Die Rotjacken mussten sich am Sonntag im Spitzenspiel der win2day ICE Hockey League dem EC Salzburg mit 3:4 geschlagen geben und blieben damit zum ersten Mal seit 26. September in einem Heimspiel ohne Punkt.

Die Gäste aus Salzburg gingen gleich mit ihrem ersten Torschuss in Führung: Erst 43 Sekunden waren gespielt, als Michael Raffl von der rechten Halfwall aus einen Querpass durch die Zone zum freien Philipp Wimmer anbrachte, der den Puck präzise in die lange Kreuzecke hämmerte (1.). Die Rotjacken gaben in Person von Fabian Hochegger aus der Drehung einen ersten Warnschuss ab, Atte Tolvanen schloss die Beine. Den Ausgleichstreffer erzielte der EC-KAC im Powerplay: Nach schönem Zoneneintritt legte Daniel Obersteiner nach Linksaußen ab, Matt Fraser setzte seinen scharfen Handgelenksschuss vom linken Anspielpunkt aus hoch in die Kreuzecke (7.). Nur 27 Sekunden später legten die Gastgeber vor: Ein „Zwei-gegen-Eins“-Konter drohte zu versanden, dann brachte Mathias From noch das horizontale Zuspiel auf den nachstoßenden Nick Petersen an, der aus halbrechter Position vollendete (8.). Direkt vom Faceoff weg – nur sieben Sekunden nach Klagenfurts Treffer – schrieben auch die Red Bulls zum zweiten Mal an: Nash Nienhuis passte von der eigenen blauen Linie aus steil, woraus sich als Resultat eines Zuordnungsfehlers ein „Zwei-auf-Eins“ ergab, Brandon Coe verwertete Michael Raffls Pass halbrechts aus dem Slot (8.). Philipp Wimmer knallte eine Direktabnahme von links aus ins Außennetz (9.), der von From fein bediente Jan Muršak schnitt über rechts diagonal zum Kasten, blieb nach Haken auf die Rückhand aber an Tolvanen hängen (13.). Im zweiten KAC-Powerplay der Partie flog eine Petersen-Direktabnahme aus dem Slot zu mittig auf den Goalie (14.), im Konter setzte Troy Bourke einen guten Haken am Gegenspieler vorbei, scheiterte dann aber mit der Rückhand an Sebastian Dahm (15.). Einen Auer-Querpass von der Grundlinie aus verpasste Lucas Thaler am langen Pfosten (16.), spät in seinem ersten Überzahlspiel ging Salzburg aber wieder in Führung: Von der blauen Linie aus passte Nash Nienhuis nach links in den Faceoff-Kreis zu Peter Schneider: Sein Onetimer flog auf die kurze Stange, von dort aus auf den Rücken von Sebastian Dahm und rutschte dann im Zeitlupentempo hinter dem Goalie über die Linie (20.),

Den zweiten Abschnitt eröffnete ein partielles Breakaway von Johannes Dobrovolny, der mit der Rückhand an Tolvanen scheiterte, den Rebound stocherte David Waschnig auf den Beinschoner des Torhüters (23.). Als Mario Huber in der Offensive der Puck über die Schaufel sprang, ergab sich eine Solo-Möglichkeit für Simeon Schwinger, der am Ende einen Haken auf die Vorhand setzte, aber ebenfalls von Tolvanen verneint wurde (26.). Bei den Roten Bullen hatte Devante Stephens halblinks freie Bahn, er schlenzte aus dem Lauf scharf, Sebastian Dahm wehrte mit der Schulter ab (29.). Nach einem Klagenfurter Turnover wurde Ali Wukovits bei seinem Saisondebüt aus der linken Rundung bedient, seine Direktabnahme von zwischen den Hashmarks aus wurde gerade noch über den Kasten abgelenkt (30.). Die zweite Phase numerischer Unterlegenheit der Partie überstanden die Rotjacken mit drei Befreiungen gut, danach folgte aber eine Druckphase des amtierenden Meisters, die auch in dessen vierten Treffer mündete: Stephens kreuzte hinter dem Gehäuse und passte dann zurück, Nash Nienhuis übernahm tief im linken Anspielkreis direkt und klopfte den Puck halbhoch in die lange Ecke (36.). Unmittelbar danach fand Lucas Thaler per Wristshot aus halbrechter Position nur das Lattenkreuzt (37.), erst in einem Überzahlspiel wurde auch der EC-KAC wieder gefährlich: Onetimer von Clemens Unterweger (39.) und Daniel Obersteiner (40.) aus dem hohen Slot flogen jeweils knapp an der von ihnen aus betrachtet rechten Stange vorbei.

