Am Ausweichspielort Krefeld empfangen die in der CHL-Saison 2026/27 bislang noch ungeschlagenen Kölner Haie am Samstagnachmittag den EC-KAC.

Nach drei Duellen mit amtierenden nationalen Meistern an den ersten drei Spieltagen tritt der EC-KAC in seinem vierten Vorrundenspiel der Champions Hockey League gegen den letztjährigen Grunddurchgangssieger der DEL, die Kölner Haie, an. Die am Ausweichspielort, der Yayla Arena in Krefeld, ausgetragene Begegnung am Samstag, dem 12. September 2026, beginnt um 17.00 Uhr und wird wieder auf ORF Sport+ übertragen.

BERICHTERSTATTUNG

Das Auswärtsspiel der Rotjacken bei den Kölner Haien wird von ORF Sport+ live übertragen, Sendungsbeginn ist um 16.55 Uhr. Der dazugehörige Livestream ist auf on.orf.at verfügbar. Außerhalb von Österreich verfügbare Broadcasts (lineares TV und Streaming) sind hier gelistet.

Ausgangssituation:

Für den EC-KAC setzte es in der Champions Hockey League zuletzt zwei Niederlagen in Folge, nach dem 1:2-Verlust bei Norwegens Meister Storhamar Hamar am Donnerstag befinden sich die Rotjacken im Rennen um einen Platz im Achtelfinale in einer herausfordernden Situation: Von den verbleibenden drei Vorrundenspielen müssen sie zwei gewinnen, um in die KO-Phase einzuziehen. Gegen einen deutschen Klub traten die Klagenfurter in der Königsklasse bislang erst drei Mal an, gegen Red Bull München setzte es 2015 zwei Niederlagen (1:4 zu Hause, 1:6 auswärts), gegen die Eisbären Berlin gab es 2025 einen vielbejubelten 3:2-Heimsieg. Österreichs Rekordmeister ließ in der CHL zuletzt offensive Durchschlagskraft vermissen, saisonübergreifend erzielte der EC-KAC in den letzten fünf Begegnungen lediglich sechs Treffer, in vier dieser Partien gelang nur ein Torerfolg.

Die Kölner Haie, die sich zwölf Jahre lang nicht für die Champions Hockey League qualifizieren konnten, sind mit gleich mehreren Ausrufezeichen in die Königsklasse zurückgekehrt: Nach drei Vorrundenspielen halten sie bei ebenso vielen Siegen und stehen damit bereits mit einem Bein im Achtelfinale. Im Heimspiel gegen Titelverteidiger Frölunda am Donnerstag (Endstand: 5:2) verbuchten die Deutschen mit 18.104 Fans auf den Rängen einen neuen CHL-Zuschauerrekord. Einen solchen wird es gegen die Rotjacken nicht geben, die Partie am Samstag wird aufgrund einer Belegung der angestammten Lanxess Arena nämlich im benachbarten Krefeld ausgetragen. Vor dem Duell mit dem EC-KAC hält Köln aktuell bei acht Punkten, nachdem die Kampagne von Auswärtssiegen in Salzburg und Tampere eröffnet worden war. Die Haie haben in jeder ihrer drei bisherigen CHL-Partien exakt fünf Treffer erzielt und damit ihre Feuerkraft eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Personelles:

Bei den Rotjacken sind keine personellen Änderungen gegenüber dem Spiel in Hamar am Donnerstag zu erwarten. Neben den Langzeitausfällen Jacob Hudson und Fabian Hochegger ist der zuletzt erkrankte Jan Drozg noch nicht so weit gesundet, dass er sich der rot-weißen Reisegruppe nachträglich anschließen kann. Er wird dementsprechend erst in der kommenden Woche wieder zur Mannschaft stoßen.

Pre-Game-Kommentar:

Daniel Obersteiner

„Wir haben am Donnerstag nie richtig in das Spiel gefunden, gerade im ersten Abschnitt waren wir in allen drei Zonen immer einen Schritt zu spät. Es gelang uns nicht, unser Spiel zu entfalten, die meiste Zeit über liefen wir der Scheibe hinterher. Letztlich war es von uns eisläuferisch zu wenig, wir waren körperlich zu schwach und trafen teilweise falsche Entscheidungen. Die Partie war also sicher nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten, und sie entsprach auch nicht unseren Standards.

„Die bisherige CHL-Bilanz Kölns spricht für sich, am Donnerstag haben sie mit Frölunda ein weiteres Top-Team Europas geschlagen, das ist also eine sehr starke Mannschaft. Aber wie wir in der Vorwoche gegen Fribourg gesehen haben, sind wir im Stande, mit einer Spitzenmannschaft des Kontinents auch mitzuhalten. Das heißt, wenn wir unser Spiel durchziehen und unsere Leistung abliefern, werden wir auch gegen die Haie unsere Chance haben. Wir haben Respekt, aber keine Angst, wir sind eine gute Mannschaft und wollen das am Samstag beweisen.“

„Unsere Torflaute in der Champions Hockey League beenden wir am einfachsten, wenn wir in unserem Spiel wieder zu mehr Geradlinigkeit finden. Auf internationaler Ebene passiert alles noch einen Tick schneller, man hat noch weniger Zeit, die Goalies sind stark. Wenn es nicht so leicht von der Hand geht, heißt es, Scheiben auf das Tor zu bringen und hinterherzujagen, das alte Klischee. Durch die Screens entstehen oft gefährliche Aktionen und Rebounds, wie man bei unserem Tor gegen Storhamar gesehen hat. Davon brauchen wir mehr, das ist derzeit sicher noch ein Manko in unserem Spiel.“