Zum Abschluss einer emotional äußerst herausfordernden Woche legte der EC-KAC am Sonntagabend einen erfolgreichen Start in die Playoffs 2026 hin, die Rotjacken besiegten Fehérvár AV19 in der bis auf den letzten Platz besetzten Heidi Horten-Arena mit 3:0.

Die Gäste aus Ungarn waren in der Anfangsphase offensiv gefährlicher und kamen zu zwei frühen Odd Man Rushes: Sebastian Dahm parierte aber sowohl nach „Zwei-auf-Eins“ gegen Darren Archibald (2.) als auch nach „Drei-gegen-Zwei“ gegen Justin Richards (3.), die beide aus dem Bereich der linken Hashmarks abgeschlossen hatten. Als der Puck aus der rechten Rundung an den Torraum gelangte, hielt János Hári seinen Schläger hin, Klagenfurts Goalie behielt den Überblick und wehrte mit der Schulter ab (9.). Gleich lief es ab, als aus der Ecke Archibald vor dem Crease angespielt wurde, nun schloss Dahm seine Beinschoner (12.). In ihrem ersten Powerplay klopften die Rotjacken drei Mal an, ein gezogener Schlenzer von Josh Teves aus dem linken Anspielkreis zischte nur knapp über die kurze Kreuzecke (14.), mit einem Fernschuss scheiterte der Kanadier ebenso wie Clemens Unterweger an Rasmus Reijola (jeweils 15.). Bei einem Klagenfurter „Drei-auf-Zwei“ schoss David Waschnig vom linken Flügel aus, der Schlussmann der Ungarn war mit der Maske zur Stelle (20.).

Auch im zweiten Abschnitt hatte Fehérvár AV19 zunächst die besseren Gelegenheiten: Bei einem Mihaly-Wraparound auf die Vorhand machte Sebastian Dahm die kurze Ecke zu (23.), als nach einem Teves-Turnover Csanád Erdély über rechts flach vor den Kasten zog, drückte er den Puck nach weitem Haken nur an die Außenstange (24.). In Führung ging der EC-KAC: Finn van Ee gewann das Offensivzonen-Faceoff auf der linken Seite, Nolan Moyle trug die Scheibe in den Slot und traf mit einem Schlenzer, den er über den Beinschoner Reijolas auf der Blocker-Seite positioniert hatte (25.). Im ersten Überzahlspiel für die Gäste befreiten sich die Rotjacken nicht nur fünf Mal, sie kamen sogar selbst zu zwei guten Gelegenheiten: Bei van Ees Skate-Deflection eines Nickl-Wristshots schloss der Goalie im letzten Moment die Beine, am Ende eines „Zwei-gegen-Eins“-Konters pfefferte Simeon Schwinger das Spielgerät nach Muršak-Querpass nur in das Außennetz (jeweils 29.). Als sich Matt Fraser in der Tiefe über rechts kommend durchtankte und an den Torraum passte, fälschte Finn van Ee auf Reijolas Schoner ab, den zurück in den Slot springenden Rebound übernahm Thimo Nickl, dessen Schuss aber noch abgefälscht wurde (34.). Als ein Versuch aus der Distanz halblinks im Slot liegenblieb, zog Trevor Cheek sofort ab, Sebastian Dahm war einmal mehr aufmerksam (37.). Nachdem Teves, von Fraser in Szene gesetzt, aus aussichtsreicher Position knapp über das Ziel hinweg abgeschlossen hatte (37.), zappelte der Puck wieder im Netz: Jan Muršak hatte hinter dem gegnerischen Gehäuse den Puck aufgenommen, einen Gegenspieler abgeschüttelt und an die innere Seite des linken Faceoff-Kreises gepasst, Simeon Schwinger jagte die Scheibe von dort aus per Direktabnahme in die lange Kreuzecke. Die Schiedsrichter schritten jedoch aus Eigeninitiative zum Videoreview und verweigerten dem Treffer dann die Anerkennung, da es 20 Sekunden vor dem Einschlag einen Hohen Stock eines KAC-Stürmers gegeben hatte (38.).

Das Schlussdrittel eröffnete ein Net Drive diagonal über links von Nolan Moyle, der dann hauchdünn hoch an der langen Ecke vorbei abschloss (41.). Der US-Amerikaner passte bei der nächsten gefährlichen Offensivaktion im Zentrum mit der Rückhand quer, David Maier platzierte seinen Schuss bei freier Bahn etwas zu mittig auf Reijola (46.). Nachhaltig gefährlich wurden die Gäste aus Ungarn im dritten Abschnitt nur selten, die besten Chancen hatten meist die Rotjacken: Fabian Hochegger verfehlte das Ziel bei einem selbst abgeschlossenen „Zwei-gegen-Eins“-Konter knapp (49.), ein weiteres starkes Muršak-Zuspiel auf Schwinger übernahm dieser zwischen den Hashmarks direkt, ein Gegenspieler konnte den Schläger des KAC-Stürmers aber noch so blockieren, dass der Schuss zu schwach ausfiel (53.). Für die Entscheidung zu Gunsten des Grunddurchgangszweiten sorgte dann Nick Petersen, der von der neutralen Zone aus zentral in das Angriffsdrittel ging, dann leicht abdriftete und den Puck schließlich mit der Vorhand und via Innenstange in den Maschen versenkte (55.). Gegen Archibald im Spiel mit zusätzlichem Skater zauberte Dahm (59.), wenig später schüttelte Simeon Schwinger im eigenen Drittel zwei Gegenspieler ab, um schließlich aus gut 40 Metern Entfernung zum 3:0-Endstand in den verwaisten Kasten zu treffen (59.).

Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:

„Zunächst einmal möchte ich meinen Respekt gegenüber jedem Einzelnen ausdrücken, der am heutigen Spiel beteiligt war. Ich denke, jeder ist dankbar und glücklich, dass wir heute hier stehen konnten. Zur Partie selbst ist zu sagen, dass wir heute am Anfang erst unseren Rost loswerden mussten. Ich persönlich hätte es mir nicht vorstellen können, heute unter diesen Voraussetzungen als Spieler am Eis zu stehen. Daher ist sehr großes Lob für unsere Mannschaft angebracht, die Jungs sind mit Fortdauer des Spiels immer besser geworden. Am Ende ist das nur eine erste Begegnung und ein erster Sieg, aber ich freue mich sehr, dass unsere Gruppe diese erste Hürde überspringen konnte. Wir nehmen das als Startschuss.“

ICE Hockey League, Viertelfinale, 1. Spieltag
15. März 2026 / 18:00 Uhr
Heidi Horten-Arena, Klagenfurt, AUT, 4.405 Zuschauer
ICE
EC-KAC
3
:
0
(0:0, 1:0, 2:0)
Fehérvár AV19
Schiedsrichter
Kainberger (AUT), Ofner (AUT)
Aufstellung EC-KAC
Dahm (Vorauer) Teves-Maier, Jensen Aabo-Nickl, Unterweger-Preiml, Simovic Schwinger-Muršak-Petersen, Fraser-van Ee-Moyle, Witting-Herburger-Hochegger, Waschnig-Obersteiner-Sablattnig
Fehlende Spieler
Murray, Hundertpfund, Kempe, Gomboc (alle verletzt), From (krank)
Torfolge
1:0 Nolan Moyle (24:46/Finn van Ee) 2:0 Nick Petersen (54:59/Jan Muršak, Thimo Nickl) 3:0 Simeon Schwinger (58:58/Jan Muršak/EN)