Am Sonntag, dem 18. Januar 2026, duelliert sich der EC-KAC (26 Siege, elf Niederlagen) mit dem einzigen Team der win2day ICE Hockey League, dem er in der Saison 2025/26 bislang erst zwei Mal gegenüberstand: Die Rotjacken gastieren auswärts bei den Black Wings Linz (18 Siege, 20 Niederlagen), die aktuell Tabellenposition acht einnehmen. Das Aufeinandertreffen der letztjährigen Halbfinalkontrahenten beginnt um 17.30 Uhr und wird von Sporturope.TV live übertragen.
BERICHTERSTATTUNG
Diese Begegnung ist nicht im Free-TV zu sehen, eine Livestream-Übertragung, produziert vom gastgebenden Klub, wird jedoch wieder auf Sporteurope.TV (Pay-per-View) angeboten, Sendungsbeginn ist um 17.15 Uhr. Radio Kärnten (online empfangbar über sound.orf.at) begleitet das Spiel im Kärntner Eishockeymagazin, das um 18.04 Uhr beginnt.
Die Ausgangssituation:
Der EC-KAC kann aktuell auf einen Streak von vier Siegen in Folge verweisen, am Freitagabend setzten sich die Rotjacken zu Hause gegen Fehérvár AV19 mit 3:2 nach Verlängerung durch. In ihren fünf Ligaspielen im aktuellen Monat, die sich über in Summe 307:46 Minuten erstreckten, lagen die Klagenfurter nur ein einziges Mal (und für 20:33 Minuten) im Rückstand. Mit den beiden gegen die Ungarn eingefahrenen Zählern baute der EC-KAC seine Tabellenführung aus, aktuell rangiert er nun vier Punkte vor den Graz99ers. Sollte sich Székesfehérvár in seinem Spiel in Villach am Samstagabend nicht in regulärer Spielzeit durchsetzen, reist der Rekordmeister am Sonntag mit der Chance nach Linz, sich als erster Klub in der win2day ICE Hockey League vorzeitig für die Playoffs 2026 zu qualifizieren. In der Fremde lief es für Rot-Weiß im bisherigen Saisonverlauf mehrheitlich sehr gut, in Auswärtsspielen wurden bereits 41 Zähler eingefahren, also um fast 20 mehr als von den zwölf Konkurrenten im Durchschnitt (21,3). Diese gute Bilanz lag wesentlich auch an der defensiven Stabilität der Rotjacken: Seit der vogelwilden 6:9-Niederlage in Innsbruck Ende November mussten sie in acht Begegnungen auf fremdem Eis in Summe nur elf Gegentreffer hinnehmen (während sie parallel selbst 29 Tore erzielten).
Die Black Wings Linz empfangen den EC-KAC als derzeitiger Tabellenachter, bei ihnen wechselten sich in den jüngsten vier Partien Siege und Niederlagen stets ab. Zuletzt zogen sie am Freitag beim HC Pustertal nach einem Empty Net-Treffer der Südtiroler mit 1:3 den Kürzeren. Kein Team in der win2day ICE Hockey League war im bisherigen Saisonverlauf in jenem Maße von seinen Heimauftritten abhängig wie die Oberösterreicher, die 77,6 Prozent aller ihrer gesammelten Punkte auf eigenem Eis verbuchten (Schnitt der übrigen zwölf Klubs: 57,8 Prozent). Linz holte vor eigenem Publikum seit einer knappen 2:3-Niederlage gegen Titelverteidiger Salzburg in der Woche vor Weihnachten vier Siege in Folge und kam dabei auf ein eindrucksvolles Torverhältnis von 19:2. Im bisherigen Verlauf der Spielzeit hatten die Black Wings vor allem gegen die Spitzenmannschaften keinen leichten Stand: In zwölf Begegnungen mit Teams, die aktuell in den Top-Vier liegen, wurden kein einziger Sieg in Regulation und insgesamt nur fünf von 36 möglichen Punkten eingefahren. Im Gegenzug weist die Truppe von Head Coach Philipp Lukas derzeit gegen alle sechs Kontrahenten, die momentan außerhalb der ersten sechs Tabellenplätze rangieren, eine positive Saisonbilanz auf.
Die Geschichte:
Die Black Wings Linz und der EC-KAC sind zwei der vier Klubs (neben Villach und Graz), die seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 durchgehend in der höchsten Spielklasse Österreichs vertreten sind. Dementsprechend reichhaltig ist die Geschichte an gegeneinander ausgetragenen Begegnungen, die mittlerweile bereits 164 direkte Duelle umfasst. Die knappe Mehrheit davon – 85 Siege gegenüber 79 – konnten die Oberösterreicher für sich entscheiden, allerdings machte der Rekordmeister in den vergangenen Jahren im “Head-to-Head“ einigen Boden wett: Von den jüngsten 18 Partien gewannen die Rotjacken 13, nur drei Mal blieben sie gänzlich ohne Punkt. Außerdem ließ Klagenfurt in keiner der letzten elf Begegnungen mehr als drei Linzer Torerfolge zu. Auch in Auswärtsspielen an der Unteren Donaulände schnitt der EC-KAC in der weniger weit zurückliegenden Vergangenheit gut ab: 15 der letzten 19 Auftritte in Oberösterreichs Landeshauptstadt brachten für die Kärntner Zählbares (13 Siege, zwei Niederlagen nach Verlängerung).
