In den ersten zehn Minuten blieben gefährliche Torszenen selten, am aussichtsreichsten war ein Abschluss von Rückkehrer Max Gerlach aus dem hohen Slot, der an Sebastian Dahms Schulter landete (4.). Als Joel Messner von der rechten Seite der verlängerten Torlinie aus quer an den langen Pfosten zu Darren Archibald passte, stocherte Simeon Schwinger den Puck noch weg (10.). Die Rotjacken klopften in Person von Matt Fraser zum ersten Mal an: Sein scharfer Wristshot aus dem hohen Slot stieg von Rasmus Reijolas Schulter aus nach oben und landete hinter dem Goalie wieder am Eis, Andersen klärte das Spielgerät aus dem Torraum (10.). Als Anže Kuralt von hinter der Grundlinie aus zurücklegte, konnte Rasmus Kulmala am Crease einen Haken auf die Rückhandseite anbringen, Dahm parierte mit dem Beinschoner ehe der Finne abgeräumt wurde (15.). Josh Teves fing dann in der neutralen Zone einen Aufbaupass ab und ging direkt tief, er umkurvte den Kasten, ein Gegenspieler bekam beim Wraparound aber noch sein Bein dazwischen (18.). Klagenfurts beste Chance im Startdrittel leitete ein From-Drehschuss aus dem rechten Anspielkreis ein, der Rebound sprang vor dem Torraum zu Fraser, der den Puck aber flach an der langen Ecke vorbeischob (19.). Der aus einem Zweikampfdoppel in der Rundung heraus in Szene gesetzte Messer ging horizontal zum Gehäuse, schlenzte dann allerdings hoch an der langen Ecke vorbei (20.).
Früh in Drittel zwei brachte Jan Muršak den Puck aus der Tiefe vor den kurzen Pfosten, Simeon Schwinger wurde dort der Schläger noch so blockiert, dass der Puck an der langen Ecke vorbeischlitterte (22.). In einer auf vier Minuten angelegte Phase numerischer Unterlegenheit verteidigten sich die Rotjacken, nachdem Sebastian Dahm einen Erdély-Onetimer aus halbrechter Position im Slot pariert hatte (26.), mit fünf Befreiungen gut, in der zweiten Hälfte der Hinausstellung gegen Thimo Nickl schlug es aber ein: Joel Messner zog von der Mitte der blauen Linie aus per Schlagschuss ab, Csanád Erdély fälschte zwischen den Hashmarks noch entscheidend ab (28.). Im ersten Powerplay für den EC-KAC feuerten die Klagenfurter aus allen Rohren, hatten aber enormes Pech: Mathias From aus dem linken Anspielkreis (31.), Clemens Unterweger aus dem linken Rückraum und Josh Teves vom rechten Anspielpunkt aus (jeweils 32.) trafen allesamt nur die Stange. Nach einem Bandencheck gegen Roland Kiss im Angriffsdrittel wurde Nick Petersen mit einer Major- und einer Spieldauer-Disziplinarstrafe belegt, die von den Referees nach Videoüberprüfung aber auf zwei Minuten reduziert wurde. Das Penalty Killing der Rotjacken funktionierte gut, in den Sekunden der Rückkehr des Kanadiers auf das Eis ergab sich sogar eine Großchance für Klagenfurt: Simeon Schwinger holte einen Befreiungsschlag aus der Tiefe vor das Tor, seinen Querpass auf den einkehrbereiten Muršak fälschte Andersen mit dem Schlittschuh auf den Körper seines Torhüters ab (36.). Von Kulmala bedient, verzog Archibald auf Seiten der Ungarn in guter Position knapp (37.), als Anže Kuralt von einem der zahlreichen rot-weißen Turnover in dieser Serie profitierte und von zwischen den Hashmarks aus abzog, rettete Sebastian Dahm in höchster Not (39.). Einen späten „Drei-auf-Zwei“-Konter der Rotjacken schloss Petersen von Linksaußen ab, sein Schlenzer landete aber nur im Außennetz (40.).
