Am Mittwochabend - neuer Spielbeginn um 19.30 Uhr - möchte der EC-KAC im Heimspiel gegen den EC VSV seine in der vergangenen Dekade unter Beweis gestellte Vormachtstellung in Kärntner Derbys untermauern.

Als Tabellenführer geht der EC-KAC (zwei Siege, keine Niederlage) am Mittwoch, dem 23. September 2026, auf eigenem Eis in das erste Kärntner Derby der neuen Saison gegen den EC VSV (ein Sieg, keine Niederlage). Das Duell der beiden Lokalrivalen wird von ORF Sport+ live übertragen, aufgrund einer Terminkollision im Sendeprogramm wird der Spielbeginn kurzfristig um eine Viertelstunde nach hinten und damit auf 19.30 Uhr gelegt.

TICKETS

Das erste Kärntner Derby der Saison ist bereits ausverkauft, sämtliche Eintrittskarten sind seit mehreren Tagen vergriffen. Verfügbar sind im Online-Ticketshop des EC-KAC in den verbleibenden Stunden bis zum Spielbeginn nur noch vereinzelte Plätze, die von Abonnentinnen und Abonnenten via Zweitmarkt freigegeben werden.

BERICHTERSTATTUNG

Das erste Kärntner Derby der Saison 2026/27 wird auf ORF Sport+ übertragen, Sendungsbeginn ist – wie im dazugehörigen Livestream auf on.orf.at – um 19.25 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at) im Kärntner Eishockeymagazin (ab 20.04 Uhr).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC eröffnete die neue Saison der win2day ICE Hockey League am vergangenen Wochenende mit zwei Siegen, beim EC Salzburg setzten sich die Klagenfurter mit 7:1 durch, den HC Pustertal konnten sie zu Hause mi 3:2 bezwingen. Damit konnte der Rekordmeister zum ersten Mal seit 2021 wieder die ersten beiden Partien einer neuen Spielzeit für sich entscheiden, mehr Siege zum Saisonstart hintereinander, nämlich fünf, gab es für Rot-Weiß zuletzt im Jahr 2011. Wesentlich zum erfreulichen Auftakt beigetragen haben die Special Teams, die Powerplay-Formationen können aktuell eine Erfolgsquote von 33,3 Prozent vorweisen, bei numerischer Unterlegenheit kassierte der EC-KAC in 12:24 Minuten überhaupt noch keinen Gegentreffer. Bemerkenswert ist auch die gegen die Roten Bullen und Wölfe unter Beweis gestellte Ausgeglichenheit im Kader hinsichtlich offensiver Produktivität: 16 der 20 Feldspieler, die bislang tatsächlich am Eis standen, haben bereits zumindest einen Scorerpunkt auf ihrem Konto, die zehn Tore wurden von zehn verschiedenen Skatern erzielt.

Der EC VSV hat in der noch jungen Saison erst ein Ligaspiel in den Beinen, am vergangenen Freitag feierte er auswärts bei den Pioneers Vorarlberg einen knappen 2:1-Erfolg. Die Adler, die ihre ersten fünf Partien der neuen Spielzeit allesamt in der Fremde zu bestreiten haben, lieferten nach turbulenten Wochen für den Klub in ihrem Auftaktspiel eine Charakterleistung ab und verbuchten drei wertvolle Punkte. Ermöglicht wurden diese allerdings auch durch eine Verknappung des Lineups, im dritten Abschnitt in Feldkirch rotierte Blau-Weiß nur noch fünf Verteidiger und neun Stürmer. Villach erarbeitete sich gegen die Pioneers klare Vorteile in Sachen Puckbesitz (58,4 Prozent) und vermochte diese auch in satte 40 Shots on Goal zu verwandeln, allerdings fanden von 19 Abschlüssen aus dem Slot nur zwei den Weg in die Maschen. Effektivität vor dem gegnerischen Tor wird aus blau-weißer Perspektive aber gerade am Mittwoch gefordert sein: Bei seinen letzten 25 Auftritten in der nunmehrigen Heidi Horten-Arena erzielte der EC VSV in Summe nur 36 Treffer, in 20 dieser Spiele beendete er die Begegnung mit zwei oder weniger Torerfolgen.

