Der EC-KAC konnte am Sonntagabend auch sein fünftes Ligaspiel der Saison für sich entscheiden, trotz fünf Ausfällen setzten sich die Rotjacken gegen die Graz99ers, denen gar zehn Spieler fehlten, klar mit 6:2 durch.

Nach nur 30 Sekunden landete der Puck zum ersten Mal im Tor der Rotjacken, nach Ganahl-Schuss aus spitzem Winkel klemmte Florian Vorauer den Puck unter seinen Beinschonern ein, Nico Feldner stocherte ihn über die Linie, die Referees verweigerten dem Treffer aber die Anerkennung, weil der Pfiff bereits erfolgt war. Vom folgenden Anspiel weg erzielten die 99ers dann tatsächlich den Führungstreffer: Feldner schob die Scheibe an die linke Seite der blauen Linie zurück, von wo aus Paul Stapelfeldt per Schlenzer traf (1.). Die Rotjacken fanden kaum in die Begegnung, gaben erst nach knapp sechs Minuten ihren ersten Torschuss ab, profitierten dann aber von ihrer ersten Phase numerischer Überlegenheit: Mattias Göransson schlenzte aus dem rechten Rückraum und Nick Petersen fälschte vor dem Crease in die kurze Ecke ab (9.). Bei einem „Zwei-gegen-Eins“-Konter verhinderte Tobias Sablattnig den Swaney-Abschluss regelwidrig (11.), das folgende Unterzahlspiel wurde durch eine Hinausstellung gegen die Gäste bald wieder beendet. Als der EC-KAC mit einem Mann mehr am Eis war, zog Thimo Nickl vom hinteren Ende des rechten Faceoff-Kreises aus ab, der Rebound landete vor dem langen Pfosten und halbleeren Gehäuse bei Raphael Herburger, dem aber der Schläger noch so blockiert wurde, dass eine zielgerichtete Schussabgabe unmöglich war (13.). Sein drittes Überzahlspiel nutzte Klagenfurt dann zum zweiten Überzahltreffer: Mattias Göransson brachte seine Mannschaft von der rechten Seite aus per sattem Schlagschuss hoch in die kurze Ecke zum ersten Mal in Führung (14.). Nick Petersen verzog aus spitzem Winkel nach Drozg-Zuspiel (15.), der aus der Tiefe bediente Thomas Hundertpfund fand von rechts aus nur den Block (19.).

Die Rotjacken machten ihre eher überschaubare Vorstellung im Startdrittel in der Anfangsphase des zweiten Abschnitts vergessen, nach nur 18 Sekunden gelang ihnen ihr dritter Treffer: Nick Petersen passte von hinter dem Kasten aus an den Torraum, wo Travis St. Denis mit der Vorhand schön in die lange Kreuzecke einsendete (21.). Als ein Hundertpfund-Schuss von den rechten Hashmarks aus von Goalie Patrick Grascher mit der Pad-Spitze pariert werden konnte, vermochte Matt Fraser den Rebound nicht einzukehren, er spielte aber präzise an jene Position zurück, von der aus der Kapitän abgezogen hatte, dort stand nun Raphael Herbuger, der den Puck hoch in die kurze Ecke setzte (25.). Der aus der Tiefe bediente Josh Currie hatte auf der Gegenseite das halbleere Gehäuse vor sich, klopfte das Spielgerät aber an die Außenstange (27.). Der nächste Treffer ging damit wieder auf das Konto des EC-KAC: Clemens Unterweger schickte Nick Petersen ins Solo, der Kanadier brachte vor dem Torhüter einen doppelten Haken an und schob den Puck letztlich flach ein (27.). Bei numerischer Überlegenheit konnten die Steirer den Abstand wieder verkürzen: Josh Currie schlenzte aus der Halbdistanz von der rechten Seite aus, vom Bein Thimo Nickls, der am Torraum in einen Zweikampf verwickelt war, sprang die Scheibe über die Linie (29.). Als Paul Stapelfeldt im rechten Faceoff-Kreis freie Schussbahn hatte, war Florian Vorauer auf dem Posten (29.). Ein Steilpass von Jesper Jensen Aabo ermöglichte Finn van Ee ein partielles Breakaway über halblinks, er schlenzte aus dem Lauf, traf jedoch nur den Pfosten (35.). Das halbe Dutzend voll machte der EC-KAC dann durch Will MacKinnon, der einen Wristshot vom hinteren Ende des linken Faceoff-Kreises aus auf Graschers Stockhandseite in der Kreuzecke versenkte (36.). Der Grazer Goalie konnte sich kurz vor der Sirene noch einmal auszeichnen, als er sich bei einem von Herburger verlängerten Fraser-Backhander von rechts aus breit machte (40.).