Das 164. und letzte Aufeinandertreffen liegt bereits mehr als zwei Monate zurück, am 12. November setzte sich das Team von Kirk Furey und David Fischer auf eigenem Eis mit 5:3 durch, wobei ein früher Doppelschlag innerhalb der ersten 143 Sekunden der Partie eine wertvolle Basis darstellte. Die Rotjacken limitierten Linz auf insgesamt 21 Torschüsse, in bislang nur vier Saisonspielen 2025/26 ließ der EC-KAC weniger zu. Die Klagenfurter konnten ihre Gegner in dieser Begegnung über weite Strecken auf die Außenbahnen verdrängen, trotz überdurchschnittlich hoher Anteile an Puckbesitz in der Offensivzone (47,9 Prozent bei Even Strength) gaben die Black Wings nur sieben Shots on Goal aus dem Slot ab.
Personelles:
Die personelle Situation beim EC-KAC bleibt unverändert angespannt: Für Kapitän Thomas Hundertpfund ist die Saison bekanntlich vorzeitig beendet, David Maier und Luka Gomboc werden vor dem langen Olympia-Break nicht in das Lineup zurückkehren. Nicht in Linz, aber in den kommenden zwei Wochen könnten die Comebacks von Josh Teves (wieder im leichten Off-Ice-Training), Jesper Jensen Aabo und Jordan Murray (beide bereits wieder im vorsichtigen Eistraining) und Oliver Lam folgen. Neben den sieben fixen Ausfällen wackeln für die Partie am Sonntag in Oberösterreich auch David Waschnig, der gegen Fehérvár AV19 einen krachenden Schlagschuss geblockt hat und dessen mögliche Verletzung erst im Detail evaluiert wird, sowie Fabian Hochegger, der das Training am Samstag aufgrund einer Erkrankung abbrechen musste. Beide Stürmer fallen nach aktuellem Stand in die Kategorie „Game Day Decisions“.
Pre-Game-Kommentar:
„Székesfehérvár ist ein unangenehmer Gegner, wir haben uns gegen sie in allen vier Saisonduellen schwergetan. Das waren enge Duelle mit knappen Ergebnissen, so auch gestern: Wir haben gepusht, dann haben sie gepusht, am Ende konnten wir uns aber durchsetzen. Entscheidend für diesen Erfolg war sicherlich, dass jeder in unserer Mannschaft seinen Beitrag leistet. Eine Partie holt uns die nominell erste Linie, die nächste wird von der am Papier vierten Formation gewonnen. Jeder in unserem Team trägt zum Erfolg bei und kann der ausschlaggebende Punkt dafür sein, dass wir ein Spiel gewinnen.“
„Ich glaube, bei Linz spiegelt der aktuelle Tabellenplatz nicht unbedingt wider, wie gut sie als Mannschaft sind oder spielen können. Beide Saisonduelle waren sehr hart umkämpft, speziell auswärts vor voller Halle ist es schwierig, zu bestehen. Wir werden wieder unser Bestes geben und uns über die 60 Minuten hinweg voll reinhauen. Die Black Wings haben gute Special Teams, das haben wir heuer gesehen, das war auch letztes Jahr in den sieben Halbfinalpartien so. In so engen Partien wie meist gegen Linz entscheiden häufig kleine Details über Sieg und Niederlage. Weiters ist das ein offensiv starker Gegner. Dieses Auswärtsspiel wird für uns eine echte Challenge, gleichzeitig aber auch eine, die wir meistern können, wenn wir unser Spiel durchziehen.“
„Siege sind immer schön, für mich, aber vor allem für die ganze Mannschaft. Ich trachte danach, dass ich mich auf meine tägliche Arbeit fokussiere, auch im Spiel versuche ich, nicht an einen möglichen Sieg oder meine Statistiken zu denken. Ich will mein Ding durchziehen, meinen Spielplan umsetzen, und damit dazu beizutragen, dass wir als Team Partien gewinnen. Aktuell ist all das eine gute Kombination. (…) Dass Jan Muršak nach seinem Overtime-Tor fast direkt zu mir kam, war schön, wir haben eine etwas spezielle Beziehung. Das hat damit zu tun, dass er einer der häufigsten Shooter im Goalie-Training ist, wir also viel zusammenarbeiten und uns oft harte Battles liefern, uns gegenseitig pushen. Super, dass er eingeschossen hat und wir uns danach alle gemeinsam freuen konnten.“
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