Der EC-KAC musste am Dienstagabend den Ausgleich in der Playoff-Viertelfinalserie gegen Fehérvár AV19 hinnehmen, die offensiv nie richtig auf Touren kommenden Rotjacken zogen in Ungarn mit 1:2 den Kürzeren.

Die Rotjacken verbrachten in den Anfangsminuten viel Zeit in der Angriffszone, einen ersten Petersen-Warnschuss hielt Reijola (1.). Als dann Raphael Herburger ein Faceoff im Offensivdrittel nach hinten gewann, zog David Maier sofort ab, den Rebound beförderte die Abwehr aus der Gefahrenzone an die rechte Halfwall, von wo aus Maier erneut draufhielt, nun fälschte der am Torraum alleingelassene Marcel Witting in die lange Ecke ab und sorgte damit für die rot-weiße Führung (5.). Danach stürmten jedoch fast durchgehend die Gastgeber, die deutlich aktiver und auch aggressiver als noch im ersten Spiel am Sonntag agierten. Als Justin Richards zum am Torraum freien Csanád Erdély passte, scheiterte dieser an Sebastian Dahm, hinter ihm in der blauen Zone kamen Richards und Erdély im chaotischen Getümmel zu drei Nachschüssen, die allesamt vom hinter der Torlinie knienden David Waschnig mit dem Handschuh abgewehrt wurden. Weil er beim zweiten Versuch die Hand geschlossen hatte, entschieden die Referees folgerichtig auf Penalty Shot, diesen setzte János Hári allerdings recht deutlich über das Ziel (jeweils 6.). Im Powerplay kam der EC-KAC zu zwei Gelegenheiten, aber Herburger lenkte einen Nickl-Schusspass knapp neben das Gehäuse ab (7.), einen Muršak-Querpass verpassten am Torraum vor dem halbleeren Gehäuse van Ee und Schwinger (8.). Der Klagenfurter Mittelstürmer wurde im letzten Moment weggecheckt, als er sich direkt vor dem Goalie den Rebound nach Fraser-Schuss auf die Vorhand legte (13.), dann stand minutenlang Sebastian Dahm im Mittelpunkt: Er war zur Stelle, als Anže Kuralt halbrechts im Slot frei zum Vorhand-Abschluss gekommen war (14.), ebenso bei einem von Kristóf Németh selbst zu Ende gebrachten „Zwei-gegen-Eins“-Konter (16.) und bei einem Richards-Schlenzer aus dem Zentrum nach schnellem Vorstoß (18.).

Einen Gerlach-Schuss von außen nach „Drei-gegen-Zwei“-Angriff wehrte Dahm ab (21.), auf der Gegenseite setzte Witting eine Direktabnahme aus der Distanz nach Hochegger-Torumrundung zu zentral auf den Schlussmann (24.). Der Ausgleich für Fehérvár AV19 fiel nach einem Diagonalpass von Max Gerlach von der linken Halfwall in den rechten Rückraum, von dort aus traf Ákos Mihály per Wristshot, Klagenfurts Schlussmann hatte schlechte Sicht (25.). Direkt vom folgenden Anspiel weg stürmten wieder die Ungarn, Csongor Ambrus hatte im rechten Faceoff-Kreis freie Bahn, pfefferte den Puck aus dem Handgelenk aber nur an die lange Stange (25.). Nach Frasers Schuss aus spitzem Winkel grub Nolan Moyle den Puck unter Reijolas Schoner aus und zog ihn zurück, wischte dann aber über die Scheibe (26.), wenig später folgte das erste Powerplay für die Gastgeber. Dieses brachte nach nur elf Sekunden die Führung für die Heimischen: Joel Messner schlenzte aus dem rechten Hinterland und zwischen den Hashmarks fälschte Csanád Erdély sehenswert mit dem Schläger ab (29.). Bei einem Entlastungsangriff schoss Jesper Jensen Aabo nach dem Zoneneintritt daneben, den von der Bande zurückspringenden Puck kickte er gefährlich auf das Tor, Rasmus Reijola lenkte mit der Spitze seiner Fanghand ab (29.). Székesfehérvár blieb die offensiv gefährlichere Mannschaft: Trevor Cheek profitierte von einem Klagenfurter Turnover, fand aus halbrechter Position im Slot jedoch nur den Block (32.), bei einem tiefen Querpass nach „Drei-auf-Zwei“ hielt Kulmala vor dem Kasten die Schaufel hin, Dahm wehrte mit der Schulter ab (33.) und als die Magyaren sogar „Vier-gegen-Zwei“ konterten, verhinderte Witting mit einem starken Backcheck Schlimmeres (36.). Fehérvár kam vor der Sirene zu einem weiteren Odd Man Rush, bei dem David Maier den letzten Querpass abfangen konnte (38.).

