Das Future Team des EC-KAC kam am Samstag im neunten Anlauf erstmals zu einem AHL-Heimsieg gegen den EHC Lustenau, mit einem 3:1-Erfolg schlossen die jungen Rotjacken zu den Vorarlbergern auf.

Drittel 1

Die ersten beiden aussichtsreichen Gelegenheiten in dieser Begegnung fand das Future Team vor: Direkt vom Offensivzonen-Anspiel weg zog Fabian Hochegger von der inneren Seite des Faceoff-Kreises aus ab, Goalie Felix Nussbacher parierte mit dem Beinschoner. Als noch im gleichen Angriff Luka Gomboc von der rechten Seite quer in den Slot eindrang und freie Schussbahn hatte, schloss er zu zentral auf den Torhüter ab (jeweils 3.). Auf der Gegenseite zog Stefan Hrdina über die linke Seite flach zum Kasten, Florian Vorauer schloss die kurze Ecke (4.). Im ersten Powerplay für den EHC Lustenau verteidigten sich die Klagenfurter mit fünf Clearings gut, eine Großchance für die Gäste gab es aber dennoch: Über die Grundlinie wurde Kevin Puschnik am Torraum freigespielt, er klopfte auf den Puck, doch der KAC-Goalie parierte in zwei Etappen (6.).

Luc Slivnik fing die Scheibe in der neutralen Zone ab und leitete einen „Zwei-gegen-Eins“-Vorstoß ein, den er aus halblinker Position selbst abschloss, sein Schlenzer segelte jedoch über die lange Kreuzecke (7.). Auf Seiten der Vorarlberger brachte Max Wennlund tief vom linken Flügel aus einen scharfen Wristshot an, der noch die Stange streifte, als Kevin Puschnik im Slot bedient wurde und noch den Haken nach Linksaußen setzte, wehrte Florian Vorauer in der Grätsche ab (jeweils 9.). In ihrem ersten Überzahlspiel kamen auch die Klagenfurter zu einem Metalltreffer: Daniel Obersteiners scharfer Schlenzer aus dem rechten Faceoff-Kreis streifte die Stange (12.). Die letzte gute Gelegenheit im Startdrittel fand der EHC vor: Wennlund schoss vom linken Flügel aus der Drehung mit der Rückhand, der Puck rutschte knapp und flach am langen Pfosten vorbei (16.).

Drittel 2

Nur 33 Sekunden nach Wiederbeginn erwischte Maximilian Preiml mit einem nicht ganz lupenreinen, in seinem Resultat aber schlimmen Check hinter dem KAC-Tor Adem Kandemir, für beide war die Begegnung damit zu Ende, für den Klagenfurter aufgrund einer Spieldauerdisziplinarstrafe, für den blutenden und benommenen Vorarlberger aufgrund einer Verletzung. Das fünfminütige Unterzahlspiel überstanden die jungen Rotjacken unbeschadet: Florian Vorauer parierte einige Distanzschüsse und war bei Lustenaus bester Gelegenheit im Glück, als Max Wennlund aus der Ecke bedient von den linken Hashmarks aus nur die Kreuzecklatte traf (24.). Der KAC-Goalie grätschte in einen gefährlichen Querpass von Ville-Pekka Pietilä entlang des Torraums (26.), auch als es Puschnik per Wraparound auf die Vorhand versuchte und Wennlund am Crease auf den Rebound klopfte, war Florian Vorauer zur Stelle (28.).

Anže Šiftar fälschte einen Šlibar-Schuss aus dem linken Rückraum knapp neben das Gehäuse ab (33.), dann kam das Future Team zu seinem zweiten Überzahlspiel, in dem die Hochegger-Deflection eines scharfen Diagonalzuspiels von Stefan Klassek ebenfalls nur hauchdünn am Kasten vorbeiflog (33.). Bei einem gefährlichen Kukkola-Schuss durch den Verkehr, abgegeben fast von der Grundlinie aus, brachte Vorauer seinen Beinschoner in den Weg (37.), auf der Gegenseite zeichnete sich Nussbacher mit einem Catcher-Save in der kurzen Kreuzecke aus, Obersteiner hatte im Powerplay aus dem rechten Anspielkreis geschlenzt (39.). Im gleichen Überzahlspiel tankte sich Luka Gomboc mit einem Doppelhaken von Linksaußen bis vor den Crease durch, mit einem weiteren Haken auf die Rückhand verlud er auch den Schlussmann, schob die Scheibe dann aber aus spitzem Winkel in dessen Pads (40.).

