Gegen den frei vor ihm aufgetauchten Mario Kempe und bei einer Direktabnahme von Nick Petersen stellte sich in der ersten Spielminute zwei Mal HCI-Goalie Matt Vernon in den Mittelpunkt, im ersten Klagenfurter Überzahlspiel musste der US-Amerikaner aber bereits hinter sich greifen: Raphael Herburgers Schlenzer vom hinteren Ende des rechten Anspielkreises aus landete abgefälscht in den Maschen (4.). Auch die Gäste aus Tirol verwandelten ihr erstes Powerplay in einen Treffer: Nach gewonnenem Faceoff kam der Puck vom rechten Flügel via blaue Linie nach links zu Max Coatta, der per Direktabnahme traf (7.). Nach schaumgebremsten Minuten neuerlich in Führung gehen konnte der EC-KAC wieder bei numerischem Vorteil: Herburger passte von links aus an den kurzen Pfosten zu Nolan Moyle, der sich eindrehte, im ersten Abschluss an Vernon hängenblieb, den Puck im zweiten Versuch aber über die Linie drücken konnte (12.). Nachdem Innsbrucks Schlussmann einen Maier-Schuss fallengelassen hatte, schob Simeon Schwinger den Rebound mit der Rückhand aus spitzem Winkel auf die Außenstange (14.), die nächste Offensivszene endete allerdings wieder mit einem rot-weißen Treffer: David Maier kickte den Puck in der eigenen Zone zu Mathias From, dieser ging halbrechts steil und traf dann mit einem Wristshot aus dem rechten Anspielkreis via Innenstange zum 3:1 (14.). Eine Fraser-Direktabnahme von den linken Hashmarks aus nach Herburger-Kurzpass landete unglücklich nur am HCI-Goalie (18.), dessen Gegenüber, Sebastian Dahm, stoppte im Gegenzug ein partielles Breakaway von Lukas Bär mit den Beinschonern (19.).
Der zweite Spielabschnitt erlebte sehr viel Offensive der Gastgeber: Josh Teves traf an den linken Hashmarks die Scheibe nach Petersens Flip-Pass von hinter dem Kasten aus nicht richtig (22.), sein Verteidigerkollege Jordan Murray machte es besser und schlenzte den Puck nach einem langen und druckvollen Shift im Angriffsdrittel aus halbrechter Position in die lange Ecke – 4:1 (25.). Bei einem Klagenfurter „Zwei-auf-Eins“ rettete Innsbrucks Goalie gegen Matt Fraser sehenswert mit der Fanghand (26.), Mario Kempe verfehlte den Puck nach feiner Einzelaktion beim Rückhand-Abschluss in Baseball-Manier vor dem halbleeren Gehäuse (28.). Gegen Sebastian Benker war zwei Mal innerhalb von zehn Sekunden KAC-Goalie Dahm zur Stelle (28.), auf der Gegenseite sprang der Puck nach einer Kombination über Teves und Petersen vor der langen Stange über die Schaufel des eigentlich einkehrbereiten Simeon Schwinger (32.). Der fünfte Treffer für die Rotjacken war damit aber nur kurz verschoben: Im „Drei-gegen-Zwei“-Angriff ließ van Ee für Herburger liegen, dieser passte aus dem hohen Slot nach Rechtsaußen, von wo aus Matt Fraser mit einer satten Direktabnahme den Torhüter in seiner lateralen Bewegung zu spät kommen ließ und das Spielgerät in die Maschen setzte (33.). In einem gefälligen HCI-Überzahlspiel brachte Matt Wilkins – am langen Pfosten von Benjamin Corbeil ideal bedient – den Puck nicht im halbleeren Tor unter (34.), dann stürmten wieder die Klagenfurter: Nach eigener Scheibeneroberung brachte Fabian Hochegger einen Rückhandhaken vor Torhüter Vernon an, lupfte die Scheibe aber über die Querlatte (38.), Raphael Herburger pfefferte eine Direktabnahme aus dem Zentrum hauchdünn neben den Pfosten (39.) und Matt Fraser brachte den Puck, nachdem er den Goalie bereits auf die Vorhand ausgetanzt hatte, nur noch parallel zur Torlinie (40.).
