Zum Start in das zweite Viertel des Grunddurchgangs in der win2day ICE Hockey League treten die Rotjacken am Freitag zum ersten Mal auswärts beim im Sommer neu in die Liga gekommenen Milano Hockey Club an.

Nach einem Test- und einem Ligaspiel, ausgetragen jeweils auf eigenem Eis, tritt der EC-KAC (acht Siege, fünf Niederlagen) am Freitag, dem 23. Oktober 2026, zum ersten Mal auswärts gegen den im Sommer neu in die Liga gekommenen Milano Hockey Club (sechs Siege, sieben Niederlagen) an. In der Metropole der Lombardei kommt es dabei zur Begegnung zwischen dem aktuell Acht- und dem derzeit Drittplatzierten in der Tabelle der win2day ICE Hockey League. Spielbeginn ist wie in Italien an Wochentagen üblich um 19.45 Uhr, Sporteurope.TV überträgt live.

BERICHTERSTATTUNG

Diese Begegnung ist nicht im Free-TV zu sehen, eine Livestream-Übertragung, produziert vom gastgebenden Klub, ist jedoch wie gewohnt auf Sporteurope.TV (Pay-per-View) verfügbar, Sendungsbeginn ist um 19.30 Uhr. Radio Kärnten (online empfangbar über sound.orf.at) begleitet das Spiel im Kärntner Eishockeymagazin, das um 20.04 Uhr beginnt.

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC beschloss das erste Viertel des Grunddurchgangs am Mittwochabend mit einem 6:3-Heimsieg gegen Fehérvár AV19, der nur in einigen kritischen Minuten früh im zweiten Abschnitt in Gefahr war. Mit ihrem erst zweiten Drei-Punkte-Sieg aus den letzten acht Liga-Runden schoben sich die Klagenfurter in der Tabelle wieder auf Platz drei, im Ranking nach Punkten pro Spiel nehmen sie die vierte Position ein. Die Rotjacken konnten bislang 24 Zähler auf ihr Konto bringen und liegen damit über ihrem Schnitt nach 13 Runden aus den letzten drei Saisonen (21,7), die bekanntlich allesamt mit Rang eins oder zwei in der Abschlussreihung des Grunddurchgangs geendet haben. Allerdings kassiert der EC-KAC mit 3,00 pro Partie unverändert zu viele Gegentore, höher lang dieser Wert am Ende einer Spielzeit zuletzt 2015/16. Zu steigern gilt es auch die Auswärtsperformance: Nach überzeugenden Siegen mit jeweils sieben erzielten Treffern in Salzburg und Ljubljana zu Saisonbeginn verbuchte Rot-Weiß aus den letzten vier Begegnungen fernab der Heimat lediglich drei von zwölf möglichen Punkten.

Der im Sommer neu aus dem für Eishockey historisch betrachtet nicht unfruchtbaren lombardischen Boden gestampfte Milano Hockey Club legte einen famosen Start in seine erste Saison in der win2day ICE Hockey League hin und feierte in den ersten (allesamt auswärts ausgetragenen) sechs Partien fünf Siege. Im Oktober wendete sich das Blatt jedoch, von in Summe sieben Begegnungen wurde nur noch eine einzige gewonnen, wodurch das Team von Head Coach Doug Shedden in der Tabelle auch auf Rang acht zurückgefallen ist. Am Mittwoch vermochte der MHC beim amtierenden Meister in Graz zwischenzeitlich zwar zwei Mal, ein Defizit auszugleichen, am Ende setzte es aber eine 3:5-Niederlage, den dritten „Nullpunkter“ in der Fremde hintereinander. In ihrer eigenen Heimstätte, der erst am 9. Oktober eröffneten Fiera Ice Arena, lief es für die Italiener bislang ebenfalls noch nicht optimal, drei von vier Partien gingen verloren, zwei davon allerdings erst nach Verlängerung. Seinen einzigen Heimsieg konnte Milano bislang am Sonntag gegen Fehérvár AV19 (3:0) feiern.

