Nachdem ein erster Schlagschuss von Simeon Schwinger noch zu zentral auf Goalie Nolan Maier geflogen war (2.), gingen die Rotjacken noch im gleichen Shift in Führung: Schwinger fand Finn van Ee an den linken Hashmarks, dieser traf den Puck nicht richtig, der dadurch in Richtung des langen Pfostens schlitterte, von wo aus Raphael Herburger ohne große Probleme verwertete (2.). Als Tobias Sablattnig am Crease mit der Rückhand noch einmal querlegte, wischte Niclas Micelli nur knapp über die Scheibe (6.). In einem vierminütigen Überzahlspiel für die University of Saskatchewan plumpste ein abgefälschter Blueliner unmittelbar vor der Torlinie aus der Luft, Ashton Ferster staubte ab, doch Sebastian Dahm stellte akrobatisch seinen Beinschoner dazwischen (12.). Im Konter bei numerischer Unterlegenheit kam Schwinger am hinteren Ende des rechten Anspielkreises zum Abschluss, sein Schlenzer streifte die Oberkante der Querlatte (14.). Am Ende eines partiellen Breakaways schob Ferster den Puck mit dem langen Schläger flach am Kasten vorbei (15.), die letzte Möglichkeit im Startdrittel hatte dann wieder der EC-KAC: Im „Drei-gegen-Zwei“ legte Herburger von der rechten Halfwall aus quer, der nachrückende Will MacKinnon schlenzte aus dem hohen Slot, Maier packte mit der Fanghand spektakulär zu (19.).
Den zweiten Abschnitt eröffnete ein „Zwei-auf-Null“-Konter über Liam Keeler, den Carter Stebbings abschloss, Sebastian Dahm machte die Seitwärtsbewegung stark mit und wehrte sehenswert ab (21.). Mit einem Doppelschlag drehten die Kanadier wenig später allerdings das Score: Raphael Pelletier schickte Jayson Dureau auf die Reise und dieser verwertete sein Solo nach einem Haken auf die Rückhand (25.). Nur 73 Sekunden später produzierten die Rotjacken im eigenen Slot einen Turnover, Josh Pillar legte von den rechten Hashmarks aus noch einmal quer und Keaton Sorensen sendete frei vor dem KAC-Goalie mit der Backhand ein (27.). Als die Gäste einen unerzwungenen Scheibenverlust in ihrer eigenen Zone fabrizierten, passte Jan Drozg von der Grundlinie aus an die lange Stange, von wo aus Jacob Hudson bei spitzem Winkel nur die Querlatte traf (28.). Pelletier tankte sich von der linken Flanke aus bis in das Zentrum durch, setzte seinen Wristshot dann aber lediglich auf die Maske von Dahm (31.), als der Däne einen Blueliner von Landon Kosior prallen lassen musste, schwang Tyson Yaremko in Baseball-Manier, klopfte das Spielgerät aber neben den Kasten (32.). Im dritten Powerplay des Abends für Saskatchewan passte Kosior von rechts aus diagonal an die linken Hashmarks, wo Chase Bertholet direkt übernahm, vom KAC-Goalie jedoch mit dem Beinschoner verneint wurde (37.).
Das dritte Drittel eröffnete ein Fehlpass eines unter Druck gesetzten Kanadiers vor das eigene Tor, Tobias Sablattnig stand dort frei und schoss, Nolan Maier war wieder mit der Fanghand zur Stelle (43.). Nick Petersen verzog nach gutem Nickl-Zuspiel aus dem Slot, im gleichen Shift lupfte er den Rebound nach einem Fernschuss Preimls aus sehr spitzem Winkel an die Außenstage (jeweils 46.). Eine satte Direktabnahme Ben Öfners lenkte der Goalie der Gäste über die kurze Kreuzecke (54.), einen Göransson-Schusspass fälschte Drozg um Zentimeter an der langen Stande vorbei ab (55.). Die Rotjacken blieben danach auch im 15. und 16. Unterzahlspiel der Pre-Season ohne Gegentreffer, in einer „Vier-gegen-Vier“-Phase sorgte die University of Saskatchewan jedoch für die Entscheidung: Neuerlich Jaydon Dureau war am Rebound aus kurzer Distanz und nach vorheriger Dahm-Abwehr im zweiten Versuch erfolgreich (59.). Ohne Torhüter baute der EC-KAC in der Schlussminute noch einmal Druck auf, Drozg aus dem Zentrum und Fraser per Deflection blieben aber erfolglos (60.). Für die Rotjacken setzte es damit im vierten und letzten Vorbereitungsspiel auf die neue Saison die erste Niederlage, die Gäste aus Kanada konnten sich über den ersten Rang in der Abschlusstabelle der WellCard Trophy 2026 freuen.
Post Game-Kommentar von Assistant Coach Christoph Brandner:
„Das Fazit fällt heute recht kurz aus: Zu viele Strafen und ein schwaches zweites Drittel unsererseits, da kamen wir viel zu lasch aus der Kabine. In dieser Phase passierten Fehler und fielen Gegentreffer, dadurch mussten wir der Partie etwas hinterherrennen. Der dritte Abschnitt war dann ganz ordentlich, da kamen wir zu einigen Chancen. Ich denke aber, dass es nach den drei gewonnenen Testspielen gar nicht so verkehrt war, dass wir heute sahen, dass wir nicht nachlassen dürfen, sondern immer draufbleiben müssen. Das ist die Lehre zum heutigen Tag, an dem auch wieder einige Dinge gut gepasst haben. Wir Trainer sind happy, dass die Struktur in unserem Spiel insgesamt schon gut funktioniert, an den anderen Bereichen werden wir noch arbeiten. Morgen wartet ein trainingsfreier Tag und dann bereiten wir uns auf den Start in die Champions Hockey League vor.“


Endstand WellCard Trophy
| EC-KAC – Milano Hockey Club | 2:0 | (0:0,0:0,2:0) |
| Vienna Capitals – Univ. of Saskatchewan | 1:4 | (1:1,0:1,0:2) |
| Univ. of Saskatchewan – Milano Hockey Club | 6:5 | (0:0,3:4,3:1) |
| EC-KAC – Vienna Capitals | 5:2 | (0:0,3:1,2:1) |
| Milano Hockey Club – Vienna Capitals | 5:4 | (2:1,3:2,0:1) |
| EC-KAC – Univ. of Saskatchewan Huskies | 1:3 | (1:0,0:2,0:1) |
| 1. Univ. of Saskatchewan | 3 | 13:7 | +6 | 9 |
| 2. EC-KAC | 3 | 8:5 | +3 | 6 |
| 3. Milano Hockey Club | 3 | 10:12 | -2 | 3 |
| 4. Vienna Capitals | 3 | 7:14 | -7 | 0 |
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