Zum Start in den sehr intensiven Monat Oktober tritt der EC-KAC (fünf Siege, eine Niederlage) auswärts beim HC Bolzano (vier Siege, eine Niederlage) an. Das Spiel findet am Freitag, dem 2. Oktober 2026, statt, das Opening Faceoff in der Sparkasse Arena von Bolzano/Bozen ist wie in Italien üblich für 19.45 Uhr angesetzt. Sporteurope.TV überträgt das Duell zwischen den – je nach absoluter oder relativer Betrachtung – beiden Tabellenführern live.
BERICHTERSTATTUNG
Diese Begegnung ist nicht im Free-TV zu sehen, eine Livestream-Übertragung, produziert vom gastgebenden Klub, ist jedoch wie gewohnt auf Sporteurope.TV (Pay-per-View) verfügbar, Sendungsbeginn ist um 19.30 Uhr. Radio Kärnten (online empfangbar über sound.orf.at) begleitet das Spiel im Kärntner Eishockeymagazin, das um 20.04 Uhr beginnt.
Die Ausgangssituation:
Der EC-KAC musste am Mittwochabend im sechsten Saisonspiel in der win2day ICE Hockey League seine erste Niederlage akzeptieren, im Heimspiel gegen den Liganeuling Milano Hockey Club verunmöglichte bescheidene Effizienz im Umgang mit Torchancen ein besseres Resultat als den letztendlichen 2:4-Verlust. Nach zwischenzeitlichem 0:3-Rückstand hatten sich die Rotjacken gegen die Italiener bis auf einen Treffer herangekämpft, ein ungenütztes „Fünf-gegen-Drei“-Powerplay für volle zwei Minuten spät im dritten Abschnitt stand der Komplettierung eines Comebacks aber im Weg. Die Klagenfurter bestritten bislang in der Liga erst zwei Auswärtsspiele, sowohl in Salzburg (7:1) als auch in Ljubljana (7:3) gelangen ihnen dabei sieben Tore. Mit insgesamt 15 von 18 möglichen Punkten führen die Rotjacken die Tabelle der win2day ICE Hockey League unverändert an, sie stehen allerdings vor einem sehr herausfordernden Monat: Zwischen dem Spiel in Bolzano/Bozen am Freitag und jenem in Graz Ende Oktober warten innerhalb von 28 Tagen satte zwölf Spiele in Liga und CHL auf den EC-KAC, gleich sieben davon sind auswärts auszutragen.
Der HC Bolzano prolongierte am Mittwoch seinen starken Saisonstart: Zwei Treffer in den letzten beiden Spielminuten sorgten für einen verdienten 4:1-Auswärtssieg beim EC Salzburg. Die Südtiroler sind nunmehr das einzige Team der Liga, das in jeder Partie angeschrieben hat, im Ranking nach Punkteschnitt führen sie das Feld der 14 Klubs auch bereits an. Die Truppe von Head Coach Antti Karhula hat vier ihrer fünf ausgetragenen Begegnungen gewonnen, lediglich auswärts bei den Graz99ers musste sie sich in der Vorwoche nach Verlängerung (die überhaupt erst durch zwei Gegentreffer in den finalen drei Minuten der regulären Spielzeit nötig wurde) geschlagen geben. Die Füchse überzeugten bislang mit mannschaftlicher Ausgeglichenheit: Von den 20 auf Lineups aufscheinenden Feldspielern verbuchten 18 bereits zumindest einen Scorerpunkt. Als am treffsichersten erwies sich bislang einmal mehr Brad McClure: Der ligaweit erfolgreichste Torjäger des letztjährigen Grunddurchgangs hält bereits wieder bei sechs Treffern, er schrieb in Innsbruck doppelt und in jedem anderen Ligaspiel heuer ein Mal an.