Den Schlussabschnitt eröffnete ein Powerplay für die Ungarn, das dank fünf KAC-Befreiungen ungefährlich blieb. Ein Scheibenverlust in der Angriffszone Klagenfurts leitete später einen “Drei-gegen-Eins“-Tempoangriff ein, Erdély schoss aus halblinker Position aus dem Lauf, traf jedoch nur die Querlatte (45.). Dann durften die Rotjacken mit einem Mann mehr agieren: Finn van Ee tippte von der Grundlinie aus zurück, Simeon Schinger traf den Puck nicht richtig, sodass dieser flach an der Stange vorbei schlitterte (46.). Als Hochegger und Herburger über links steil gingen, zog der Vorarlberger nach innen und versuchte es auf die kurze Ecke, sein Abschluss wurde noch am Gehäuse vorbei abgelenkt (54.). Der EC-KAC nahm mehr Risiko, János Hári nutzte dies und schickte Trevor Cheek zu einem 30-Meter-Solo, an dessen Ende aber einmal mehr Sebastian Dahm mit dem Blocker Sieger blieb (55.). Zwei Mal fand Finn van Ee aus der Tiefe mit einem Rückpass Matt Fraser, dessen Snapshot von rechts aus (56.) wurde aber ebenso von Reijola pariert wie seine Direktabnahme vom linken Anspielpunkt aus inklusive dem Nachstocherer (59.). Die Kärntner versuchten es mit sechs Feldspielern, kamen dem Ausgleich aber nicht näher als bei einem noch geblockten Onetimer von Jepser Jensen Aabo vom hinteren Ende des rechten Faceoff-Kreises aus (60.).

Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:

„Wir haben nicht so temporeich gespielt, wie wir das wollen und sonst auch meist machen. Daher kamen wir auch nicht so durch die neutrale Zone, wie uns das schon gelungen ist. Das heutige Spiel hat auch neue Emotionen in diese Playoff-Serie gebracht. Wir werden jetzt da machen, was wir immer tun: Wir sehen uns an, welche Probleme wir hatten, und arbeiten dann daran, diese bis Donnerstag zu korrigieren. Der Blick richtet sich nach vorne.“

ICE Hockey League, Viertelfinale, 2. Spieltag
17. März 2026 / 19:15 Uhr
MET Aréna, Székesfehérvár, HUN, 3.193 Zuschauer
ICE
Fehérvár AV19
2
:
1
(0:1, 2:0, 0:0)
EC-KAC
Schiedsrichter
Hronský (SVK), Zrnić (SLO)
Aufstellung EC-KAC
Dahm (Vorauer) Teves-Nickl, Jensen Aabo-Preiml, Sablattnig-Maier Schwinger-Muršak-Petersen, Fraser-van Ee-Moyle, Witting-Herburger-Hochegger, Waschnig-Obersteiner
Fehlende Spieler
Murray, Hundertpfund, Kempe, Gomboc (alle verletzt), Unterweger, From (beide krank)
Torfolge
0:1 Marcel Witting (04:48/David Maier, Raphael Herburger) 1:1 Ákos Mihály (24:43/Max Gerlach, Donát Horváth) 2:1 Csanád Erdély (28:05/Joel Messner, Max Gerlach/PP1)