers Vorarlberg und der Ferencvárosi TC pro Begegnung mehr Gegentreffer bei Even Strength zugelassen als der EC-KAC (2,33).

Der EC Salzburg musste unter der Woche in der Champions Hockey League wie der EC-KAC die letzte Hoffnung auf den Aufstieg in das Achtelfinale begraben, in der win2day ICE Hockey League rehabilitierten sich die Roten Bullen dafür am Freitag mit einem klaren 6:1-Auswärtssieg bei Fehérvár AV19. Stürmer Peter Schneider verbuchte dabei zwischen der 31. und 49. Spielminute einen Hattrick und stellte damit seine blendende Form – neun Treffer in den letzten sechs Ligaspielen – unter Beweis. Nach dem für Salzburger Verhältnisse schlimmen Saisonstart mit vier Niederlagen in Folge befindet sich der Klub aus der Mozartstadt in der Liga deutlich auf dem Vormarsch, vier Siege aus den jüngsten fünf Partien führten ihn wieder an die Top-Sechs der Tabelle heran. Wesentlichen Anteil am Aufschwung der vergangenen Wochen hatte das Powerplay: Acht Überzahltreffer und eine Erfolgsquote von 44,4 Prozent im Spiel bei numerischem Vorteil stehen aus den letzten fünf Begegnungen zu Buche.

Die Geschichte:

Seit der Neugründung von Österreichs höchster Spielklasse im Jahr 2000 hat der EC-KAC gegen keinen anderen Klub mehr Spiele bestritten als gegen den EC Salzburg. Am Sonntag treffen die beiden Teams, die sechs der letzten sieben in der Liga vergebenen Meistertitel unter sich aufgeteilt haben, zum bereits 187. Mal aufeinander. Die historische Bilanz spricht dabei mit 103 gegenüber 83 Siegen recht klar für die Roten Bullen, die in der jüngeren Vergangenheit auch auf Klagenfurter Eis starke Resultate einfahren konnten: Seit aus der Stadthalle die Heidi Horten-Arena wurde, gewann Salzburg zehn seiner 16 Gastspiele in der Kärntner Landeshauptstadt, darunter auch die letzten vier hintereinander. Der jüngste KAC-Heimsieg gegen die Mozartstädter liegt fast zwei Jahre zurück und datiert vom 22. Dezember 2024.

In der laufenden Saison trafen die beiden Klubs bereits aufeinander, am 18. September, dem ersten ICE-Spieltag 2026/27, fuhren die Rotjacken einen überragenden 7:1-Auswärtserfolg in Salzburg ein und feierten damit ihren höchsten Sieg im Volksgarten seit dem Ligaeinstieg der Red Bulls im Jahr 2004 (und 93 rot-weißen Auftritten dort). Der EC-KAC erwies sich in dieser Begegnung als Meister der Effizienz und konvertierte sieben seiner 19 Torschüsse in Treffer, so kamen die Klagenfurter zu einem Kantersieg, obwohl sie in der Kategorie Expected Goals im Hintertreffen lagen (2,38 gegenüber 2,58).

Personelles:

Beim EC-KAC ist für die Partie am Sonntag gegen Salzburg die Rückkehr von Jan Muršak in das Lineup vorgesehen. Fraglich ist hingegen die Mitwirkung seines Linienkollegen Nick Petersen, der aktuell angeschlagen ist und nach einem Ruhetag erst am Spieltag genauer untersucht wird. In jedem Fall fehlen werden die Langzeitverletzten Sebastian Dahm, Jacob Hudson, Fabian Hochegger und Matt Fraser. Filip Simović und Stefan Klassek, die am Freitag im Aufgebot der Kampfmannschaft standen, laufen am Samstag wieder im Future Team auf, das auswärts beim amtierenden AHL-Meister HC Gherdëina gastiert. Zum ersten Mal das rot-weiße Trikot überstreifen wird im Spiel gegen die Roten Bullen Neuzugang Mareks Mitens, der in der Nacht zum Samstag in Klagenfurt eingetroffen ist und vorerst bis November gemeinsam mit Florian Vorauer das Goalie-Tandem der Rotjacken bildet.

Pre-Game-Kommentar:

Maximilian Preiml

„Wir haben es am Freitag geschafft, wieder einmal als Sieger vom Eis zu gehen, auch wenn es sicherlich nicht unser bestes Spiel war. Es ist dringend notwendig, dass wir die vielen Turnovers vermeiden, die haben uns schon in Vorarlberg sehr geschadet und wären gegen Salzburg morgen noch schwerwiegender. Ein guter Beginn und anschließend 60 Minuten bei unserem Eishockey bleiben, dann haben wir eine gute Chance, die Red Bulls wie zu Saisonbeginn zu bezwingen.“

„Ich versuche, meine Stärken in unser Spiel einzubringen und meine Beiträge möglichst konstant zu halten. Mit Will MacKinnon verstehe ich mich am Eis sehr gut, wir haben in den letzten Partien gemeinsam unseren Job recht ordentlich erledigt, hinten über weite Strecken dichtgehalten und vorne die Pucks auf das Tor gebracht. Besser geht es aber natürlich immer.“

„Wir rechnen am Sonntag mit einer gänzlich anderen Salzburger Mannschaft als zur Saisonpremiere im September. Damals nahmen wir ihnen mit einem frühen Tor viel Wind aus den Segeln, umso mehr denke ich, dass sie am Sonntag sehr hart aus der Kabine kommen werden. Wie schon gesagt, hat es für uns oberste Priorität, die Zahl der Turnovers zu verringern, außerdem müssen wir wieder mehr Nord-Süd- als Ost-West-Eishockey spielen, also geradliniger und vertikaler agieren.“

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