Die Geschichte:

Der Liganeuling, der in der Pre-Season für ein Trainingscamp in Klagenfurt Station machte und sich den Rotjacken im Rahmen der WellCard Trophy mit 0:2 geschlagen geben musste, traf in der laufenden win2day ICE Hockey League-Saison bereits ein Mal auf den EC-KAC: Am 30. September siegte der Milano Hockey Club in der Heidi Horten-Arena mit 4:2 und fügte dem Rekordmeister damit nach damals fünf Erfolgen am Stück die erste Saisonniederlage zu. Die Kärntner stolperten in dieser Begegnung allerdings mehr über sich selbst und ihre Ineffizienz als über ihren Gegner, resultierten doch 62 Torschüsse, davon 20 aus dem Slot, in nur zwei Treffern. Klagenfurt kreierte bei Even Strength nicht weniger als 75 Puckbesitz-Sequenzen im Angriffsdrittel, während die Italiener nur auf deren 42 kamen. Protagonisten des lombardischen Erfolgs in Klagenfurt waren Stürmer Nick Caamano (zwei Tore, eine Vorlage) sowie Goalie Jacob Smith, der trotz 4,86 Expected Goals des EC-KAC nur zwei Mal hinter sich greifen musste.

Personelles:

Bei den Rotjacken ergibt sich vor dem zweiten Liga-Duell mit dem Milano Hockey Club keine Entspannung der Personalsituation – im Gegenteil: Senkrechtstarter Ben Öfner musste das Heimspiel gegen Székesfehérvár am Mittwoch verletzungsbedingt vorzeitig beenden und wird voraussichtlich für einige Wochen aussetzen müssen. Seine Position nimmt wieder Niclas Micelli ein. Von den zuletzt fehlenden Akteuren kehrt am Freitag keiner in das Lineup zurück, dem EC-KAC fehlen in Italien also Sebastian Dahm, Maximilian Preiml, Jan Muršak, Fabian Hochegger, Matt Fraser (alle verletzt) und Nick Petersen (angeschlagen).

Pre-Game-Kommentar:

Mattias Göransson

„Drei wichtige Punkte, die wir auch gebraucht haben, so würde ich das Heimspiel vom Mittwoch zusammenfassen. Vom Leistungslevel her war es eher wechselhaft, aber wir haben uns in eine gute Position gebracht, indem wir einige Tore erzielt haben. Wir wissen genau, dass es Bereiche in unserem Spiel gibt, die wir verbessern müssen, aber zumindest haben wir wieder voll gepunktet, das steht im Vordergrund.“

„Das Defensivspiel ist noch nicht auf dem Niveau, das wir uns vorstellen, da ist es einfach nötig, dass wir noch mehr auf Details achten und konsequent sind. Es ist keine Entschuldigung, aber eine Erklärung, dass wir in den letzten Wochen ein sehr intensives Programm absolviert haben, da kann es passieren, dass sich mental eine gewisse Müdigkeit einschleicht. Wir müssen bei gegnerischem Puckbesitz in manchen Situationen bessere Lösungen finden, sonst bieten wir dem Gegner zu viele Möglichkeiten und werden dafür bestraft.“

„Wir haben in der Pre-Season und auch in der Liga schon gegen Milano gespielt, sie wirken auf mich wie eine flinke, mobile Mannschaft, der es gut gelingt, die neutrale Zone schnell zu überbrücken. Das ist ein gutes Team, das auch stark in die Saison gestartet ist, wir müssen von Beginn an auf ihre Spielweise eingestellt sein.“

„Die vielen und langen Reisen sind ein Teil unseres Jobs, aber es wäre gelogen, wenn man negieren würde, dass sie eine Auswirkung auf uns und unser Spiel haben. Auch wenn man an ihnen nicht aktiv ist, ziehen einem diese Reisetage viel Energie ab, das darf man nicht unterschätzen. Umso motivierter bereiten wir uns auf diesen Trip vor, weil wir wissen, dass er spielplan- und länderspielpausenbedingt der letzte lange für einige Wochen ist.“

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