Zum Abschluss der bislang so erfolgreichen Regular Season 2025/26 empfängt der EC-KAC am Sonntagabend die Vienna Capitals in Klagenfurt, mit einem Sieg in regulärer Spielzeit könnten die Rotjacken aus eigener Kraft Tabellenplatz eins endgültig fixieren.

In seinem 48. und letzten Spiel im Grunddurchgang der win2day ICE Hockey League-Saison 2025/26 genießt der EC-KAC (33 Siege, 14 Niederlagen) noch einmal Heimrecht. Die Rotjacken empfangen am Sonntag, dem 1. März 2026, die Vienna Capitals (22 Siege, 25 Niederlagen) in der mit großer Wahrscheinlichkeit ausverkauften Heidi Horten-Arena. Für beide Teams steht in dieser Begegnung noch viel auf dem Spiel, während sich Klagenfurt Platz eins in der Abschlusstabelle sichern möchte, verteidigt Wien den siebten Rang und damit das Pickrecht in den Pre-Playoffs. Der erste Scheibenaufwurf erfolgt um 17.30 Uhr, Sporteurope.TV überträgt live.

TICKETS

Für das Heimspiel der Rotjacken gegen die Vienna Capitals sind Sitzplatz- und VIP-Tickets bereits vergriffen, verfügbar sind nur noch rund 90 Stehplatzkarten. Diese sowie über den Zweitmarkt angebotene Plätze von Abonnent/innen sind im Online-Ticketshop des EC-KAC erhältlich. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena öffnet, sofern noch Kartenkontingente unverkauft geblieben sind, am Spieltag um 16.00 Uhr.

BERICHTERSTATTUNG

Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie üblich im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen. Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 17.15 Uhr. Gemeinsam mit Marc Brabant kommentiert der verletzte KAC-Kapitän Thomas Hundertpfund die Partie. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at) im Kärntner Eishockeymagazin (ab 18.04 Uhr).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC fuhr am Freitagabend einen wichtigen 6:3-Auswärssieg beim HCB Südtirol ein und verteidigte damit seine Tabellenführung. Mit dem bereits 17. Erfolg in der Fremde im Grunddurchgang stellten die Rotjacken ihren Vereinsrekord (aus der Spielzeit 2020/21) ein. Schon vor der letzten Runde steht fest, dass Klagenfurt zum Ende der Regular Season gegen zehn von zwölf ICE-Gegnern eine positive Saisonbilanz vorzuweisen haben wird, nur gegen Graz und Salzburg hatte der Rekordmeister bislang in Summe das Nachsehen. Um die Tabellenführung zu behaupten und im dritten Jahr in Folge als Erstplatzierter in die Playoffs zu gehen, benötigt der EC-KAC im abschließenden Heimspiel gegen Wien gleich viele Punkte wie die Graz99ers in ihrer Auswärtspartie in Linz. Die Rotjacken haben ihr Schicksal am Sonntag demnach völlig selbst in der Hand, zum erfolgreichen Grunddurchgangsabschluss beitragen soll auch das aktuell so treffsichere Powerplay: In den beiden Begegnungen der laufenden Woche endeten sieben von elf Phasen numerischer Überlegenheit – famose 63,6 Prozent – mit einem Torerfolg. Zudem baut Klagenfurt auf seine Heimstärke: In der Heidi Horten-Arena wurden im Saisonverlauf 2,17 Zähler pro Spiel eingefahren, in 20 von bislang 23 Partien auf eigenem Eis punktete Rot-Weiß.

Die Vienna Capitals holten am Freitag ihren siebten Sieg im Verlauf der letzten zehn Partien, mit dem 4:3 nach Penaltyschießen gegen Fehérvár AV19 sicherten sie sich das Heimrecht in den Pre-Playoffs. Um ihren siebten Platz und damit das nicht unwesentliche Pickrecht für die „Best-of-Three“-Serie aus eigener Kraft zu halten, benötigen die Wiener noch einen Zähler (oder alternativ einen Punkteverlust des EC VSV in dessen Heimspiel gegen den HC Pustertal). Im Wege stehen könnte den Donaustädtern dabei ihre eher mäßige Auswärtsbilanz: In der Fremde nehmen sie im ligaweiten Vergleich nur den neunten Platz ein, auch haben die Capitals fernab der Heimat nur magere 14 von 69 absolvierten Spieldritteln gewonnen. Einen besonders schweren Stand hatte Wien bei seinen Auftritten in den Hallen von Top-Sechs-Teams: Da stehen „Back-to-Back“-Siegen bei den beiden Südtiroler Klubs unmittelbar vor Weihnachten bereits neun Niederlagen gegenüber. Deutlich überdurchschnittlich erfolgreich sind die Special Teams der Truppe von Head Coach Kevin Constantine: Die Penalty Killing-Einheiten überstanden jede der letzten 14 Phasen numerischer Unterlegenheit unbeschadet, im Powerplay erzielte man bemerkenswerterweise gegen die Top-Sechs mehr Treffer (15) als gegen die Bottom-Seven (14).

