Nach unspektakulären Anfangsminuten leitete ein starker Offensivzonen-Shift der vierten Klagenfurter Angriffsformation, an dessen Ende Rasmus Tirronen beim Blueliner von Clemens Unterweger noch rechtzeitig die Beine schloss (6.), eine dominante KAC-Phase ein. Beim rot-weißen Führungstreffer drang Simeon Schwinger über links in das Linzer Drittel ein, um einen idealen Flip-Pass ins Zentrum anzubringen, dort legte sich Nick Petersen den Puck auf die Rückhand und hob ihn unter die Querlatte (7.). Nur 64 Sekunden später verdoppelte der EC-KAC seinen Vorsprung: Mathias From ging von hinter dem Kasten bis in den linken Rückraum und passte dann diagonal zu Finn van Ee. Der traf an den rechten Hashmarks beim Onetimer die Scheibe zwar nicht ganz wie gewünscht, sie fand dennoch via Innenstange den Weg ins Tor (8.). Die Gastgeber blieben am Drücker: Im Konter ging van Ee links bis an die Grundlinie, sein Querpass wurde abgefangen, der Puck stieg hoch und Raphael Herburger bugsierte ihn aus der Luft über das Gehäuse (12.). Das erste KAC-Powerplay der Partie blieb ohne konkrete Torchance, danach kamen auch die Oberösterreicher offensiv zur Entfaltung, in Minute 18 ergaben sich gleich drei Chancen für die Black Wings: Ryan MacKinnons Schuss aus dem rechten Anspielkreis blockte Thimo Nickl, Sean Collins hob das Spielgerät aus halbrechter Position mit der Backhand über die Latte und als St-Amant im „Drei-auf-Zwei“ zurück auf den nachrückenden Moro passte, blockte Simeon Schwinger dessen satte Direktabnahme.
Im zweiten Durchgang setzte Finn van Ee links in der Tiefe eine Drehung und passte anschließend durch den Crease, Rasmus Tirronen konnte den abgelenkten Puck unter seinen Pads fixieren (23.). Auf der Gegenseite schlenzte Andreas Kristler von der linken Halfwall aus, Stefan Gaffal fälschte am kurzen Pfosten noch ab, Sebastian Dahm schloss die Ecke aber sicher (24.). Nolan Moyle brachte nach einem feinen Net Drive über links keinen Schuss mehr an, im „Drei-gegen-Zwei“-Konter war der KAC-Goalie gegen Shawn St-Amant mit der Schulter zur Stelle (jeweils 25.). Ein Steilpass auf der linken Seite eröffnete Mathias From ein partielles Breakaway, er wartete noch auf den nachstoßenden Moyle, das Zuspiel wurde aber abgefangen (31.). Der nächste Angriff brachte dann den dritten Klagenfurter Treffer: Nick Petersen zog vom rechten Flügel aus flach ab, der Puck sprang vom Beinschoner des Goalies zurück und Simeon Schwinger verwertete den Rebound sicher (33.). Bei numerischer Unterlegenheit kamen die Black Wings zu zwei dicken Gelegenheiten: Henrik Neubauer wurde bei einem 40-Meter-Solo noch von Clemens Unterweger eingeholt und am zielgerichteten Abschluss gehindert (35.), danach konnte Sean Collins von der eigenen blauen Linie aus steil gehen und auf Höhe des linken Faceoff-Punktes abziehen, Sebastian Dahm war mit dem Oberarm zur Stelle (36.). Wieder bei Even Strength ergab sich ein „Zwei-gegen-Eins“-Konter für Linz, den Neubauer von rechts aus selbst abschloss, Klagenfurts Goalie packte mit dem Fänger sicher zu (37.). Die letzten beiden Gelegenheiten im Mitteldrittel gehörten wieder dem EC-KAC: Von Petersen aus der rechten Rundung bedient, zog Jesper Jensen Aabo von links aus ab, Tirronen parierte mit der Außenkante seines Beinschoners (38.). Direkt vom Offensivzonen-Faceoff bei numerischer Unterlegenheit weg kam Simeon Schwinger an den linken Hashmarks frei zum Rückhandschuss, den er aber zu zentral auf den Goalie platzierte (40.).
In den wenigen mit in das Schlussdrittel genommenen Überzahlsekunden prüfte Brian Lebler Sebastian Dahm erfolglos (41.), am anderen Ende des Spielfelds wurde ein scharfer Herburger-Pass von der verlängerten Torlinie aus am Crease mehrfach abgelenkt, Rasmus Tirronen boxte den flatternden Puck über die Querlatte (42.). Als ein Rebound zu Andreas Kristler vor den langen Pfosten sprang, bekam dieser das Spielgerät nicht richtig unter Kontrolle (43.), dann ebbte die Offensive beiderseits für einige Minuten lang ab. Im zweiten Linzer Powerplay der Partie hämmerte Niklas Würschl den Puck vom linken Flügel aus ans Außengestänge (50.), als die spielerisch sehr gefällige Obersteiner-Sturmlinie im Angriff eine Rotation beschloss, blieb Hocheggers Querpass zu Waschnig im letzten Moment hängen (52.). Dann zeichnete sich Sebastian Dahm wieder mehrfach aus: Bei einem Knott-Net Drive über links schloss er die kurze Ecke (52.), eine Lebler-Direktabnahme aus kurzer Distanz parierte er mit dem Beinschoner (53.) und den Barron-Abschluss eines tiefen „Zwei-auf-Eins“ lenkte er am Gehäuse vorbei (56.). Klagenfurt überstand danach auch die dritte Phase numerischer Unterlegenheit mit Bravour, ehe der Tabellenführer in der Schlussminute bei eigenem Powerplay anschreiben und den Endstand fixieren konnte: Petersens scharfen Diagonalpass von der linken Seite lenkte Matt Fraser vor der langen Stange mit dem Skate zu seinem fünften Treffer in den letzten sechs Spielen in die Maschen ab (60.). Der EC-KAC geht mit einer Sechs-Punkte-Woche stabil in die lange Olympiapause und hat im ersten Spiel nach dem Break die Möglichkeit, sich vorzeitig das Heimrecht im Viertelfinale zu sichern.
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Wir sind sehr gut in das heutige Spiel gestartet und hatten von Beginn an alles unter Kontrolle. Mit dem ersten Powerplay für uns gaben wir das Momentum her, aber insgesamt waren wir bei „Fünf-gegen-Fünf“ ziemlich souverän. Nach einem guten zweiten Drittel brachte Linz, das ja um einen Playoff-Platz kämpft, im Schlussabschnitt noch einen Push, darauf haben wir aber stabil reagiert. Auf der defensiven Seite des Pucks haben wir heute hart gekämpft und das hat sich auch bezahlt gemacht, außerdem war Sebastian Dahm immer dann mit Saves zur Stelle, wenn wir ihn gebraucht haben. Eine gute Mannschaftsleistung, nach der sich unser Team die Pause wirklich verdient hat. Wir brauchen dieses Break auch, schnaufen durch und steigen dann übernächste Woche in die Detailarbeit ein, mit der wir uns auf die verbleibenden fünf Spiele im Grunddurchgang vorbereiten.“


Datenschutzeinstellungen 





