Mit einem 6:3-Heimerfolg gegen Fehérvár AV19 kehrte der EC-KAC zum Abschluss des ersten Grunddurchgangsviertels in der win2day ICE Hockey League wieder auf die Siegerstraße zurück und schob sich mit den drei Zählern auf den dritten Tabellenrang.

Die erste gefährliche Offensivaktion starteten die Gäste aus Ungarn, Gergő Mihalik kam zu einem 40-Meter-Solo, an dessen Ende er den Haken auf die Rückhand anbrachte, dann aber von Florian Vorauer verneint wurde (3.). Auf Seiten der Klagenfurter scheiterte Travis St. Denis im zweiten Versuch aus kurzer Distanz an Goalie Rasmus Reijola (4.), als der Kanadier zwischen den Hashmarks mit der Rückhand zum Abschluss kam, fehlte dem Schuss der Nachdruck (10.). Ein Passversuch von Michael Farren kullerte unter Florian Vorauer hindurch durch den Torraum (11.), dann gingen die Rotjacken in Führung: Jesper Jensen Aabo passte aus der linken Rundung scharf vor den Kasten, Simeon Schwinger verlängerte leicht und Thomas Hundertpfund kehrte vom langen Pfosten aus ein (11.). Als die Scheibe aus einer Zweikampfsituation in der Tiefe vor das Tor sprang, machte der KAC-Goalie gegen Mihalik die kurze Ecke zu (13.), auf der Gegenseite zog Simeon Schwinger aus spitzem Winkel ab, Reijola rettete mit der Schulter (14.). Finn van Ee lief einen „Zwei-auf-Eins“-Konter der Gäste stark ab (15.), gegen Thomas Hundertpfund von rechts aus riss der finnische Schlussmann Fehérvárs im letzten Moment den Arm nach oben (17.). Noch vor der zweiten Pause legten die Rotjacken den zweiten Treffer nach: Hudsons Querpass von der linken Halfwall aus wurde abgefälscht, Travis St. Denis stoppte den Puck an den rechten Hashmarks aus der Luft und tippte ihn an die linken, von wo aus Jan Drozg per Onetimer halbhoch in die linke Ecke traf (19.).

Früh im zweiten Durchgang gab Anže Kuralt einen ersten Warnschuss ab, den Florian Vorauer parieren konnte (21.), wenig später landete Székesfehérvár aber auf der Anzeigetafel: Im Konter passte István Terbócs aus der rechten Ecke scharf an den Torraum, wo Roland Kiss die Schlägerschaufel hinhielt und den Puck durch die Beine des Goalies ablenkte (23.). Danach hatten die Gäste ihre stärkste Phase des Abends und kreierten einige gute Offensivszenen: Florian Vorauer wehrte einen verdeckten Distanzschuss von Justin MacPherson mit der Schulter ab (24.) und fuhr bei einem doppelt abgefälschten Zloty-Schlenzer aus dem hohen Slot stark seinen Schoner aus (25.), auch bei einem neuerlichen MacPherson-Abschluss nach rot-weißem Turnover parierte der KAC-Goalie (26.). Stattdessen trafen in dieser Druckphase der Ungarn die Rotjacken: Tobias Sablattnig ging von der neutralen Zone aus halbrechts steil, als alles mit einem Haken nach innen rechnete, chippte er den Puck mit der Rückhand sehenswert hoch in die kurze Kreuzecke (26.). Gut zwei Minuten später zogen die Hausherren weiter davon: Thomas Hundertpfund fing einen misslungenen Befreiungsschlag im rechten Anspielkreis ab und servierte zu Simeon Schwinger, der sich das Spielgerät an den linken Hashmarks noch herrichten konnte und es dann mit der Vorhand in die Maschen wuchtete (29.). Im einzigen KAC-Powerplay des Abends war ein Göransson-Schuss am Weg hoch in die lange Kreuzecke unterwegs, ehe ein Abwehrspieler noch seinen Körper dazwischen brachte (32.), wieder bei „Fünf-gegen-Fünf“ blieb der aus der Rundung bediente Sablattnig vom Torraum aus an Reijolas Beinschoner hängen (33.). Einen von hinter dem Kasten aus der Luft gefährlich vor das Tor plumpsenden Puck konnte Vorauer im zweiten Versuch einfrieren (36.), dann erhöhten seine Vorderleute das Score: Jesper Jensen Aabo schlenzte aus dem linken Rückraum in die Maschen, Obersteiner und Sablattnig hatten die idealen Screens gestellt (37.). Der Arbeitstag von Rasmus Reijola war damit vorzeitig beendet, seine Teamkollegen spielten anschließend in ihrem ersten Überzahlspiel der Partie noch gute Gelegenheiten heraus: Florian Vorauer wehrte aber sowohl den gezogenen Wristshot von Michael Farren (39.) als auch den Onetimer von Tim Campbll ab (40.).

