Nachdem Goalie Adam Reideborn einen Drozg-Onetimer von links aus mit den Pads pariert hatte (2.), gingen die Vienna Capitals früh in Führung: Nelson Nogier ging auf der rechten Seite von der eigenen Zone aus steil und passte aus der Rundung scharf vor den Kasten, die hängengebliebene Scheibe rutschte vor den kurzen Pfosten, wo Senna Peeters freistehend mit der Vorhand einsenden konnte (3.). Auf Seiten der Rotjacken passte David Waschnig von der verlängerten Torlinie aus diagonal nach hinten, Jacob Hudson wischte über den Puck (6.). Einen ähnlichen Weg nahm das Spielgerät in Minute 14, als Simeon Schwinger Thomas Hundertpfund fand, der von der Innenseite des linken Anspielkreises aus seinen Onetimer aber über das Gehäuse jagte. Im ersten rot-weißen Überzahlspiel schaufelte Daniel Obersteiner den Puck aus der Nahdistanz über das Ziel (15.), wenig später glichen die Klagenfurter allerdings aus: Eine feine „Einmal Berühren“-Kombination, ausgehend von Jesper Jensen Aabo im Rückraum über Thimo Nickl an der linken Halfwall, vollendete Travis St. Denis per Direktabnahme aus dem rechten Faceoff-Kreis (16.). Zwi dicke Gelegenheiten hatten die Hausherren vor der ersten Pause noch: David Waschnig zog am Crease kreuzend den Puck an sich und schob ihn in Richtung Tor, Reideborn machte unten aber alles zu (19.). Ein feiner Nickl-Steilpass fand an der offensiven blauen Linie Finn van Ee, der sein partielles Breakaway mit der Vorhand abschloss, der Caps-Goalie parierte mit der Schulter (20.).
Den zweiten Durchgang eröffnete ein diagonaler Net Drive von Travis St. Denis über die rechte Seite, sein Rückhandschuss flog über das Gehäuse (22.), auf der Gegenseite passte Konstantin Komarek von der linken Halfwall aus stark zum an den rechten Hashmarks freien Benjamin Lanzinger, der von Florian Vorauer mit den Beinschonern verneint wurde (23.). Nach einem gewonnenen Faceoff in der Angriffszone zog Jan Drozg sofort ab, der Puck landete halbhoch an der Stange und sprang in das Spielfeld zurück (25.). Clemens Unterweger zog vom hinteren Ende des linken Anspielkreises aus ab, Reideborn wehrte mit der Schulter ab (29.), beim nächsten Fernschuss des Verteidigers stocherte Simeon Schwinger den Abpraller unter dem Goalie hindurch, aber am Ziel vorbei (31.). Als Travis St. Denis auf und davon war und nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, bekam der EC-KAC einen Penalty Shot zugesprochen, bei dem der Kanadier das Spielgerät aber über die Querlatte schlenzte (32.). Ihr erstes Überzahlspiel der Partie konnten die Gäste sehr druckvoll gestalten: Einen ersten Komarek-Schuss von rechts aus lenkte Florian Voauer mit der Maske ab, bei einem zweiten – einem Onetimer aus der Tiefe nach Diagonalpass – verschob der Klagenfurter Goalie gut seitwärts (jeweils 36.). Linden Veys Direktabnahme vom linken Flügel aus rutschte Vorauer im Zuge der Abwehr unter dem Arm durch, Jesper Jesen Aabo wischte den Puck aus dem Torraum (38.). Wien setzte sich auch nach dem Powerplay in der KAC-Zone fest und kam dabei zur neuerlichen Führung: Shane Gersich glitt von der Grundlinie aus in den rechten Faceoff-Kreis und traf mit einem Handgelenksschuss via Innenstange (39.).
Ein Überzahlspiel am Übergang vom zweiten zum dritten Drittel brachte wenig Zwingendes von den Rotjacken, danach sahen sie sich zum ersten Mal mit einem Zwei-Tore-Rückstand konfrontiert: Konstantin Komarek schlenzte aus dem linken Rückraum und Shane Gersich fälschte vor dem kurzen Pfosten in die Maschen ab (43.). Im dritten KAC-Powerplay des Abends lenkte Adam Reideborn einen Jensen Aabo-Kracher noch über das Tor ab (45.), dann verkürzte Rot-Weiß in Person von Thomas Hundertpfund: Der von St. Denis aus der Rundung bediente Kapitän konnte sich den Puck halbrechts im hohen Slot herrichten und ihn dann per sattem Schlagschuss versenken (46.). Nach einem Klagenfurter Turnover in der eigenen Zone tauchte Marco Richter frei vor Florian Vorauer auf, der sich aber breit machte und parieren konnte (49.), bei den Rotjacken setzte Nick Petersen von der Grundlinie aus Travis St. Denis in Szene, dessen Schuss von zwischen den Hashmarks aus am Gehäuse vorbei abgefälscht wurde (51.). Im zweiten Überzahlspiel des Abends für die Capitals drehte Vorauer einen Bailen-Kracher über die Querlatte (55.), als danach sowohl der Goalie als auch ein Verteidiger ohne Stock agieren mussten, fighteten die Hausherren beherzt und blieben ohne Gegentreffer. Dem Ausgleich am nächsten kam der EC-KAC in Minute 58, als Thimo Nickl von der rechten Seite der blauen Linie aus abzog, Raphael Herburger den Rebound mit dem Rücken zum Tor annahm und dann aus der Drehung am Goalie vorbeischob, der Puck wurde am Weg durch den Crease vom Skate von Nick Bailen neben das Tor abgefälscht. Einem letzten Aufbäumen mit sechs Feldspielern fehlte wie dem rot-weißen Spiel insgesamt der entscheidende Funke, die zweite Heimniederlage der Saison war nicht mehr abzuwenden.
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Wir müssen Konstanz in unserem Spiel finden, wir sprechen darüber, aber noch ändert sich nichts. Heute waren wir über weite Strecken der Partie nicht schlecht, aber dann starteten wir Aktionen, die individuell waren und nicht Teil des mannschaftlichen Konzepts sind. Wir können von unserem Powerplay, von unserem Penalty Killing und von unserem Goalie nicht mehr fordern, als heute gezeigt wurde, das war sehr gut. Aber dann waren da eben die Einzelaktionen, die nicht das darstellen, was unsere Mannschaft benötigt. So lange, bis wir das verstanden haben und dann auch abstellen, werden wir ein Team bleiben, das mal gewinnt und mal verliert. Wenn wir aber diesen Punkt erreichen, dann denke ich, dass wir eine Truppe mit sehr viel Potenzial haben, jedoch weiß man: Potenzial ist nichts, ehe man es nicht in Reales umsetzt.“


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