Die Rotjacken kreierten in der Anfangsphase viel Offensive: Von Mathias From von der Grundlinie aus bedient, scheiterte Daniel Obersteiner aus kurzer Distanz an Rasmus Reijola, seinen eigenen Rebound klopfte er an der langen Ecke vorbei (2.). Nach starkem Herburger-Forecheck hinter dem Kasten der Ungarn vergab Marcel Witting von zwischen den Hashmarks aus, Herburger setzte den Abrpaller auf den Beinschoner des Goalies (3.). Fehérvár AV19 profitierte vor seiner ersten dicken Gelegenheit der Partie von einem rot-weißen Turnover: János Hári passte von rechts aus auf die linke Seite, wo Trevor Cheek freie Bahn hatte, sein gezogener Schlenzer landete aber nur oberhalb der kurzen Ecke an der Querlatte (8.). Finn van Ee stoppte mit starkem Backcheck einen “Zwei-auf-Eins“-Vorstoß der Hausherren und ging sofort zum Gegenangriff über, er suchte aus halblinker Position wohl bewusst Reijolas Pad, Nolan Moyle lenkte den Rebound mit seinem Schlittschuh knapp neben den Pfosten (jeweils 8.). Am Ende eines „Vier-gegen-Zwei“-Konters wischte Ádám Falus zwischen den Hashmarks über Archibalds Flip-Rückpass (11.), im ersten Powerplay für die Magyaren blockten die Rotjacken drei Abschlüsse, um sich danach ebenso oft zu befreien. Nach einem von seinen Vorderleuten gewonnenen Anspiel in der Offensivzone zog Roland Kiss verdeckt aus dem Rückraum ab, Sebastian Dahm lenkte die Scheibe mit seiner Fanghand am Gehäuse vorbei (15.). Als Sekunden vor der ersten Sirene Darren Archibald den Puck aus der neutralen Zone in Erwartung der Pause tief brachte, nahm ihn dort Josh Teves auf, er zog von der Mitte der eigenen blauen Linie aus per Schlagschuss ab und überraschte den finnischen Schlussmann völlig, via Innenstange landete das Spielgerät in den Maschen (20.).
Früh im zweiten Durchgang passte Matt Fraser aus der linken Rundung scharf an den Crease, Moyle lenkte den Puck auf den Goalie ab, fand dann aber den Rebound am blauen Untergrund nicht (22.). Im ersten KAC-Powerplay des Abends blieb ein von Fraser mit der Schlägerschaufel knapp über die Querlatte abgelenkter Kempe-Schlenzer die beste Möglichkeit (23.). Als Székesfehérvár wieder bei numerischem Vorteil agierte, kam nur Anže Kuralt zu einer Gelegenheit, als der Puck im eigenen Slot über zwei rot-weiße Schläger sprang, der Slowene verfehlte das Ziel jedoch (25.). In ihrem nächsten Powerplay wurden die Gastgeber wesentlich gefährlicher: Sowohl bei Erdélys Deflection aus dem Slot als auch bei Gerlachs Schuss aus dem Zentrum und beim dazugehörigen Rebound für Hári aus spitzem Winkel brillierte Sebastian Dahm (jeweils 32.). Dann gelang den Ungarn aber der Ausgleich: Andersen zog aus dem rechten Rückraum ab, der Abpraller sprang direkt vor dem Torraum zu Rasmus Kulmala, der ihn in die Maschen klopfte. Der EC-KAC entschied sich zur Challenge aufgrund von Archibalds Torhüterbehinderung zwischen Initial- und Nachschuss, die Schiedsrichter bestätigten nach minutenlanger Videoanalyse aber die Gültigkeit des Treffers (33.). Das daraus resultierende neuerliche Überzahlspiel für Fehérvár AV19 blieb ungefährlich, danach wurden die Klagenfurter offensiv wieder auffälliger: Nach van Ees Schuss aus der Tiefe auf der linken Seite erreichte Moyle den Rebound knapp nicht, auf der Gegenseite drehte sich der aus der Rundung bediente Kuralt zwischen den Hashmarks um die eigene Achse, drückte seinen Rückhandschuss dann jedoch nur gegen Dahms Beinschoner (jeweils 37.). Es folgten zwei große Chancen für die Gäste: Jan Muršak schaufelte den Abpraller nach Teves-Schuss über die Querlatte (38.) und Daniel Obersteiner traf nach From-Querpass im hohen Slot das Quergestänge, der Puck sprang nur Zentimeter vor der Torlinie zurück auf das Eis (39.).
