Für den EC-KAC ergab sich nach nur 25 Sekunden die erste Gelegenheit, nach einem Turnover der Gäste in der eigenen Zone brachte Simeon Schwinger in halbrechter Position zu wenig Druck auf seinen Vorhandschuss. Die in der Anfangsphase gefällig kombinierenden Ungarn wurden in Person von István Terbócs zum ersten Mal wirklich gefährlich vor dem KAC-Kasten vorstellig, Florian Vorauer schloss beim Five Hole-Versuch die Beine aber noch rechtzeitig (7.). Nach einer Querpass-Kombination im Angriffsdrittel schloss Joel Messner aus dem hohen Slot ab, verfehlte dabei aber das Ziel (8.). Als Simeon Schwinger diagonal zum Kasten zog und Roland Kiss ausbremste, parierte Goalie Dominik Horváth seinen Vorhandschuss mit dem Beinschoner (12.). Im ersten KAC-Powerplay traf Nick Petersen bei einem Onetimer-Versuch nach Muršak-Querpass von der Grundlinie aus den Puck nicht richtig, die Rotjacken blieben aber in der Zone: Thimo Nickl passte von der blauen Linie aus nach links in die Tiefe, nun versenkte der Kanadier seine Direktabnahme zur Führung stark in der kurzen Kreuzecke (17.). Nur 33 Sekunden später verdoppelten die Rotjacken ihren Vorsprung: Einen gefährlichen Kempe-Pass zu Waschnig an den Torraum begrub Verteidiger Horváth unter sich, der Schwede stocherte den Puck unter dem liegenden Ungarn heraus, tippte ihn zurück und Filip Simovic setzte ihn mit der Vorhand scharf auf der Fanghand-Seite des Goalies in die kurze Ecke (18.).
Fehérvár AV19 gelang nur 71 Sekunden nach Wiederbeginn der Anschlusstreffer: Joel Messner schlenzte vom hinteren Ende des rechten Anspielkreises aus in die lange Kreuzecke, Csanád Erdély hatte am Torraum den eingesprungenen Screen gestellt (22.). Nachdem ein Klagenfurter „Vier-gegen-Zwei“-Angriff versandet war (23.) und Darren Archibald aus halblinker Position nur Florian Vorauers Maske getroffen hatte (24.), gelang den Gästen der Ausgleich: Von der eigenen Zone aus ging István Bartalis steil, er umkurvte Lennart Leitner außen und zog flach zum Kasten, mit der Vorhand schob er die Scheibe flach durch die Beine des KAC-Goalies (24.). In ihrem fast unmittelbar danach folgenden ersten Unterzahlspiel verteidigten sich die Rotjacken geschickt, dann legten sie wieder den Vorwärtsgang ein: Mathias From scheiterte mit zwei Direktabnahmen aus spitzen Winkeln knapp (jeweils 30.), als Fabian Hochegger im Rückraum den Puck erlief und mit der Vorhand schoss, wehrte Dominik Horváth mit der Schulter ab (32.). Bei einem satten van Ee-Onetimer aus dem halblinken Rückraum fuhr der Fehérvár-Schlussmann seinen Beinschoner aus (33.). Die Magyaren erweiterten einen „Zwei-auf-Eins“-Konter um einen dritten, nachstoßenden Stürmer, Erdély zog von zwischen den Hashmarks aus ab, Florian Vorauer parierte großartig, Hochegger klopfte den für die Gäste aussichtsreichen Rebound aus der unmittelbaren Gefahrenzone (34.). Nach einem Klagenfurter Turnover bestand der Rotjacken-Goalie die Prüfung in Form von Gerlachs Schlenzer von rechts aus (35.), auf der Gegenseite bekam ein ungarischer Verteidiger im letzten Moment seinen Schläger in den Weg eines Petersen-Abschlusses aus dem Zentrum, wohin dieser mit einem feinen Doppelhaken vorgestoßen war (39.).
Den dritten Durchgang eröffnete ein Stipsicz-Distanzschuss, den Vorauer mit dem Blocker entschärfte (41.), bei den Hausherren schossen aus dem Rückraum Simovic zu zentral und Unterweger hauchdünn und halbhoch an der langen Stange vorbei (jeweils 43.). Im zweiten Powerplay für die Ungarn hielt die rot-weiße Defensive dicht, Florian Vorauer zeichnete sich bei einem Erdély-Schuss aus dem halblinken Slot (46.) und einem Archibald-Versuch aus der Nahdistanz aus (47.). Aus einem Getümmel an der linken Halfwall heraus zog Mario Kempe überraschend ab, der Puck landete neben dem regungslosen Schlussmann an der Außenstange (50.). Mit einem Blueliner von der rechten Seite aus traf Tim Campbell seinen Mitspieler János Hári am Torraum, die Scheibe flog vom Bein des Stürmers abgelenkt um Zentimeter an der Stange vorbei (51.). Möglichkeiten zum späten Wiedererlangen der Führung ergaben sich für Mario Kempe (55./noch geblockt) und David Waschnig, der seinen Onetimer vom linken Faceoff-Punkt aus nach From-Querpass zu mittig auf den Torhüter pfefferte (57.). In den finalen Zügen der regulären Spielzeit brachte Hári einen Flip-Pass vom rechten Flügel aus an, Trevor Cheek fälschte am Crease gefährlich, aber hauchdünn neben den Kasten ab (60.).
Die Verlängerung startete mit einem starken Fanghand-Save von Horváth gegen Petersen (61.), auf der Gegenseite rettete Florian Vorauer in höchster Not (jeweils 61.). Nach einem From-Schuss flach am langen Pfosten vorbei (61.), passte Thimo Nickl von der eigenen Zone aus am rechten Flügel steil, Jan Muršak schob sich mit Tempo außen an seinem Gegenspieler vorbei und jagte den Puck dann mit einem scharfen Schlagschuss aus dem Lauf und aus der Halbdistanz hoch in die lange Ecke (63.) und sorgte damit für den vierten KAC-Erfolg in Serie.
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Wir gingen von einer engen Partie aus und so ist es auch gekommen. Fehérvár war in der neutralen Zone sehr kompakt, daher war es umso wichtiger, dass wir im ersten Drittel gleich unser erstes Powerplay zu einem Torerfolg nutzen konnten. Vor unserem Doppelschlag waren wir etwas unter Druck, speziell das zweite Drittel war dann schwer für uns. Der Gegner hatte dort mehr Abschlüsse, uns ist es aber gelungen, dass diese meist nur von außen kamen, weil wir das Zentrum gut verteidigt haben. Vor dem Schlussabschnitt waren wir der Meinung, dass wir die etwas besseren Beine haben werden, man hat, denke ich, gesehen, dass dem dann auch so war. Am Ende haben es in der Overtime wieder unsere Führungsspieler gerichtet. Das war keine einfache Begegnung, speziell für unsere jungen Spieler, die heute ihre ersten Einsätze mit Eiszeit hatten, weil die Geschwindigkeit einfach höher ist als sie es gewohnt sind oder aus der Pre-Season kannten. Wir sind sehr happy mit den zwei gewonnenen Punkten, hervorheben muss man wieder Florian Vorauer, der neuerlich gut gehalten hat. In dieser Phase der Saison steht man nicht vorne, wenn die Goalies nicht stark performen – und das machen unsere beiden.“


Datenschutzeinstellungen 





