In ihrem letzten Ligaspiel außerhalb der Grenzen Kärntens bis Weihnachten treten die Rotjacken am Sonntag bei Fehérvár AV19 an, kac.at stellt den amtierenden Vizemeister genauer vor.

Aktuelles:

Nach einem eher durchwachsenen Saisonstart (nur vier „Dreier“ in den ersten elf Partien) schwang sich der aktuelle Vizemeister der win2day ICE Hockey League in den vergangenen Wochen wieder zu einer der formstärksten Mannschaften im Bewerb auf: Fehérvár AV19 punktete in sieben seiner letzten acht Partien. In den beiden nach der Länderspielpause ausgetragenen Begegnungen gelangen knappe Auswärtssiege in Regulation, auf ein 2:1 bei den Vienna Capitals am Dienstag folgte am Freitag ein 1:0-Erfolg bei den Black Wings Linz. Damit liegen die Ungarn, die bereits ein Spiel mehr ausgetragen haben als der EC-KAC, in der Tabelle direkt hinter den Rotjacken auf Rang sieben, aktuell trennt die beiden Teams ein Zähler. Ihre traditionelle Heimstärke konnte die Truppe von Head Coach (und mittlerweile auch Nationaltrainer) Kevin Constantine in der laufenden Spielzeit noch nicht wie gewünscht ausspielen, auf eigenem Eis wurden bislang mehr Zähler abgegeben (15) als gewonnen (zwölf).

Spieler im Fokus:

In überragender Form agierte beim letztjährigen Finalisten in den vergangenen Wochen Torhüter Olivier Roy: Seit 14. Oktober verbuchte der Kanadier bei zehn Starts gleich drei Shutouts, drei weitere Male ließ er nur einen Gegentreffer zu. Der Goalie präsentierte sich heuer zudem als sehr konstant, seine statistischen Kennzahlen in Heimspielen sind nahezu deckungsgleich mit jenen aus Auswärtspartien. Die beiden knappen Erfolge in der Fremde in der laufenden Woche fixierten die Ungarn beide mit jeweils einem späten Treffer in der 55. Minute: Hatte am Dienstag in Wien noch der teaminterne Topscorer Alex Petan (sieben Tore, neun Vorlagen) für die Entscheidung gesorgt, so kam diese Rolle am Freitag in Linz István Bartalis (sechster Saisontreffer, zweitbester Wert aller Kaderspieler) zu. In Partien gegen den EC-KAC stets zu Fehérvárs Besten gehört Routinier Andrew Sarauer: Der 38-Jährige brachte sein Team im ersten Saisonduell mit den Klagenfurtern Ende Oktober nicht nur früh in Führung, er überzeugte auch am Faceoff-Punkt (75,0 Prozent) sowie generell im Spiel „Fünf-gegen-Fünf“ (Corsi-For-Percentage 73,7 Prozent), in beiden Kategorien führte er seine Mannschaft in dieser Begegnung an.

Bilanz gegen den EC-KAC:

Seit dem Einstieg Székesfehérvárs in die damalige EBEL (2007) standen sich die Ungarn und der EC-KAC 77 Mal gegenüber, wobei die Rotjacken in der historischen Bilanz mit 42 respektive 35 Siegen voranliegen. Insgesamt 54 Begegnungen – satte 70,1 Prozent – endeten mit Erfolgen für die jeweils gastgebende Mannschaft. In Ungarn vermochten sich die Klagenfurter lediglich bei neun von 38 Auftritten in regulärer Spielzeit durchzusetzen, allerdings verließen sie die Ifjabb Ocskay Gábor Jégcsarnok auch nur bei einem ihrer fünf Gastspiele in den beiden vergangenen Saisonen ohne Zähler. Insgesamt fuhr der EC-KAC in nur sechs der letzten 21 direkten Duelle mit Fehérvár AV19 die vollen drei Punkte ein.

KAC-AVS (28.10.2022)

Das letzte Duell:

Der EC-KAC und Fehérvár AV19 standen sich in der laufenden Saison bislang ein Mal gegenüber: Am 28. Oktober 2022 siegten die Rotjacken auf eigenem Eis mit 3:2 nach Verlängerung. Die Ungarn gaben dabei eine 2:0-Führung nach knapp 17 Minuten aus der Hand, Treffer von Lukas Haudum und Matt Fraser brachten Klagenfurt in die Verlängerung, die Paul Postma nach nur 35 Sekunden zu einem aus rot-weißer Sicht positiven Abschluss brachte. Leichte Vorteile in Sachen Puckbesitz (50,8 Prozent) konnten die Gäste nur in unzureichendem Ausmaß in wirklich gefährliche Torchancen ummünzen, sie gaben lediglich sechs Torschussversuche aus dem Slot ab, während der EC-KAC auf deren gleich 24 kam. Nicht vom Glück verfolgt war in dieser Begegnung Klagenfurts Stürmer Lucas Lessio, der acht Torschüsse abgab (vierthöchster Wert eines KAC-Spielers in der Saison 2022/23), jedoch keinen Torerfolg verbuchen konnte. In negativer Erinnerung blieb der Abend auch für Daniel Obersteiner, der sich in der 16. Minute eine schwere Unterkörperverletzung zuzog, die einen langfristigen Ausfall nach sich zieht.

Spielbericht: „EC-KAC besiegt auch den Vizemeister“ (kac.at, 28.10.2022)