Drittel 3

Im dritten Durchgang zog Fabian Hochegger am rechten Flügel aus dem Lauf ab, Felix Nussbacher lenkte den Puck über die Querlatte (41.), Lucas Haberl steckte die Scheibe von rechts aus diagonal auf Lenz Moosbrugger durch, dessen Rückhandschuss von Florian Vorauer verneint wurde (43.). Dann brandete in der Heidi Horten-Arena Jubel auf, die jungen Rotjacken gingen in Führung: Michael Malle glitt am linken Flügel bis knapp vor die Grundlinie und spielte dann scharf quer, Marco Sunitsch fälschte den Puck am langen Pfosten mit dem Schlittschuh in die Maschen ab (45.). Lustenau antwortete jedoch nur gut drei Minuten später im Rahmen seines dritten Powerplays der Partie: Nach Übergabe mit Shikera in der linken Rundung bediente Pietilä von hinter der verlängerten Torlinie aus Wennlund, der mit seiner Direktabnahme von den linken Hashmarks aus Vorauer tunneln konnte (48.). Anschließend brachten die Klagenfurter ein starkes Powerplay aufs Eis, das jedoch ohne Treffer blieb:

Bei einem Onetimer von Daniel Obersteiner nach Stefan Klassek-Pass durch die Box machte der Goalie der Vorarlberger die Seitwärtsbewegung mit und parierte sehenswert (49.), Tit Smolnikar verfehlte, als er im Slot freigespielt wurde, den Kasten (50.). Ausgerechnet bei numerischem Vorteil für die Gäste ging das Future Team, das zuvor vier Mal die Zone geklärt hatte, in Führung: Luka Gomboc ging über rechts in das Angriffsdrittel, brachte sich mit einem schönen Haken in den hohen Slot und sendete von dort aus per Wristshot ein (52.). Fast exakt drei Minuten später schoss der Slowene die jungen Rotjacken endgültig zum Sieg: In der eigenen Zone stocherte er dem umfallenden Aleksi Pakaslahti den Puck vom Schläger und brach zum Breakaway auf, das er mit der Vorhand erfolgreich zum Abschluss brachte (55.). Die Vorarlberger konnten nicht mehr zulegen, die letzte gute Gelegenheit im Spiel hatten auch die Hausherren: Stefan Klassek wischte über einen hoppelnden Flip-Querpass von Nejc Burgar (58.). (HB)

Harri Laurila, Head Coach EC-KAC Future Team:

„Wir haben der Mannschaft mit auf den Weg gegeben, dass sie viel eislaufen, verbissen kämpfen und Charakter zeigen muss, wenn sie gewinnen will, all das wurde sehr gut erfüllt. Wie geplant, hielten wir unser Spiel sehr simpel – und der Sieg war das Resultat davon. Ich finde, das war eine gute Eishockeypartie beider Mannschaften. Für uns war insbesondere das gut überstandene, fünfminütige Unterzahlspiel sehr wichtig, danach haben wir gezeigt, dass wir in dieser Qualifikationsrunde mit allen Teams mithalten können. Am Donnerstag wartet das nächste Heimspiel auf uns, dort wollen und müssen wir uns so wie heute präsentieren, hoffentlich erhalten wir wieder die gleiche Unterstützung von der Fankurve wie heute, das war ein toller Boost.“

Alps Hockey League, Qualifikationsrunde, 3. Spieltag
27. Jänner 2024 / 15:00 Uhr
Heidi Horten-Arena, Klagenfurt, AUT, 265 Zuschauer
AHL
EC-KAC Future Team
3
:
1
(0:0, 0:0, 3:1)
EHC Lustenau
Schiedsrichter
Bajt (SLO), Meixner (AUT)
Aufstellung EC-KAC Future Team
Vorauer (Kropiunig) Preiml-Malle, Smolnikar-Tavželj, Šlibar-T.Klassek, Walder-Wadel Gomboc-Obersteiner-Hochegger, Slivnik-Piuk-Sunitsch, S.Klassek-Burgar-Šiftar, Dreier-Lamereiner
Fehlende Spieler
Pilloni, L.Waschnig, Lam (alle verletzt), Lippitsch (krank)
Torfolge
1:0 Marco Sunitsch (44:26/Michael Malle, Luc Slivnik) 1:1 Max Wennlund (47:57/Ville-Pekka Pietilä, Jan Shikera/PP1) 2:1 Luka Gomboc (51:56/Thomas Klassek/SH1) 3:1 Luka Gomboc (54:59)