Die Geschichte:

Das traditionsreichste Duell im österreichischen Eishockey erlebte bislang 363 Austragungen in Bewerbsspielen, von denen der EC-KAC die Mehrheit von 195 für sich entscheiden konnte, 149 gingen an den EC VSV und 19 endeten unentschieden. In der jüngeren Vergangenheit wurden Kärntner Derbys vornehmlich von den Rotjacken dominiert, die in jeder der letzten zehn Spielzeiten in der Saisonbilanz aus direkten Konfrontationen die Nase vorne hatten. Die Adler schafften es seit dem Jahr 2015 nicht mehr, zwei Spiele gegen Klagenfurt hintereinander zu gewinnen. Der EC-KAC ging in den letzten elf Lokalduellen nur ein Mal gänzlich leer aus und in neun Fällen als Sieger vom Eis, noch eindrucksvoller gestaltet sich das Fazit von auf eigenem Eis ausgetragenen Duellen: Rot-Weiß siegte in 23 der letzten 25 Heimspiele gegen die Draustädter, darunter in jedem der jüngsten sieben.

In der vergangenen Saison 2025/26 standen sich die beiden Klubs aus Kärnten vier Mal gegenüber, das erste Aufeinandertreffen ging an den EC VSV, die folgenden drei an die Rotjacken. Bei in Summe 13,8 gegenüber 13,2 Expected Goals erwies sich der Rekordmeister angesichts von 15:10 tatsächlichen Toren als die deutlich effektivere Mannschaft, zumal Villach die Hälfte seiner Saisontreffer gegen den EC-KAC bei numerischem Vorteil erzielte. Vor allem vermochten den Kärntner Derbys der letzten Spielzeit Importspieler der Rotjacken ihren Stempel aufzudrücken: Jesper Jensen Aabo, Nick Petersen und Jan Muršak punkteten 2025/26 in jedem Spiel, das sie gegen die Adler bestritten.

Personelles:

Mit Ausnahme der beiden Langzeitverletzten Jacob Hudson und Fabian Hochegger haben die Rotjacken nach dem freien Montag am Dienstag in Vollbesetzung trainiert. Dementsprechend sind gegenüber dem Heimsieg gegen den HC Pustertal keine Änderungen im Lineup zu erwarten. Die Verteidiger Filip Simović und Gerrit Böhs sowie Stürmer Ben Öfner, die am vergangenen Wochenende allesamt im Aufgebot der Kampfmannschaft standen, verstärken am Dienstagabend das Future Team des EC-KAC, das auswärts gegen den HC Asiago in die neue Alps Hockey League-Saison startet.

Pre-Game-Kommentar:

Clemens Unterweger

„Wir konnten am Sonntag daran anknüpfen, wo die Mannschaft am Freitag aufgehört hatte. Die Partie gegen den HC Pustertal war geradlinig und mit viel Speed geführt, der Forecheck war sehr aggressiv und aufbauend auf zwei brutal gute Goalie-Leistungen konnten wir am ersten Wochenende sechs Punkte holen.“

„Auch im Training arbeiten wir jeden Tag daran, das Powerplay zu verbessern und zu verfeinern, es ist positiv, dass in den ersten beiden Spielen die Umsetzung gut geklappt hat. Wie im „Fünf-gegen-Fünf“ sind wir auch bei den auf die Überzahlsituationen zugeschnittenen Scoring Drills sehr konzentriert, wir denken nicht darüber nach. Die Qualität, viele Tore zu erzielen, haben wir im Kader, es gilt, diese auch umzusetzen und auf das Eis zu bringen.“

„Niemand von uns spricht über die Schwierigkeiten, die der EC VSV in den vergangenen Wochen hatte, unser Fokus ist auf das Sportliche und unser eigenes Spiel gerichtet. Wir wissen, dass die Villacher in Derbys immer sehr gefährlich sind, vor allem hier zu Hause in Klagenfurt hatten wir in den vergangenen Jahren trotz der guten Resultate häufig einige Mühen. Ich erwarte mir ein emotionales Duell, wir müssen versuchen, so weiterzuspielen wie am vergangenen Wochenende, dann liegt alles in unserer Hand.“

„Das Kärntner Derby gehört zu jenen Spielen, die emotional am höchsten einzuordnen sind. Wenn man vielleicht einmal einen weniger guten Lauf hat, kommt ein Lokalduell recht günstig, weil man da bei einem selbst, im Klub und bei den Fans einiges wiedergutmachen kann. Es wird Tage und Wochen zuvor schon über dieses Spiel berichtet, die Partie ist Gesprächsthema, also ist ein Derby nach wie vor wichtig und jeder von uns freut sich schon auf diesen Spieltag.“

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