Im dritten Abschnitt traf Raphael Herburger aus spitzem Winkel nur das Außennetz, er brachte den Puck danach zurück zu Thomas Hundertpfund, dessen Versuch aber geblockt wurde (41.). Die Rotjacken brillierten dann mit sechs Befreiungen in einem weiteren Penalty Killing, anschließend beruhigte sich das Spielgeschehen zunehmend. Im eigenen Überzahlspiel tippte Nick Petersen einen Unterweger-Schlenzer von der blauen Linie aus nur hauchdünn neben das Ziel, als der Verteidiger im hohen Slot selbst abzog, flog sein Schlagschuss zu mittig auf den Goalie (jeweils 49.). Einem „Fünf-gegen-Drei“-Powerplay in der Länge von 53 Sekunden fehlte es seitens der Hausherren etwas an Nachdruck, danach schrammte Ben Öfner nur knapp an seinem ersten Treffer in der Kampfmannschaft vorbei, als er den Puck am Crease nicht zielgerichtet genug verarbeiten konnte (53.). Für den letzten Höhepunkt der Partie sorgte Florian Vorauer, der den Currie-Onetimer nach einem „Zwei-auf-Eins“ mit Paul Huber sehenswert in der Grätsche parierte (56.).

Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:

„„Mir hat unser Spiel über die gesamten 60 Minuten hinweg gefallen, weil wir viel Konstanz gezeigt haben. Das war auch sinnbildlich für den kleinen Lauf, den wir seit dem Ligastart haben. Wenn eine Mannschaft auf ein paar Tore Abstand davonzieht, kann es passieren, dass sie danach zu verspielt und verschnörkelt agiert, es noch schöner lösen will. Das haben wir heute nicht gemacht, wir haben die Pucks weiterhin tief gebracht, sind ihnen im Forecheck nachgejagt, blieben bei unserem Stil, gerade auch nach Treffern, die uns gelungen sind. Das ist eine gute Eigenschaft, die unser Team derzeit aufweist, daran wollen wir in den nächsten Partien anknüpfen. Jetzt gibt es zuerst einmal einen freien Tag zum Entspannen und dann bereiten wir uns auf Milano vor.“

ICE Hockey League, 5. Runde
27. September 2026 / 17:30 Uhr
Heidi Horten-Arena, Klagenfurt, AUT, 4.034 Zuschauer
ICE
EC-KAC
6
:
2
(2:1, 4:1, 0:0)
Graz99ers
Schiedsrichter
Gebei (HUN), Zrnić (SLO)
Aufstellung EC-KAC
Vorauer (Müller) Jensen Aabo-Göransson, Unterweger-Nickl, MacKinnon-Preiml, Simović-Böhs Drozg-St. Denis-Petersen, Herburger-Hundertpfund-Fraser, Sablattnig-Obersteiner-van Ee, Micelli-Waschnig-Öfner
Fehlende Spieler
Dahm, Schwinger, Hudson, Hochegger (alle verletzt), Muršak (krank)
Torfolge
0:1 Paul Stapelfeldt (00:34/Nico Feldner, Kevin Conley) 1:1 Nick Petersen (08:55/Mattias Göransson, Clemens Unterweger/PP1) 2:1 Mattias Göransson (13:58/Clemens Unterweger, Daniel Obersteiner/PP1) 3:1 Travis St. Denis (20:18/Nick Petersen, Jan Drozg) 4:1 Raphael Herburger (24:01/Matt Fraser, Thomas Hundertpfund) 5:1 Nick Petersen (26:33/Clemens Unterweger) 5:2 Josh Currie (28:00/Clay Hanus, Nick Swaney) 6:2 Will MacKinnon (35:41/Thomas Hundertpfund, Raphael Herburger)