Die ersten beiden Gelegenheiten in dieser Partie fand Ryan Sproul vor, der am Ende eines „Zwei-gegen-Eins“-Angriffs verzog (1.) und wenig später am Beinschoner von Florin Vorauer hängenblieb (2.). Aus ihrem ersten Angriff heraus gingen die Rotjacken in Führung: Tobias Sablattnig zog über rechts diagonal zum Tor, scheiterte zunächst, stocherte den Puck aber im zweiten Versuch über die Linie (3.). Während dem ersten Powerplay für den EC-KAC hatte Villach zwei goldene Möglichkeiten: Ein 40-Meter-Solo von Elias Wallenta stoppte der Rotjacken-Goalie (6.), der auch beim Maxa-Abschluss eines „Zwei-gegen-Eins“-Vorstoßes Sieger blieb (7.). Neuerlich die vierte Angriffsformation erhöhte die rot-weiße Führung: David Waschnig fing den Puck in der neutralen Zone aus der Luft, ging auf der linken Seite in die Tiefe und überraschte Goalie Joe Cannata mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel (8.). Im ersten Überzahlspiel für Villach befreiten sich die Klagenfurter vier Mal, erst danach bei Even Strength kam der EC VSV einem Treffer nahe: Felix Maxa zog von der linken Halfwall aus ab, Florian Vorauer rutschte die Scheibe durch, mit dem nach hinten schnellenden Bein kickte er sie aber von der Torlinie (13.). Der EC-KAC zog im Powerplay weiter davon: Jan Muršak legte nach Linksaußen ab, Simeon Schwinger fand im Zentrum Nick Petersen und dieser vollendete von zwischen den Hashmarks aus per Schlagschuss in die von ihm aus rechte Kreuzecke (15.). Als der Puck vor dem Kasten der Hausherren vor dem Crease quer hoppelte, stocherte Wallenta mehrfach nach, Florian Vorauer machte unten alles zu (18.).
Die erste Offensivaktion im zweiten Durchgang brachte den Abschlusstreffer für die Adler: Thimo Nickl sprang im Mitteldrittel der Puck über die Schlägerschaufel, wodurch Julian Metzler zum Solo kam, das er mit der Vorhand erfolgreich abschloss (22.). In einer „Vier-gegen-Vier“-Phase ließ Cannata einen Hundertpfund-Schuss fallen, der KAC-Kapitän wurde mit dem Rebound noch am Kasten vorbei abgedrängt (26.). Nach schöner Rotation schlenzte Jesper Jensen Aabo aus dem Rückraum, der Puck streifte die Stange (28.), im nächsten Angriff gelang Klagenfurt aber sein vierter Treffer: Raphael Herburger ging am rechten Flügel steil, zögerte dann lange und spielte den Querpass an den Crease ideal so, dass Thomas Hundertpfund ihn in die Maschen ablenken konnte (29.). Es folgte eine vierminütige Unterzahlphase für den EC-KAC, der die Hälfte dieser Zeit sogar bei “Drei-gegen-Fünf“ überstehen musste: Dies gelang, gestützt auf einen famosen Florian Vorauer und mit starkem Positions- und Blockverhalten, unbeschadet, just als David Waschnig von der Strafbank zurückkam, stocherte Travis St. Denis den Puck an der eigenen blauen Linie vom Schläger von Hughes. Der Kanadier ging ins Solo und verwertete dieses halbhoch mit der Vorhand (35.). Nur wenig später kam auch Jan Muršak zu einem Alleingang, er verfehlte das Ziel, brachte das Spielgerät aber selbst vor den Torraum zurück, wo Jan Drozg freistehend abschloss, Cannata aber mit einer guten Reaktion parierte (36.). In der Schlussminute des Mitteldrittels stand dann wieder der KAC-Torhüter im Fokus, der einen Sproul-Schlagschuss ebenso abwehrte wie die knifflige Hancock-Deflection eines Wallenta-Schusses (jeweils 40.).
Den Schlussabschnitt eröffnete ein partielles Breakaway vom vorangegangenen Torschützen Julian Metzler, der diesmal von Florian Vorauer verneint wurde (43.). Als der Goalie noch im gleichen Wechsel bereits geschlagen schien und der Puck hinter ihm in Richtung Linie rutschte, rettete Finn van Ee stark (43.). Bei einem Göransson-Wristshot aus der Distanz gab Joe Cannata den Rebound her, Muršak driftete damit leicht zur Seite und vergrößerte damit seinen Einschusswinkel, wurde aber vom Goalie gelegt (46.). Das KAC-Powerplay kam nicht zum Tragen, da die Rotjacken beim Anspiel zum zweiten Mal in dieser Partie eine Strafe aufgrund einer Faceoff Violation erhielten. Als wenig später der EC VSV mit einem Mann mehr agieren durfte, demonstrierten die Rotjacken ihr aktuell herausragendes Penalty Killing mit sieben Befreiungen, danach plätscherte das Spiel recht unspektakulär dahin. Gut drei Sekunden vor dem Ende machte der Rekordmeister aber doch noch das halbe Dutzend voll: van Ee brachte den Puck von der rechten Halfwall aus vor das Gehäuse, wo Waschnig abfälschte und nachstocherte, auch Tobias Sablattnig ging auf den Rebound und schob die Scheibe schließlich zum persönlichen Doppelpack und 6:1-Endstand über die Linie (60.).
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Der Start in die Partie war so, wie wir das geplant hatten, wir spielten simpel und geradlinig nach vorne und das hat sich bald auf den Spielstand ausgewirkt. Die 3:0-Führung hatten wir schon recht früh im Spiel und ich glaube, es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich dann etwas zurücknimmt und nicht mehr mit vollem Nachdruck agiert, wir wurden etwas ungenau. Das Gegentor resultierte aus einem kleinen Fehler, sehr positiv war hingegen unser starkes Unterzahlspiel, das wieder ohne Gegentor geblieben ist, auch im Powerplay haben wir erneut getroffen. Florian Vorauer hat gut gehalten, genau in jenen Momenten, in denen wir ihn gebraucht haben. Ein Derbysieg ist immer erfreulich, ich muss aber auch festhalten, dass Villach bis zum Schluss gekämpft hat. Insgesamt bin ich mit unserer Mannschaft heute zufrieden, wir können diesen Sieg auch ein paar Stunden lang genießen, morgen bereiten wir uns dann auf Ljubljana vor.“


Datenschutzeinstellungen 