Im dritten Abschnitt blockte Thimo Nickl nach einem Hechtsprung einen satten Kiss-Schlagschuss (46.), auf der Gegenseite tippte Travis St. Denis am langen Pfosten einen Hudson-Querpass am Ziel vorbei (47.). Im Liegen rettete Florian Vorauer gleich zwei Mal gegen János Hári (48.), wenig später wurde er aber wieder bezwungen: Justin MacPherson schlenzte aus dem linken Rückraum und Trevor Cheek fälschte an den Hashmarks unhaltbar ab (49.). Am Ende eines 30-Meter-Solos wurde Jan Drozg noch von zwei Gegenspielern so behindert, dass er seinen Abschluss nur zu zentral auf den eingewechselten Levente Hegedűs setzen konnte (54.), noch im gleichen Wechsel fälschte der Slowene einen Göransson-Blueliner an die Außenstange auf der kurzen Ecke ab (jeweils 54.). Nachdem Klagenfurts Schlussmann ein partielles Breakaway von Donát Horváth gestoppt hatte (57.), riskierte Fehérvár AV19 im Zuge seines zweiten Powerplays und spielte „Sechs-gegen-Vier“: Ein Fernschuss von MacPherson sprang von der Hintertorbande aus auf der anderen Seite des Gehäuses in Richtung Grundlinie, Michael Cyr kehrte aus spitzem Winkel ein (59.). Für den Schlusspunkt in dieser Begegnung sorgten aber die Rotjacken: Tobias Sablattnig erlief hinter dem verwaisten Kasten der Gäste den Puck, Daniel Obersteiner legte uneigennützig ab und Finn van Ee erzielte den Treffer zum 6:3-Endstand.

Post Game-Kommentar von Assistant Coach Christoph Brandner:

„Ich denke, dass das grundsätzlich ein gutes Spiel von unserer Mannschaft war, vor allem war es wichtig, dass wir wieder einmal drei Punkte eingefahren haben. Wenn man sich den Verlauf der Partie ansieht, hat sich aber auch klar gezeigt, dass wir noch auf einem Entwicklungsweg sind und dabei noch etwas lernen müssen. Wir haben gesehen, dass man auch mit einer klaren Führung im Rücken smarter spielen muss als wir das heute getan haben. Im Großen und Ganzen sind wir aber zufrieden, ein guter Sieg, jetzt reisen wir mit einem positiven Gefühl zum Spiel in Mailand am Freitag.“

ICE Hockey League, 13. Runde
21. Oktober 2026 / 19:15 Uhr
Heidi Horten-Arena, Klagenfurt, AUT, 3.271 Zuschauer
ICE
EC-KAC
6
:
3
(2:0, 3:1, 1:2)
Fehérvár AV19
Schiedsrichter
A. Huber (AUT), Režek (SLO)
Aufstellung EC-KAC
Vorauer (Mitens) Jensen Aabo-Göransson, Unterweger-Nickl, MacKinnon-Simović Hudson-St. Denis-Drozg, Herburger-Hundertpfund-Schwinger, van Ee-Obersteiner-Sablattnig, Öfner-Waschnig-Wadel
Fehlende Spieler
Dahm, Preiml, Muršak, Hochegger, Fraser (alle verletzt), Petersen (angeschlagen)
Torfolge
1:0 Thomas Hundertpfund (10:48/Simeon Schwinger, Jesper Jensen Aabo) 2:0 Jan Drozg (18:19/Travis St. Denis, Jacob Hudson) 2:1 Roland Kiss (22:31/István Terbócs, László Farkas) 3:1 Tobias Sablattnig (25:52/Finn van Ee) 4:1 Simeon Schwinger (28:20/Thomas Hundertpfund, Raphael Herburger) 5:1 Jesper Jensen Aabo (36:52/Finn van Ee, Tobias Sablattnig) 5:2 Trevor Cheek (48:51/Justin MacPherson, Michael Farren) 5:3 Mika Cyr (58:03/Justin MacPherson, Anže Kuralt/PP1, EA) 6:3 Finn van Ee (59:58/Daniel Obersteiner, Tobias Sablattnig/EN)