In der Anfangsphase strahlten die Gäste mehr Gefahr aus: Jérémy Grégoire brach über den linken Flügel durch, seinem Querpass an den langen Pfosten zu Senna Peeters fehlte ein wenig der Nachdruck (4.). Ein Schlenzer von Carter Souch vom hinteren Ende des linken Anspielkreises aus landete an der Maske von Sebastian Dahm (5.), dann wurde auch der EC-KAC in der Offensive aktiv, nach Nickls Schusspass aus dem Rückraum wurde Petersens Zuspiel von der Grundlinie aus zur Mitte aber noch abgefangen (7.). Ein Kempe-Wristshot aus halbrechter Position im Slot nach Rebound verfing sich im Gewirr an Beinen vor dem Kasten (9.), ein Wiener Turnover brachte an den rechten Hashmarks Daniel Obersteiner in Position, dessen Schuss von Evan Cowley aber mit dem Beinschoner pariert werden konnte (11.). In Minute 16 schrammten die Capitals nur knapp am Führungstreffer vorbei: Zunächst rettete Sebastian Dahm gegen Linden Vey, der den Puck im Slot mit der Hand aus der Luft gefangen hatte, mit einem Poke Check, dann traf der an der langen Stange freie Zane Franklin nur Metall, der in dieser Sequenz schlägerlose KAC-Goalie lenkte die Scheibe mit der Schulter an die Querlatte. Nach einer Torumrundung legte Fabian Hochegger an die blaue Linie zurück, Josh Teves schoss sofort, fand in der kurzen Ecke aber nur Cowleys Beinschoner (20.).
Früh im zweiten Abschnitt passte Mitch Hults von der linken Halfwall scharf an den Torraum, Senna Peeters verlängerte nur um Zentimeter flach an der langen Stange vorbei (21.). Nachdem Mario Kempe mit der Deflection eines Murray-Schusses knapp gescheitert war (22.), stoppte Sebastian Dahm einen von Souch beschlossenen „Zwei-gegen-Eins“-Konter (25.). Sekunden später resultierte aus einem schlechten KAC-Wechsel ein weiterer Odd Man Rush für Wien, von Franklin bedient, machte es Carter Souch diesmal besser und traf mit der Vorhand zur Capitals-Führung (26.). Nun kreierten die Rotjacken mehr Offensive und auch deutlich mehr Druck: Ein Schlagschuss von Jan Muršak aus dem hohen Slot war für Cowley kaum zu sehen, detonierte aber dennoch auf seinem Schoner (27.), ein scharfer Murray-Querpass aus der Rundung sprang von einem Verteidiger auf den Körper von Nick Petersen und von dem aus auf das Tordach (28.). Den Klagenfurtern gelang der Ausgleichstreffer: Mit viel Energie schob sich Nolan Moyle auf der Rückhandseite von hinter dem Kasten nach vorne, er steckte den Puck durch den Crease und Finn van Ee kehrte am langen Pfosten ein (29.). Bei einem Antonitsch-Abschluss von den Hashmarks aus nach rot-weißem Turnover (30.) war Sebastian Dahm ebenso zur Stelle wie bei einem Preiser-Onetimer aus dem Zentrum (33.). Der Däne parierte zudem, als ein Petersen-Aufbaupass von einem Schlittschuh aus vor das KAC-Tor zum Caps-Stürmer Souch sprang und dieser nicht lange mit seinem Abschluss zögerte (39.).
Im dritten Durchgang hatte Randy Gazzola am rechten Flügel viel Zeit und Platz, pfefferte die Scheibe aber an der langen Stange vorbei (43.), auf der Gegenseite kreuzte Nolan Moyle aus der linken Rundung über den Rückraum bis in den rechten Anspielkreis, schloss dann jedoch zu zentral auf Evan Cowley ab (44.). Weil die Schiedsrichter ein klares Beinstellen der Gäste nicht ahndeten, kam Linden Vey über halblinks zum partiellen Breakaway, das aber vom KAC-Goalie gestoppt werden konnte (48.), noch im gleichen Shift jagte der Caps-Kapitän den Puck im „Drei-auf-Zwei“ aus dem Zentrum knapp über die Querlatte (49.). Den Rotjacken gelang der vielumjubelte Führungstreffer: Finn van Ee chippte die Scheibe an die blaue Linie, Matt Fraser verlängerte sie so, dass Nolan Moyle halbrechts steil gehen konnte, seinen Schuss wehrte der Torhüter mit dem Beinschoner ab, der Puck sprang aber zu Fraser, der aus kurzer Distanz auf 2:1 stellen konnte (50.). Nur 44 Sekunden später hatten die Capitals allerdings schon wieder ausgeglichen: Nach einem eigentlich von den Hausherren gewonnenen Faceoff in der Defensivzone setzte Grégoire so nach, dass die Scheibe an die rechten Hashmarks zu Senna Peeters sprang, der sie direkt übernahm und halbhoch in die lange Ecke setzte (51.). Marc-Olivier Duquette hatte nach seinem zentralen Zone Entry freie Bahn, schloss jedoch über das Quergestänge ab (52.), dann folgte die KAC-Schlussoffensive: Matt Fraser traf aus spitzem Winkel nur die Außenstange (54.), als der Abpraller eines Unterweger-Blueliners vor dem Torraum landete, stocherten Muršak und Schwinger erfolglos nach (55.). Gegen den von Preiml eingesetzten Petersen schloss Cowley im letzten Moment die Beine (58.) und als ein neuerlicher Unterweger-Schuss, nun von der linken Halfwall aus, zu einem Rebound im Slot führte, traf David Maier dort den Puck nicht richtig (60.).
Durch den unentschiedenen Spielstand nach 60 Minuten hatten die Rotjacken die Chance vergeben, Tabellenplatz eins nach dem Grunddurchgang aus eigener Kraft zu fixieren, entsprechend schaumgebremst gingen sie auch in die Overtime, die bereits nach 69 Sekunden ein Ende fand: Hults ließ im linken Faceoff-Kreis für Gazzola liegen und dieser schoss die Capitals via Innenstange zu ihrem ersten Sieg nach zuvor zwölf Niederlagen gegen den EC-KAC hintereinander (62.).
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Unsere Mannschaft empfindet heute Abend natürlich sehr große Enttäuschung. Wir hatten es selbst in der Hand. Unterm Strich war das aber ein ziemlich großartiger Grunddurchgang, es geht also einfach darum, den heutigen Tag und dieses Spiel ganz schnell hinter uns zu lassen. Ab Mittwoch bereiten wir uns auf und für die Playoffs vor, jetzt gilt es dann, die Früchte der harten Arbeit in dieser Saison zu ernten. Wir schreiten der KO-Phase mit sehr viel positiver Aufregung und viel Optimismus entgegen, in unserer Kabine ist enorm große Erfahrung versammelt, jeder in der Gruppe weiß, worauf es in den kommenden zwei Monaten ankommt, um erfolgreich zu sein.“


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