Der EC-KAC ging bereits nach 63 Sekunden in Führung: Matt Fraser fing im zentralen Rückraum einen versuchten Pass von Goalie Bence Bálizs ab, driftete nach links und schlenzte, via Oberarm des Torhüters segelte sein Schuss hoch in die kurze Ecke (2.). Eine Obersteiner-Vorlage mit dem Schlittschuh ließ Fabian Hochegger frei vor dem Torraum zum Abschluss kommen, Bálizs packte mit dem Fänger zu (5.). Auf der Gegenseite parierte Florian Vorauer einen Bengtsson-Wristshot von der blauen Linie aus (5.), dann verdoppelte der EC-KAC seinen Vorsprung: Clemens Unterweger passte beim Verlassen der eigenen Zone diagonal durch das Mitteldrittel, rechts überlief Maximilian Preiml seinen Gegenspieler auf der Außenbahn und überraschte den ungarischen Schlussmann schließlich hoch in der kurzen Ecke (9.). Als der Puck mehrfach abgelenkt vor das KAC-Gehäuse rutschte, wo Zsombor Galajda freistand, wurde dieser von Vorauer verneint (12.). Im ersten Klagenfurter Überzahlspiel des Abends schoss Jesper Jensen Aabo aus dem linken Rückraum, Matt Fraser fälschte an den Hashmarks gefährlich ab, die Scheibe landete jedoch nur am Pad des Goalies (17.). Besser machte es in seinem ersten Powerplay Ferencváros: Nach doppeltem Seitenwechsel schlenzte Rasmus Bengtsson den Puck von der Mitte der blauen Linie aus hoch in die Maschen, der Schuss war noch leicht abgefälscht und war daher schwer zu parieren (17.). Nach einem Steilpass sprintete Finn van Ee mittig auf und davon, er scheiterte am Ende seines Sololaufs aber an Bence Bálizs (19.). Der Goalie war in der Schlussminute des ersten Durchgangs im Glück, als ein abgefälschter Jensen Aabo-Rückhandschuss aus der Distanz nur um Zentimeter an der Stange vorbei hoppelte (20.).
Ein rot-weißer Turnover in der eigenen Zone leitete im zweiten Abschnitt die erste Chance der Gäste ein: Jussi Tammela passte aus halblinker Position scharf an den Torraum, wo zwei Kollegen warteten, Florian Vorauer fuhr rettend den Beinschoner aus (24.). Im Gegenzug trafen die Rotjacken: Nick Petersen schlenzte aus dem Zentrum, der Puck ging daneben, sprang von der Bande aber in den Bereich des Tores zurück, wo er von Mathias From aus spitzem Winkel über die Linie gedrückt wurde (24.). Im nächsten KAC-Konter parierte Bálizs mit der Fanghand gegen Daniel Obersteiner (24.), der Goalie machte auch alles zu, als sich Josh Teves von der neutralen Zone aus steil und zwischen zwei Gegenspielern hindurch bis zum Tor durchgetankt hatte (28.). Ein gezogener Wristshot von Matt Fraser aus dem hohen Slot landete auf der Schulter des Torhüters, dann waren die Klagenfurter defensiv gefordert: Im Powerplay für die Ungarn fing From im letzten Moment einen aussichtsreichen Lindgren-Pass an den Torraum ab (33.). Die Rotjacken überstanden anschließend auch eine 48-sekündige „Drei-gegen-Fünf“-Phase unbeschadet, bei einfacher numerischer Überlegenheit lenkte István Sofron am Torraum einen Coulter-Querpass mit der Schlägerschaufel ab, Florian Vorauer machte sich breit und wehrte ab (34.). Der nächste Treffer ging damit wieder auf das Konto des Rekordmeisters: Thimo Nickl brachte im rechten Rückraum einen Haken an, glitt noch ein paar Schritte und zog ab, Johannes Dobrovolny bugsierte den Rebound aus kurzer Distanz über die Linie und erzielte damit sein erstes Kampfmannschaftstor auf eigenem Eis (37.). Als spät im zweiten Drittel Marek Hudec das Spielgerät von der linken Halfwall aus ins Getümmel vor dem Crease brachte, hechtete Klagenfurts Goalie nach der Scheibe und fror sie noch rechtzeitig ein (40.).
