Ein frühes Unterzahlspiel konnten die Rotjacken mit sechs Zonenbefreiungen positiv gestalten, 16 Sekunden vor Ablauf der Hinausstellung gegen Jan Drozg schlug Milano aber doch noch zu: Saracino und Finoro eroberten hinter dem Kasten den Puck, der bei Greg McKegg vor dem Torraum landete, er brachte einen Haken an und lupfte die Scheibe in die Maschen (3.). Der Gegentreffer verunsicherte die Gastgeber: Diego Cuglietta schloss einen „Drei-gegen-Zwei“-Konter am Ziel vorbei ab, Florian Vorauer stoppte in der Grätsche einen Sololauf von Nick Saracino (jeweils 4.). Bei einem „Zwei-gegen-Eins“-Angriff der Gäste klopfte Clemens Unterweger den finalen Querpass noch weg (7.). Gegen Drittelmitte kam dann auch der EC-KAC in der Offensive zur Geltung: Raphael Herburger setzte den Rebound eines Unterweger-Schusses aus spitzem Winkel über die Querlatte, Travis St. Denis wurde nach feinem Schusspass von Göransson an der langen Stange am Einkehrversuch gehindert (jeweils 9.). Im ersten Powerplay verzog Nick Petersen aus dem Zentrum, Mattias Göransson schoss von der rechten Seite aus zu zentral (jeweils 10.). Bei numerischem Nachteil aus Klagenfurter Sicht liefen David Waschnig und Clemens Unterweger ein „Zwei-auf-Eins“, der letzte Pass fiel jedoch zu ungenau aus (13.). Nach Wiedererlangung der vollen Mannstärke musste der EC-KAC seinen zweiten Gegentreffer hinnehmen: Nick Caamano schlenzte im Tempoangriff aus halbrechter Position, vom letzten Verteidiger noch abgelenkt, segelte die Scheibe unter Florian Vorauers Arm hindurch (13.). Die Fima Hundertfund/Herburger vergab einen Odd Man-Rush (14.), Tobias Sablattnig lenkte ein van Ee-Zuspiel aus der Ecke knapp an der kurzen Stange vorbei (15.) und in einer Phase numerischer Unterlegenheit spät im Startdrittel verteidigten sich die Hausherren gut.
Durchgang Nummer zwei wurde von einem Sablattnig-Schuss auf die Außenstange nach Net Drive eröffnet (22.), es folgte eine Doppelchance für die Gäste: Tory Dellos Snapshot von links aus konnte Florian Vorauer mit der Schulter über die Querlatte ablenken, als Diego Cuglietta von hinter dem Kasten aus zwischen den Hashmarks bedient wurde und direkt abzog, rettete der KAC-Goalie erneut (jeweils 24.). Als ein Abpraller zu Gregorio Gios in halbrechter Position sprang und dieser das halbleere Tor vor sich hatte, wehrte der Schlussmann in der Grätsche ab (25.). Nachdem sich Vorauer auch gegen Albis behauptet hatte (29.), musste er doch ein drittes Mal hinter sich greifen: Dante Hannoun kreuzte aus der rechten Rundung über den Rückraum bis links an die Grundlinie, stocherte den Puck dort zu Blake McLoughlin weiter und dieser traf aus spitzestem Winkel und via Vorauers Rücken (30.). Als Clemens Unterweger aus dem linken Rückraum schlenzte, verlängerte Drozg vor dem Crease zu mittig auf den Goalie (31.), in seinem nächsten Wechsel servierte der Slowene die Scheibe von hinter dem Tor aus vor den kurzen Pfosten, von wo aus sie Travis St. Denis über das Quergestänge klopfte (35.). Nach einer Obersteiner-Puckeroberung passte Hundertpfund aus der linken Rundung an die rechten Hashmarks zum dort freien Raphael Herburger, der seine Direktabnahme auf Jacob Smiths Beinschoner setzte (35.). Finn van Ee und Tobias Sablattnig am Rebound blieben aus kürzester Distanz ebenfalls am Pad des Torhüters hängen (38.), ehe die Rotjacken zu ihrem zweiten Powerplay der Partie kamen. Dort jagte Clemens Unterweger einen scharfen Schlagschuss von der blauen Linie aus auf die Innenstange, das Spielgerät sprang aber – symptomatisch für diesen Abend – zurück in das Spielfeld statt in die Maschen (40.).
Im dritten Abschnitt parierte Florian Vorauer den flachen Houde-Abschluss eines „Drei-gegen-Zwei“-Angriffs (44.), im Powerplay für die Gäste war er bei einem Caamano-Backhander zur Stelle (45.). Als die Rotjacken wieder mit einem Mann mehr am Eis agierten, dauerte es nur elf Sekunden, ehe sie endlich auf die Anzeigetafel kamen: Göransson brachte einen Abpraller aus spitzem Winkel zurück vor den Torraum und Nick Petersen schob den Puck mit der Rückhand über die Linie (48.). Der EC-KAC baute nun mehr und mehr Druck auf und schnürte die Italiener in deren Zone ein: Nachdem ein Göransson-Kracher von der Bande zurücksprang, konnte Jan Drozg den Puck nicht in der kurzen Ecke unterbringen (50.), dann gelang jedoch der Anschlusstreffer. In Folge eines Net Drives von Sablattnig konnte Smith den Puck nicht festhalten, mehrere Verteidiger und Finn van Ee stocherten nach dem Spielgerät, das letztlich Daniel Obersteiner aus dem Getümmel zog und in die Maschen lupfte (54.). Gut zwei Minuten später wurden in einer Sequenz gleich zwei MHC-Spieler in die Kühlbox geschickt, die Rotjacken kamen zu einer zweiminütigen „Fünf-gegen-Drei“-Möglichkeit, vermochten diese aber trotz bester Chancen (Petersen/56., Drozg/57., Nickl und Jensen Aabo/58.) nicht in den Ausgleichstreffer zu konvertieren. Nach einem Klagenfurter Scheibenverlust in der neutralen Zone trafen stattdessen die Mailänder, Caamano schickte den Puck in den verwaisten KAC-Kasten und servierte dem Tabellenführer damit seine erste Saisonniederlage (59.).
Post Game-Kommentar von Assistant Coach Christoph Brandner:
„Das war die erwartet schwere Aufgabe, die wir uns selbst nicht unbedingt leichter gemacht haben. Es fehlte heute die Effizienz, 64 Torschüsse und zwei Treffer, das reicht natürlich nicht. Milano hat es am Anfang sehr smart gespielt und die Chancen, die sie hatten, auch verwertet. Für uns war es vielleicht eine gute Erfahrung, zu sehen, dass es manchmal nicht so vergleichsweise leicht läuft, wie in manchen der letzten Partien, und dass man dann in solchen Situationen draufbleiben und weiterarbeiten muss. Ich denke, das hat man im letzten Drittel gesehen, wir haben gezeigt, dass wir in ein Spiel zurückkommen können, auch wenn es sich am Ende nicht mehr ausgegangen ist. Insgesamt kein schlechter Auftritt von uns, aber von der Effizienz her nicht genug, um das Score noch zu unseren Gunsten zu drehen.“


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