Der Kanadier fälschte in der zweiten Minute des Schlussabschnitts einen Wristshot Jensen Aabos aus dem linken Rückraum an die Außenstange ab und sorgte damit für den vierten Metalltreffer des EC-KAC in dieser Begegnung (42.). Danach waren die Gastgeber ihrem zweiten Treffer näher als die Rotjacken ihrem ersten: Einen verdecken Blueliner von Ole Einar Andersen lenkte Dahm mit dem Catcher neben das Gehäuse (44.), bei einem tiefen „Drei-gegen-Zwei“ nach rot-weißem Puckverlust segelte der Abschluss über die Querlatte (46.). Es folgte die größte Ausgleichschance für den Rekordmeister, bezeichnenderweise durch die nominell vierte Sturmformation: Marcel Witting scheiterte von den rechten Hashmarks aus an Reijola, David Waschnig drückte auf den Abpraller, die Scheibe streifte die Schulter des Torhüters und fiel hinter ihm aus der Luft, Roland Kiss beförderte die Scheibe mit seinem Körper noch an der Stange vorbei (49.). Jesper Jensen Aabo hielt die offensive blaue Linie gut und brachte den Puck auf das Tor, Matt Fraser tippte ihn, doch wieder konnte der Fehérvár-Schlussmann das Spielgerät noch entscheidend ablenken (55.). Keine Minute später sorgten die Magyaren aus dem Konter heraus für die Vorentscheidung: Csanád Erdély verzögerte im rechten Anspielkreis, passte nach innen zu János Hári, der den Puck vor dem Crease auf die Rückhand abtropfen ließ und ihn dann aus spitzem Winkel unter das Tordach hob (56.). Eine falsche Abseitsentscheidung der Linienrichter brachte Nick Petersen dann so in Rage, dass er für die lautstark geäußerte Kritik und deren Wiederholung vorzeitig in die Kabine geschickt wurde, direkt vom folgenden Faceoff weg musste bei einem Doppelausschluss auch Mathias From in die Kühlbox, sodass den Rotjacken für ein letztes Aufbäumen zwei ihrer gefährlichsten Waffen fehlten. Bei bereits gezogenem Goalie landete ein aussichtsreicher Fraser-Wristshot gerade noch am Arm Reijolas (58.), Moyle verzog aus ähnlicher Position an der langen Kreuzecke vorbei und Obersteiners Deflection eines Nickl-Fernschusses blieb in den Beinschonern des Finnen hängen (jeweils 59.). In der finalen Minute der Partie und damit auch der Saison des EC-KAC chippte Darren Archibald den Puck auf der linken Flanke aus der eigenen Zone, Trevor Cheek erlief ihn und führte ihn zum 3:0-Endstand in das verwaiste Rotjacken-Tor (60.).
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Der Schlüssel in diesem Spiel war natürlich, dass wir nicht getroffen haben, aber ich denke, dass Fehérvár heute seine beste Leistung in dieser Serie gezeigt hat. Sie haben clever agiert, hatten einen guten Gameplan und haben in den letzten Partien extrem stark verteidigt. Vielleicht hätten unserer Mannschaft diesbezüglich bessere Lösungen und Wege gezeigt werden müssen. Die Niederlage und vor allem das Ausscheiden sind sehr, sehr bitter, uns gehen viele verschiedene Dinge durch den Kopf, manche davon haben uns auch in den letzten Wochen beschäftigt. Wir hätten die letzten Spiele sicher besser anlegen können, ich muss aber auch dem Trainerstab Fehérvárs meinen Respekt zollen, sie haben einen Weg zum Erfolg gefunden. Wir wünschen ihnen für die kommenden Aufgaben viel Glück! Wir werden jetzt in uns kehren und unsere Saison reflektieren, die ja über weite Strecken sehr positiv war. Es fühlt sich natürlich schlecht an, dass diese Spielzeit zu Ende ist, weil wir viele sehr erfolgsorientierte Spieler in unserem Team haben, die jetzt zum ersten Mal seit einiger Zeit so früh aus den Playoffs ausgeschieden sind.“


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