Storhamar startete mit großen offensiven Ambitionen in die Partie, nach nur 38 Sekunden steckte Sverre Rønningen aus dem hohen Slot steil auf Andreas Martinsen durch, der von Florian Vorauer verneint wurde. Der erste vielversprechende Klagenfurter Angriff war in Spielminute sieben zu verzeichnen: Travis St. Denis deutete den Weg um den Kasten an, passte dann aber vor den nahen Pfosten zurück, Matt Fraser schoss sofort, doch Goalie Theo Rooseboom schloss die kurze Ecke. Auf der Gegenseite bewegte sich Stian Kaltrud Nystuen von hinter dem Gehäuse aus bis zwischen die Hashmarks, der KAC-Goalie konnte neuerlich abwehren (7.). Sekunden später gingen die Hausherren in Führung: Andreas Hjelm schlenzte aus halbrechter Position an der blauen Linie, Vorauer musste bei beschränkter Sicht prallen lassen und Isac Skedung hatte keine Probleme, aus kurzer Distanz den Rebound zu verwerten (7.). Jan Muršak verpasste den Abpraller nach einem Obersteiner-Schuss von halblinks aus knapp (11.), Frasers Snapshot aus dem rechten Abspielkreis wurde noch abgefälscht (12.). Mehr Offensive hatten im Startdrittel aber die Norweger im Angebot, bei numerischem Vorteil für den EC-KAC ermöglichte ein rot-weißer Turnover in der Vorwärtsbewegung einen „Zwei-auf-Eins“-Angriff, an dessen Ende Eirik Salsten halblinks frei vor Florian Vorauer zum Abschluss kam, der Klagenfurter Schlussmann rettete mit dem Blocker (16.). Auch als Jesper Martinsen Lilleberg aus der Distanz durch das Getümmel schlenzte, war er mit der Stockhand in der kurzen Kreuzecke zur Stelle (18.).
Früh im zweiten Abschnitt kam Hamar neuerlich zu einer goldenen Möglichkeit: Im breiten „Zwei-gegen-Eins“ kam halbrechts Salsten frei zum Abschluss, Florian Vorauer machte die Seitwärtsbewegung gut mit und wehrte im Spagat ab (21.). Als ein Blueliner vor dem Crease genau vor Eirik Salsten liegenblieb, zeichnete sich der Rotjacken-Keper neuerlich aus (26.). Bei den Klagenfurtern umkurvte Raphael Herburger den Kasten und passte zurück, Clemens Unterwegers Direktabnahme aus dem linken Faceoff-Kreis konnte Storhamars Torhüter gerade noch unter seinen Beinschonern festklemmen (29.). Auch als Herburger wenig später im hohen Slot kreuzte und schlenzte, war Rooseboom zur Stelle (31.). Vorauer parierte einen Snapshot von Kenneth Pappalardo Gulbrandsen aus dem Zentrum (33.), wenig später erhöhten die Hausherren aber auf 2:0: Ein Fehler der Rotjacken an der offensiven blauen Linie leitete einen weiteren Odd Man Rush ein, nach Doppelpass mit Skedung verwertete Kaltrud Nystuen sehenswert (34.). Einen von Pappalardo Gulbrandsen gefährlich verlängerten Hjelm-Distanzschuss parierte der KAC-Goalie (38.), dann kamen die Kärntner zu ihrer bis dahin besten Gelegenheit: Muršak schnitt mit einer Körpertäuschung zwischen zwei Verteidigern durch, musste dann hinter das Gehäuse abdrehen, von wo aus er aber ideal zu Simeon Schwinger zurücklegte, dessen Direktabnahme jedoch zu zentral auf den sich im letzten Moment in die Schusslinie bewegenden Goalie flog (40.).
Weil Jan Muršak bei der letzten Offensivaktion im zweiten Durchgang gefoult worden war, nahmen die Rotjacken 110 Sekunden an numerischem Vorteil mit ins Schlussdrittel, blieben dort aber harmlos. Bei einem Net Drive über links ging Herburger der Platz aus (42.), auf der Gegenseite war Florian Vorauer bei der Kaatorp Nilsgård-Deflection eines Rønningen-Fernschusses im Nachfassen zur Stelle (44.). Dann verkürzten die Klagenfurter: Jesper Jensen Aabo schlenzte aus der Distanz, der Puck blieb an einem Verteidiger hängen und Raphael Herburger konnte einkehren (45.). In ihrem einzigen Powerplay des Abends blieben die Norweger mit Ausnahme eines von Salsten verpassten Diagonalpasses (48.) ungefährlich, danach wehrte Vorauer den Abschluss eines partiellen Breakaways von Kaltrud Nystuen mit der Stockhand ab (49.). Jesper Martinsen Lilleberg schlenzte von links aus an die Außenstangen (50.), dann setzte der EC-KAC zur Schlussoffensive an: Simeon Schwinger drängte sich über rechts kommend in einer Zweikampfsituation bis vor den Torraum, schob die Scheibe dann allerdings flach an der langen Ecke vorbei (54.). Thomas Hundertpfund jagte einen gezogenen Wristshot von links aus über den Kasten (59.) und bei bereits gezogenem Goalie wurde Jensen Aabos Distanzschuss noch neben das Gehäuse abgefälscht (60.).
Post Game-Kommentar von Assistant Coach Christoph Brandner:
„Wie schon in den letzten Spielen war unsere Intensität in der Anfangsphase noch nicht da. Storhamar ist wie alle Mannschaften in der Champions Hockey League spielstark, sie kamen auch gut aus der Kabine. Wir konnten nicht so dagegenhalten, wie wir uns das vorgestellt hatten, das war danach auch über weite Strecken des Spiels der Fall. Der dritte Abschnitt war besser, da haben wir versucht, zurückzukommen, es gelang uns auch ein Treffer, aber im Endeffekt kam der Push zu spät. Insgesamt war die heutige nicht die Leistung, die wir uns vorgenommen hatten, insofern ist das Ergebnis auch in Ordnung.“


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