Die Geschichte:

Duelle mit Klubs aus Wien ziehen sich für den EC-KAC durch die gesamte Klubgeschichte, standen die Rotjacken doch einst (1927 und 1928) in sieben ihrer ersten neun Eishockeyspiele auf Klagenfurter Eis überhaupt Mannschaften aus der Bundeshauptstadt gegenüber. Die gemeinsame Historie mit den Vienna Capitals ist freilich eine wesentlich kürzere, erstreckt sich aber immerhin auch bereits über ein Vierteljahrhundert: 2001 gegründet und in die höchste Spielklasse Österreichs eingestiegen, bestritten die Donaustädter bislang 165 Partien gegen den Rekordmeister. Die Kärntner liegen in der Bilanz mit 94 gegenüber 71 Siegen recht deutlich voran, sie haben sowohl zu Hause (49:32) als auch auswärts (45:39) mehr Erfolge als Verluste eingefahren. Bemerkenswert ist, dass jedes der letzten zwölf Duelle in regulärer Spielzeit an den EC-KAC ging, zuvor hatte Rot-Weiß noch nie mehr als fünf Siege in Folge gegen die Capitals verbucht. Auf eigenem Eis holte Klagenfurt gegen Wien zuletzt acht Siege hintereinander, der letzte gelb-schwarze Auswärtssieg in der Heidi Horten-Arena datiert vom 15. März 2022.

Das jüngste Aufeinandertreffen der beiden Klubs ging am 28. Dezember in Kagran über die Bühne, als die Donaustädter auf Treffer von Johannes Dobrovolny, Matt Fraser und Simeon Schwinger nur mit einem Powerplay-Tor (durch Simon Bourque, der drei der fünf Saisontore Wiens gegen den EC-KAC erzielte) antworten konnten und daher mit 1:3 unterlagen. Die Gastgeber verbuchten bei gleicher Spieleranzahl am Eis (mit 74 zu 52) deutlich mehr Puckbesitz-Sequenzen in der Angriffszone, blieben im Abschluss aber zu wenig effizient und konvertierten 3,88 Expected Goals in nur einen Torerfolg.

Personelles:

Zum Grunddurchgangs-Kehraus fehlen dem EC-KAC Verteidiger Jesper Jensen Aabo (angeschlagen) sowie die Langzeitverletzten Thomas Hundertpfund und Luka Gomboc. Goalie Florian Vorauer, der die beiden bisherigen Partien in der laufenden Woche aufgrund einer leichten Erkrankung verpasst hatte, kehrte am Samstag wieder in das Eistraining zurück und steht für das Spiel gegen die Vienna Capitals zur Verfügung. Alle anderen Kaderspieler sind einsatzfähig, sodass bei den Skatern von einem sehr ähnlichen Lineup wie beim Auswärtssieg in Bolzano/Bozen am Freitagabend auszugehen ist. Von den in Summe 30 eingesetzten Cracks des EC-KAC werden nach aktuellem Stand nur sechs – die Verteidiger Tobias Sablattnig und Thimo Nickl sowie die Stürmer Simeon Schwinger, Finn van Ee, Raphael Herburger und Matt Fraser – alle Grunddurchgangspartien 2025/26 bestritten haben.

Pre-Game-Kommentar:

„Ich glaube, wir haben am Freitag Playoff-Eishockey gezeigt. Wie man weiß, ist der HCB stets ein hart zu bespielender Gegner, aber wir haben uns gut dagegengestemmt, sind auf den Körper gefahren und haben einfaches, schnörkelloses Eishockey gespielt, das uns drei wichtige Punkte gebracht hat.“

„In unserer Linie machen wir aktuell vor allem einfache Dinge – und die richtig. Wir wollen uns nicht zu sehr auf komplizierte Spielzüge einlassen, wir agieren geradlinig und bringen die Scheibe hinten raus und vorne auf den Kasten. Unser Körperspiel passt, auch der Zug zum Tor, da passiert dann Gutes. Gestern wurden wir zum Glück auch einmal mit einem Treffer belohnt.“

„Wien ist ein Team, das viel eisläuft und auch eher hartes Eishockey pflegt. Sie haben einen guten Coach, der einen Aufwärtstrend erzeugt hat, und konnten ihre letzten Spiele meist gewinnen. Von unserer Seite braucht es über 60 Minuten hinweg Playoff-Eishockey und -Mindset, wir wollen den Grunddurchgang auf alle Fälle auf Platz eins beenden, demnach ist das anstehende letzte Spiel das wichtigste bisher. Außerdem geht es darum, mit einem Sieg im Rücken in die Playoffs zu gehen.“

„Ich muss vielleicht noch mehr schießen. Dass vier meiner fünf Saisontore auswärts gelangen, fiel mir gar nicht auf, aber eigentlich ist das egal. Natürlich ist es fein, zu Hause vor den eigenen Fans zu treffen, aber Tor ist Tor, zum Glück hat es am Freitag geklappt.“