In einem mitgenommenen Powerplay für die Hausherren rutschte Hári in der neutralen Zone weg, was nach Steilpass ein Petersen-Solo ermöglichte, das Reijola aber mit der Fanghand stoppen konnte (41.). Mihaly und Magosi, beide von hinter dem Tor aus vor dem rechten Pfosten bedient, scheiterten an Sebastian Dahm (jeweils 43.), nach einem weiteren Klagenfurter Turnover verzog Gerlach aus halbrechter Position an der kurzen Kreuzecke (45.). Weil Moyle im Konter über den Puck wischte, ergab sich ein partielles Breakaway für Csanád Erdély über links, einmal mehr rettete der KAC-Goalie sein Team (47.). Sekunden später war es aber geschehen und Fehérvár AV19 hatte das Score doch gedreht: Nach einem Scheibenverlust von Nick Petersen passte Max Gerlach vom rechten Flügel aus vor das Tor, der dort freie Ákos Mihály sendete mit der Vorhand ein (48.). Einen Stipsicz-Aufbaupass fing Moyle gerade noch innerhalb der blauen Linie ab, er skatete noch ein paar Schritte und schlenzte aussichtsreich, Tim Campell rutschte dazwischen und blockte mit der Wade (54.). Simeon Schwinger fälschte einen Jensen Aabo-Blueliner knapp am Tor vorbei ab (54.), dann sprang Anže Kuralt an der Bande David Maier mit dem Arm voran so ins Gesicht, dass er nach Videoüberprüfung mit fünf Strafminuten und einer Spieldauer-Disziplinarstrafe belegt wurde (55.). Zunächst vermochten die Klagenfurter den langen numerischen Vorteil nicht zu nutzen, Matt Fraser (55.), Raphael Herburger (57.) und Nick Petersen (59.) wurden jeweils von Reijola verneint. Als die Rotjacken dann auch noch ihren Goalie durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, gelang ihnen der späte Ausgleichstreffer: Nick Petersen steckte von der verlängerten Torlinie aus vor den Crease durch, Matt Fraser verfehlte den Puck, aber Jan Muršak zog ihn an sich, vergrößerte seinen Winkel und schlenzte ihn unter die Querlatte (59.). Das Powerplay für den EC-KAC ging weiter, die Entscheidung hatten aber die Ungarn am Schläger: In Folge eines rot-weißen Turnovers ergab sich ein tiefes “Zwei-gegen-Eins“, Sebastian Dahm stocherte den Querpass auf den freien Richards mit einem starken Poke Check weg (60.).
Die fällig gewordene Verlängerung brachte mehr Puckbesitzanteile für den Rekordmeister, aber nur wenige wirklich aussichtsreiche Möglichkeiten: Nach Preiml-Schuss bekam der vor dem Torraum bedrängte Finn van Ee zu wenig Druck auf den Rebound (61.), die Witting-Deflection eines Blueliners von Sablattnig flog zu zentral auf den Goalie (63.) und nach einem Kempe-Rückhandpass von der Grundlinie aus wurde Daniel Obersteiner vor dem Kasten noch so bedrängt, dass ein zielgerichteter Abschluss nicht möglich war(65.). Die Entscheidung fiel somit zu Gunsten der Gastgeber: Roland Kiss hatte am hinteren Ende des linken Anspielkreises das Auge für den von rechts nach innen kreuzenden János Hári und dieser lupfte den Puck aus kurzer Distanz über den abtauchenden KAC-Goalie, er fixierte damit den neuerlichen Serienausgleich in diesem Viertelfinalduell (68.).
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Die Serie wechselt quasi in das „Best-of-Three“-Format, wir fahren also nach Hause, rasten uns aus und machen es am Montag besser. Heute haben wir dem Gegner zu viele Chancen gegeben, außerdem hat Fehérvár sehr kompakt gespielt. Uns fehlte heute vorne mehrfach die Geduld, die Effizienz war daher auch nicht gut, insgesamt haben wir es in dieser Halle immer schwer, da müssen wir eine Lösung finden. “


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