Mit dem EC Salzburg kommt am Freitag der amtierende Meister der win2day ICE Hockey League nach Klagenfurt, kac.at stellt die Truppe von Head Coach Matt McIlvance genauer vor.

Aktuelles:

Der amtierende ICE-Champion musste in der zweiten Novemberhälfte (erstmals seit 23 Monaten wieder) drei Niederlagen in regulärer Spielzeit hintereinander hinnehmen. Diese waren jedoch zum Teil auch der zwischenzeitlich sehr langen Liste an Ausfällen geschuldet. Im Dezember lief der EC Salzburg nun wieder zu bekannt guter Form auf: Am vergangenen Wochenende besiegten die Bullen die beiden aktuell in der Tabelle vor ihnen liegenden Teams aus Innsbruck (5:2) und Bolzano/Bozen (3:1), am Dienstag setzten sie sich auswärts beim HC Pustertal Wölfe mit 2:1 nach Verlängerung durch. Der Titelverteidiger ist damit nach Verlustpunkten bereits wieder gleichauf mit dem Spitzenduo im Ranking. Im bisherigen Saisonverlauf überzeugten die Mozartstädter insbesondere in der Defensive: 2,13 Gegentreffer pro Partie sind derzeit nicht nur ligaweiter Bestwert, Salzburg orientiert sich bereits wieder in Richtung des erst in der vergangenen Spielzeit aufgestellten Klubrekords (2,05). Ebenfalls bravourös präsentierten sich die Bullen heuer bislang im Spiel bei numerischem Nachteil: In ICE und CHL gemeinsam resultierten aus 101 Unterzahlsituationen lediglich 13 Verlusttreffer, die Erfolgsquote des Penalty Killings liegt demnach bei 87,1 Prozent.

Spieler im Fokus:

Beim EC Salzburg sind die Augen dieser Tage auf Dominique Heinrich gerichtet: Der Verteidiger bestritt am Dienstag in Brunico/Bruneck sein 769. Ligaspiel für die Bullen und avancierte damit zum alleinigen Rekordspieler in der Klubgeschichte. Der Verteidiger krönte diesen Meilenstein auch mit dem entscheidenden Treffer zum 2:1-Overtimesieg seiner Mannschaft. Teaminterner Topscorer des amtierenden Meisters ist Peter Schneider, der drei seiner 21 Zähler für Torvorlagen in den beiden bisherigen Saisonduellen mit dem EC-KAC gutgeschrieben bekam. Sein Linienkollege Benjamin Nissner ist einer von nur drei Kaderspielern Salzburgs, die bislang in sämtlichen 22 ICE-Partien dieser Spielzeit im Lineup standen, der gebürtige Wiener sammelte in bislang sechs Karriereeinsätzen für die Bullen gegen die Rotjacken sieben Scorerpunkte (drei Tore, vier Assists). In der Abwehr setzt der Titelverteidiger heuer wieder stark auf importierte Qualität, im letzten Ligaspiel am Dienstag entfielen satte 69,1 Prozent der auf sieben Defensivakteure verteilten Time-on-Ice auf Legionäre. Die größten Spielanteile im bisherigen Saisonverlauf erhielt Sommer-Neuzugang Dennis Robertson, dessen Schnitt pro Partie knapp oberhalb der 22-Minuten-Marke liegt.

Bilanz gegen den EC-KAC:

Die Rotjacken bespielten seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 keinen anderen Gegner häufiger als den EC Salzburg, obwohl dieser erst im Herbst 2004 in die Liga kam. Bislang duellierten sich die beiden Klubs, die auch elf der jüngsten 15 vergebenen ICE- bzw. EBEL-Meistertitel auf sich vereinen, bereits 155 Mal, wobei die historische Bilanz mit 83 gegenüber 72 Siegen zu Gunsten der Mozartstädter ausfällt. In der jüngeren Vergangenheit waren Konfrontationen zwischen diesen beiden Teams meist recht knappe Angelegenheiten, bei sieben der letzten zehn Aufeinandertreffen wurden sie am Ende nur durch ein einziges Tor getrennt. Auf Klagenfurter Eis siegte der amtierende Meister zuletzt drei Mal am Stück, jedoch punkteten die Rotjacken gleichzeitig in elf ihrer letzten 13 Heimspiele gegen die Bullen.

KAC-RBS (30.10.2022)

Das letzte Duell:

Nach dem rot-weißen 6:4-Auswärtssieg im ersten Saisonduell revanchierte sich Salzburg in der jüngsten Konfrontation, die am 30. Oktober vor 3.864 Zuschauern einen Shootout-Erfolg der Bullen in der Heidi Horten-Arena brachte. Einen Klagenfurter 2:0-Vorsprung beantwortete der Titelverteidiger mit drei Treffern, nur 27 Sekunden nach dem letzten Tor der Gäste glich der Rekordmeister aus, im letztlich nötig gewordenen Penaltyschießen traf Ali Wukovits als einziger der sechs angetretenen Schützen und fixierte somit den 4:3-Auswärtssieg. Die Kärntner agierten in dieser Begegnung insgesamt zielgerichteter, sie brachten 72,3 Prozent ihrer Torschussversuche auch tatsächlich auf den Kasten, während dieser Wert bei Salzburg bei lediglich 48,5 Prozent lag. Wesentlichen Anteil daran hatte – sonst keine ihrer Paradedisziplinen – das gute Blockspiel der Klagenfurter, die mit 19 geblockten Schüssen ihren Saisonhöchstwert (Schnitt in den übrigen Partien: 9,0) markierten. In keinem ihrer seither zehn Ligaspiele verbrachten die Klagenfurter weniger Zeit mit Puckbesitz in der Offensivzone (34,4 Prozent der insgesamten Zeit mit Scheibenkontrolle) als im jüngsten Duell mit Salzburg.

Spielbericht: „Salzburg siegt im Penaltyschießen“ (kac.at, 30.10.2022)