Die Geschichte:
Der HC Bolzano, einst Gegner der Rotjacken im Alpenpokal, Europacup, der Alpenliga und Freundschaftsspielen, spielt seit der Saison 2013/14 in der nunmehrigen win2day ICE Hockey League. Im Verlauf dieser 13 Spielzeiten kam es zu exakt 80 Duellen mit dem EC-KAC, der die Mehrheit von 43 dieser Partien für sich entscheiden konnte. Ihren Rückstand in dieser Wertung vermochten die Südtiroler in der jüngeren Vergangenheit allerdings maßgeblich zu verringern, von den 16 direkten Konfrontationen der vergangenen vier Jahre konnte Klagenfurt nur fünf gewinnen. In der heutigen Sparkasse Arena an der Via Galvani, wo Österreichs Rekordmeister 2021 sein letztes Championat feiern konnte, siegte der EC-KAC zuletzt drei Mal hintereinander, bei sieben seiner jüngsten neun Auftritte dort punktete Rot-Weiß.
In der vergangenen Spielzeit kam es zu vier Aufeinandertreffen zwischen beiden Klubs, die allesamt von der jeweiligen Auswärtsmannschaft gewonnen wurden, die „Head-to-Head“-Bilanz fiel mit 7:5 Punkten jedoch zu Gunsten der Kärntner aus, die eine der Heimniederlagen erst nach Verlängerung zu akzeptieren hatten. Die 13:13 Tore aus den vier Duellen waren durchaus als Beleg für rot-weiße Effizienz in Offensive wie Defensive zu betrachten, lag das Verhältnis der Expected Goals in Summe doch bei 9,8 gegenüber 14,9. Der EC-KAC agierte insbesondere im Powerplay sehr zielstrebig, 28,6 Prozent der Überzahlspiele gegen den HCB mündeten in einem Treffer, bei den Füchsen waren es lediglich 6,3 Prozent. Die erfolgreichsten Punktesammler auf Seiten Klagenfurts in Duellen mit Bolzano/Bozen waren im Spieljahr 2025/26 Jan Muršak und Simeon Schwinger mit jeweils sechs Scorerpunkten.
Personelles:
Die Rotjacken hielten im Rahmen der Belastungssteuerung am Donnerstag nur ein optionales Eistraining ab. Der zuletzt erkrankte Jan Muršak sieht sich mit einem Rückschlag konfrontiert, er musste den Morning Skate am Mittwoch abbrechen und verpasste in der Folge das Spiel gegen Milano. Mittlerweile wurde entschieden, dass er im weiteren Verlauf der Woche nicht in den Trainings- und Spielbetrieb zurückkehren wird. Er fehlt in Bolzano/Bozen damit ebenso wie Simeon Schwinger und die Langzeitverletzten Sebastian Dahm, Jacob Hudson und Fabian Hochegger.
Pre-Game-Kommentar:
Will MacKinnon
„Ich habe das Gefühl, dass ich mich schon recht gut an die Spielweise unserer Mannschaft und die Spielkultur, die in dieser Organisation vorherrscht, gewöhnt und angepasst habe. Mit meinem eigenen Spiel bin ich recht zufrieden, ich komme offensiv besser zur Geltung als das in der Vergangenheit bei anderen Klubs der Fall war. Das hat sicher auch mit unserem Team und unserem System zu tun, wir pflegen einen Stil, in dem jeder Spieler in Angriffe eingebunden ist.“
„Der Mittwoch war ein kleiner Rückschlag, der aber den guten Saisonstart nicht in den Schatten stellt. Wir spielen meiner Meinung nach sehr gutes Eishockey, auch gegen Milano kreierten wir richtig viel und hatten genügend Chancen, die Partie zu unseren Gunsten zu entscheiden. In dieser Liga gibt es gute Mannschaften, man steht in jeder Runde vor ganz eigenen Herausforderungen, wir setzen darauf, dass wir uns als Gruppe stetig weiterentwickeln und dementsprechend gut abschneiden.“
„Persönlich habe ich noch keine Erfahrungen mit Bolzano, von meinen Mitspielern habe ich aber gehört, dass es immer schwierig ist, dort ein Spiel zu bestreiten. Die Details in ihrem System arbeiten wir erst in der Videosession heraus, aber es ist bekannt, dass wir auf einen sehr spielstarken Gegner treffen, der einige Physis und viel Offensivgeist in seinem Spiel hat. Diese Intensität gilt es zu matchen oder zu übertreffen, das ist uns in den meisten der letzten Spiele ja auch gut gelungen.“
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