Die erste Offensivszene der Partie kreierte Luis Lindner, der um das KAC-Tor kurvte und dann aus spitzem Winkel flach abzog, Florian Vorauer war aufmerksam (2.). Als dann in der Angriffszone zwei Rotjacken-Spieler kollidierten, passte Henrik Neubauer in den Lauf von Emil Romig, der am Ende seines 40-Meter-Solos flach zur Führung für die Hausherren einschoss (4.). Thomas Hundertpfund verzog nach Klassek-Puckeroberung (5.), ihr erstes Überzahlspiel nutzten die Klagenfurter aber zum Ausgleich: Jan Drozg jagte eine Direktabnahme vom hinteren Ende des linken Faceoff-Kreises aus am Petersen-Screen vorbei in die Maschen (8.). In ihrem ersten Unterzahlspiel verteidigten sich die Rotjacken mit vier Befreiungen geschickt, mit Ablauf der Strafzeit schnitt David Waschnig über rechts mit einem Haken nach innen, fand dann jedoch nur den Beinschoner von Dylan Wells (11.). Als die aus der Rundung an den Crease geschlenzte Scheibe vom Linzer Schlussmann aus senkrecht in die Luft stieg, realisierte Petersen den Sachverhalt als Erster, sein Baseball-Schwinger aus kurzer Distanz ging jedoch am Ziel vorbei (12.). Romig schloss einen „Drei-auf-Zwei“-Konter aus dem Zentrum selbst ab, Vorauer parierte mit der Schulter (13.), gegen Neubauer aus halblinker Position schloss der KAC-Goalie die kurze Ecke (17.). Auch durch einen Lebler-Onetimer aus der Distanz (18.) und neuerlich von Neubauer, der an den linken Hashmarks frei zum Abschluss gekommen war (20.), war der Schlussmann nicht zu bezwingen.
In der Anfangsphase des zweiten Abschnitts lenkten die Black Wings das Spiel mit einem Doppelschlag in ihre Richtung: Nach einem überhasteten Abschluss Klagenfurts im Angriff konterte Linz „Zwei-gegen-Eins“ und Luca Erne verwertete den Knott-Querpass ohne Probleme (21.). Nur 28 Sekunden später setzte Luis Lindner im halblinken Rückraum eine Körpertäuschung, um den Puck dann auf den Kasten zu schlenzen, Oskar Maier stocherte den Abpraller über die Linie (22.). In einem nur acht Sekunden dauernden Powerplay parierte Wells einen Obersteiner-Onetimer, Petersen gelangte nicht an den Rebound (27.). Bei numerischem Vorteil zogen die Oberösterreicher dann – neuerlich mit einem Doppelschlag – noch weiter davon: Niklas Würschl setzte bei „Fünf-gegen-Drei“ eine Direktabnahme vom linken Anspielpunkt aus in die Maschen (30.), wieder exakt 28 Sekunden später, nun bei „Fünf-gegen-Vier“, spielte Trenton Bliss von hinter der Grundlinie aus Romig an, der den Puck aus spitzem Winkel in der kurzen Ecke unterbrachte (31.). Auf Seiten der Klagenfurter scheiterte Jesper Jensen Aabo mit einem Onetimer (33.), als der Däne im Powerplay von der blauen Linie aus schlenzte, wurde das Spielgerät noch knapp neben den Kasten abgelenkt (37.). Nick Petersen passte von hinter der verlängerten Torlinie aus zu Jan Drozg zurück, dieser jagte die Scheibe jedoch an der langen Ecke vorbei (38.). Wieder bei Even Strength gab Goalie Wells bei einem Sablattnig-Schuss von rechts den Rebound her, Thomas Hundertpfund klopfte diesen von vor dem Crease aus aber über die Querlatte (40.).
Im dritten Durchgang landete Petersens Abfälscher eines Wristshots von Göransson nicht im Tor (44.), nach Sablattnig-Diagonalpass aus der linken Rundung zielte Finn van Ee von den linken Hashmarks aus zu mittig (45.). So ging auch der fünfte Treffer in Folge auf das Konto der Black Wings: Ihr „Drei-auf-Eins“ schien zu versanden, Romig stocherte die Scheibe aber zurück an den Torraum, wo Neubauer den Schläger hinhielt, MacKinnon kratzte den Puck erst nach dessen knappen Überschreiten der Torlinie von ebendieser (47.). Die verbleibende Spielzeit verlief dann eher unspektakulär, wenngleich der EC-KAC noch einige gute Einschussgelegenheiten kreierte: Einen Schuss von Tobias Sablattnig aus dem hohen Slot blockte Kragl (48.), Daniel Obersteiner wurde bei einem aufgeknieten Onetimer aus halblinker Position regelwidrig aber ungeahndet behindert (52.) und als Ben Öfner auf der linken Seite steil ging und scharf zur Mitte spielte, lenkte Sablattnig den Puck an die Querlatte ab (53.). Die letzte wirklich gefährliche Aktion der Begegnung leitete der stark aufspielende Luis Lindner mit einem Schlenzer aus dem linken Rückraum ein, gegen den bereits am Eis sitzenden Florian Vorauer kam an der kurzen Stange jedoch keiner seiner Mitspieler an den Rebound (58.). Die Rotjacken beschlossen in Linz eine bittere Woche mit mehr Verletzten als Treffern und null Punkten, behalten aber ihren zweiten Tabellenplatz.
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Wir haben von Beginn an zu viele Scheibenverluste in der neutralen und offensiven Zone produziert und daher den Puck viel zu selten rechtzeitig in die Tiefe gebracht. Dank des Überzahltreffers konnten wir mit dem ersten Abschnitt aber einigermaßen zufrieden sein. Die zwei frühen Gegentore im zweiten Drittel haben das Momentum auf die Seite von Linz gebracht, wir konnten es den gesamten Abend hindurch dann nicht mehr zurück zu uns ziehen. Die vielen Ausfälle sind, auch wenn es gegen einen ziemlich kompletten Gegner ging, keine Ausrede, aber wir waren heute sehr jung besetzt und das hat sich in manchen Situationen auch gezeigt. Diesen Abend und diese Woche gilt es sehr schnell zu vergessen, morgen können wir dann hoffentlich die Akkus einigermaßen aufladen und vielleicht den einen oder anderen Spieler zurück in das Lineup bringen, um am Dienstag gegen den finnischen Vizemeister eine gute Figur abzugeben.“


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