Durchgang Nummer drei erlebte die Gastgeber, die ab dem zweiten Abschnitt ohne den mit einer Unterkörperverletzung ausgeschiedenen Topscorer Mathias From auskommen mussten, wieder in besserem Rhythmus: Nick Petersen ging mit einem Doppelhaken durch das Zentrum, brachte am Ende jedoch keinen Schuss mehr an, Muršak stocherte das Spielgerät aus kurzer Distanz an Tolvanens Beinschoner (44.). Bei den Salzburgern traf Thomas Raffl den Puck bei einer Direktabnahme nach Nissner-Querpass nicht richtig (48.), ein gezogener Bourke-Schlenzer flog an der kurzen Ecke vorbei, seinen Querpass entlang des Torraums im gleichen Angriff vermochte vor der langen Stange Thaler knapp nicht zu erreichen (jeweils 49.). Jan Muršak (50.) und Oliver Lam (52.) scheiterten aus dem Zentrum, dann halbierte der EC-KAC seinen Rückstand: Fabian Hochegger ging halblinks steil und schlenzte, vom blockenden Mario Huber aus sprang der Puck genau zum Klagenfurter Stürmer zurück, der ihn im zweiten Versuch aus kurzer Distanz in den Maschen versenkte (52.). In den Schlussminuten versuchten die Rotjacken, noch einmal Druck aufzubauen und den Ausgleich zu erzwingen: Von Herburger von hinter dem Gehäuse aus bedient, jagte Jan Muršak die direkt übernommene Scheibe aus spitzem Winkel ins Außennetz (57.), Simeon Schwinger tippte einen Jensen Aabo-Schlenzer vom Torraum aus an der langen Ecke vorbei (59.). Mit sechs Feldspielern anstürmend, kam der EC-KAC zu keiner aussichtsreichen Möglichkeit mehr, der Tabellenführer blieb zum ersten Mal seit 26. September in einem Heimspiel ohne Punkt.

 

Post Game-Kommentar von Assistant Coach David Fischer:

„Ein wilder Start in die Partie, das erste Drittel war außergewöhnlich. Wir waren da etwas schlampig, hatten Fehler im Positionsspiel und brauchten Zeit, um Stabilität zu finden. Im zweiten Abschnitt hatte Salzburg einige lange Wechsel in unserer Zone, wir gaben aber nicht wirklich viele Scoring Chances her, ich denke, es waren im gesamten Spiel nur um die zehn. Im letzten Durchgang konnte man sehen, dass wir zu unserem Spiel fanden, davor waren wir uns diesbezüglich teilweise unsicher. In unserem Team stehen einige ältere Spieler, die uns über die letzten Wochen getragen und großartig gespielt haben, dazu viele junge Kräfte, die im Sommer noch gar kein Thema für Profieishockey in diesem Jahr waren. Sie haben die Lücken gefüllt, die durch Verletzungen entstanden sind, und haben das gut gemacht. Aber es gibt nach so intensiven Phasen auch Momente, in denen man mental und spirituell etwas ermüdet, dazu in das Lineup zurückkehrende Spieler, die sich und ihr Spiel erst wieder finden müssen. Das wird für die weiteren drei Monate der Saison sicher ein wenig das Thema für uns sein: Rhythmus und Chemie zu finden in einem Team, das sich durch Wiedergenesene oder Neuzugänge neu strukturiert. Die heutige Niederlage wollten wir verhindern, keine Frage, niemand in der Kabine ist glücklich, aber morgen werden wir auch feststellen, dass wir unser Schicksal weiterhin ganz in unseren eigenen Händen halten. Wir ruhen uns am Montag aus und stellen uns dann auf den Mittwoch ein, wir haben ja noch viele Heimspiele in diesem Grunddurchgang und aus denen wollen wir das mitnehmen, was nötig ist, um einen positiven Abschluss zu schaffen.“

ICE Hockey League, 43. Runde
25. Jänner 2026 / 17:30 Uhr
Heidi Horten-Arena, Klagenfurt, AUT, 4.296 Zuschauer
ICE
EC-KAC
3
:
4
(2:3, 0:1, 1:0)
EC Salzburg
Schiedsrichter
Sternat (AUT), Zrnić (SLO)
Aufstellung EC-KAC
Dahm (Vorauer) Jensen Aabo-Teves, Unterweger-Preiml, Böhs-Nickl, Simovic Petersen-Muršak-From, Fraser-van Ee-Herburger, Schwinger-Obersteiner-Hochegger, Sablattnig-Waschnig-Dobrovolny, Lam
Fehlende Spieler
Maier, Murray, Hundertpfund, Gomboc (alle verletzt), Kempe (angeschlagen)
Torfolge
0:1 Philipp Wimmer (00:43/Michael Raffl, Benjamin Nissner) 1:1 Matt Fraser (06:45/Daniel Obersteiner, Thimo Nickl/PP1) 2:1 Nick Petersen (07:12/Mathias From, Jan Muršak) 2:2 Brandon Coe (07:19/Michael Raffl, Nash Nienhuis) 2:3 Peter Scheider (19:15/Nash Nienhuis, Benjamin Nissner/PP1) 2:4 Nash Nienhuis (35:15/Devante Stephens, Brandon Coe) 3:4 Fabian Hochegger (51:45/Josh Teves, Daniel Obersteiner)