Die Anfangsphase des Schlussabschnitts gehörte ganz den Ungarn: Zunächst scheiterte Jussi Tammela nach Haken auf die Rückhand noch an Florian Vorauer, Sekunden später trafen die Gäste aber wieder. Einen Lindgren-Schlenzer aus dem rechten Rückraum wehrte der KAC-Schlussmann mit dem Catcher nicht sauber ab, Tyler Coulter kehrte den Abpraller ins halbleere Tor ein (41.). Vorauer parierte dann einen flachen Handgelenksschuss von Antonen nach rot-weißem Turnover mit dem Beinschoner (42.), auf der anderen Seite kam Raphael Herburger über rechts zum partiellen Breakaway, an dessen Ende er den Puck allerdings über das Gehäuse schaufelte (44.). Der KAC-Stürmer verpasste im Powerplay einen scharfen Muršak-Querpass vor dem halbleeren Kasten nur um Sekundenbruchteile (48.), als wieder „Fünf-gegen-Fünf“ gespielt wurde, zeichnete sich Florian Vorauer zwei Mal stark aus: Sowohl ein aussichtsreicher Green-Rebound als auch der Kestilä-Onetimer vor der langen Stange nach tiefem „Drei-gegen-Eins“ wurden zur Beute des Goalies (jeweils 49.). Das vierte Überzahlspiel für die Gäste erlebte fünf rot-weiße Befreiungen und keinen Torschuss, danach kamen die Rotjacken zu einer ursprünglich gut eineinhalbminütigen „Fünf-gegen-Drei“-Phase, die sie mit ihrem fünften Treffer der Partie vorzeitig beendeten: Mathias From passte links aus der Tiefe scharf an den Torraum, Nick Petersen hielt seine Schlägerschaufel so hin, dass die Scheibe präzise in der langen Kreuzecke landete (53.). Einen etwas glücklich zu ihm an den Torraum springenden Puck legte sich Matt Fraser noch auf die Rückhand, Bence Bálizs parierte (54.), bei einem „Zwei-gegen-Eins“-Konter der Grün-Weißen nahm Thimo Nickl den finalen Coulter-Querpass weg (56.). In der Schlussphase stemmte sich Florian Vorauer erfolgreich Gordie Green am langen Pfosten (57.) sowie András Mihalik aus dem Slot (58.) und damit einem dritten Gegentreffer entgegen, der EC-KAC entschied auch das vierte Saisonduell mit dem Ferencvárosi TC für sich.
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Das war ein schweres Spiel. Wir wussten, dass Ferncváros in der neutralen Zone sehr kompakt agiert und wir daher durch das Mitteldrittel nicht so viel Geschwindigkeit kreieren können. Der Start war mit dem frühen Tor günstig, insgesamt war das aber eine Partie, in der nicht ganz so viel passiert ist. Das letzte Drittel war nicht zufriedenstellend, in diesem hat nur Florian Vorauer groß aufgespielt, er hat einmal mehr stark gehalten. Es ist völlig klar, dass man nicht in jedem Spiel sehr gut sein kann, das akzeptieren wir heute, nichtsdestotrotz waren das drei sehr wichtige Punkte für uns. Viele Top-Teams ließen gegen Budapest etwas liegen, wir haben ihnen die vollen zwölf Zähler abgenommen, das ist absolut positiv. Kein optimaler Auftritt, aber ein wichtiger Sieg, der nun aber schon wieder hinter uns liegt, wir blicken bereits auf das Heimspiel gegen Linz am Sonntag.“


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