Nach knapp einer Minute im Schlussdrittel gelang den Haien ihr zweiter Treffer des Abends: Sebastian Benker eroberte sich den Puck in der eigenen Zone, ging steil und passte nach dem Eintritt in das Offensivdrittel nach links zu Sproule, der sofort retournierte, der Schwede verlud Sebastian Dahm und traf flach zum 5:2 (41.). Im partiellen Breakaway zog Daniel Obersteiner über die rechte Seite diagonal zum Tor (43.), blieb letztlich aber ebenso an Matt Vernon hängen wie Nolan Moyle aus kurzer Distanz, dazwischen war ein scharfer From-Querpass von einem HCI-Verteidiger nur an die Stange abgefälscht worden (jeweils 44.). Der Goalie der Tiroler brachte dann innerhalb eines Shifts zwei Mal Simeon Schwinger, jeweils toll in Szene gesetzt von Nick Petersen, zum Verzweifeln (jeweils 48.), in seinem dritten Powerplay der Begegnung schrieb der EC-KAC dann aber auch zum dritten Mal an: Von der linken Seite der Grundlinie aus passte Moyle diagonal zurück, vom hinteren Ende des rechten Faceoff-Kreises aus traf Clemens Unterweger durch die Beine des Schlussmanns (53.). Ein aussichtsreicher Kempe-Durchbruch endete nur knapp nicht mit einem Treffer, brachte, weil der Rotjacken-Stürmer entscheidend gestört worden war, aber das vierte Überzahlspiel, das wiederum in einem Treffer mündete: Jan Muršak schlenzte von der blauen Linie aus, Nick Petersen stoppte den Puck am Crease mit seinem Körper und kehrte ihn dann aus der Drehung ein (55.). Einem rot-weißen „Drei-gegen-Eins“-Konter, an dessen Ende van Ee per Onetimer von links aus abzog, verweigerte Vernon mit seiner starken Seitwärtsbewegung die Krönung (56.), auf der Gegenseite war Sebastian Dahm beim Cobeil-Abschluss eines „Zwei-auf-Eins“-Angriffs im Powerplay zur Stelle (58.). Das Klagenfurter Publikum sang zu diesem Zeitpunkt bereits längst die siebte CHL-Teilnahme der Klubgeschichte herbei, die Rotjacken sind nicht mehr aus den Top-Zwei der Abschlusstabelle des Grunddurchgang zu verdrängen.
Post Game-Kommentar von Assistant Coach David Fischer:
„Ich bin glücklich darüber, dass heute Spieler, die sonst nicht so im Vordergrund stehen, eine sehr gute Partie gemacht haben und stark im Umgang mit dem Puck waren. Speziell gilt das für unsere vierte Sturmlinie, die heute im Forecheck und in der Scheibenbehauptung sehr gut war. Natürlich hatten wir heute etwas mehr Raum und Zeit, aber das muss man auch erst ausnutzen. Unser Powerplay hatte einen guten Abend, Gratulation an diese Jungs zur Verwertungsquote. Insgesamt war das eine gute Reaktion auf eine bittere und emotionale Niederlage am Sonntag. Respekt vor unserer Mannschaft und unserer Organisation, die sich zum dritten Mal hintereinander für die Champions Hockey League qualifiziert haben. Es ist toll, in diesem Bewerb dabei zu sein und sich mit so großartigen Klubs messen zu können. Wir haben jetzt noch zwei Partien im Grunddurchgang zu absolvieren, zunächst am Freitag eine interessante in Bolzano, darauf freuen wir uns schon, das wird ein Spaß. Ein guter Abend, wir sind happy.“


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