Nach dem Tabellenführer in der vergangenen empfangen die Rotjacken in der aktuellen Woche dessen ersten Verfolger in der Heidi Horten-Arena: Am Sonntag, dem 1. November 2026, tritt der EC-KAC (neun Siege, sieben Niederlagen) vor eigenem Publikum gegen die zuletzt eindrucksvolle Form aufweisenden Black Wings Linz (zwölf Siege, vier Niederlagen) an. Das Duell zwischen dem Fünften und dem Zweiten der aktuellen Tabelle beginnt um 17.30 Uhr und wird von Sporteurope.TV live übertragen.
TICKETS
Für das letzte Spiel des EC-KAC vor dem International Break sind aktuell noch rund 310 Stehplatzkarten (sowie jeweils eine einstellige Anzahl an Sitzplatz- und VIP-Karten sowie Skybox-Tickets) verfügbar. Diese und via Zweitmarkt freigegebene Tickets sind durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC erhältlich. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena öffnet am Spieltag um 16.00 Uhr.
BERICHTERSTATTUNG
Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie gewohnt im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen (Pay-per-View). Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 17.15 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at im Kärntner Eishockeymagazin (ab 18.04 Uhr).
Die Ausgangssituation:
Der EC-KAC hat kräftezehrende Wochen hinter sich, das dichte Programm mit zwölf Bewerbsspielen im Monat Oktober erwies sich im Angesicht einer schier endlosen Liste an verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen als zusätzlich herausfordernd. Alleine in der Liga haben Stammkräfte der Rotjacken bereits 78 verpasste Partien angesammelt. Dementsprechend sank auch die Erfolgsquote des Rekordmeistes drastisch, vier der sechs Partien in der zweiten Monatshälfte gingen verloren, darunter die beiden letzten Begegnungen zu Hause gegen Tabellenführer Bolzano (2:5) und am Freitag auswärts bei Titelverteidiger Graz (1:3). Das Fehlen von Schlüsselspielern wirkte sich auch deutlich negativ auf die zu Saisonbeginn noch so starken Special Teams aus: Im Verlauf der letzten fünf Spiele gelang dem EC-KAC (bei 18 Gelegenheiten) kein Powerplay-Treffer, gleichzeitig schlug es hinten in 21 Phasen numerischer Unterlegenheit satte acht Mal ein. Insgesamt liegt Klagenfurts aktuelle Bilanz allerdings fast punktgenau im mehrjährigen Trend: In den fünf Jahren seit dem letzten Meistertitel (2021) hatten die Rotjacken nach 16 absolvierten Ligaspielen im Schnitt 26,4 Punkte auf ihrem Konto, heuer sind es deren 27.
Anders als der EC-KAC waren die Black Wings Linz am Freitag spielfrei, sie behielten aufgrund ihres soliden Vorsprungs aber ihren zweiten Tabellenplatz. Die Truppe von Head Coach Philipp Lukas kommt als eine der aktuell formstärksten Mannschaften der Liga nach Klagenfurt: Zehn der letzten elf Ligaspiele wurden gewonnen und damit der etwas holprige Saisonstart mehr als nur kompensiert. Seit der deutlichen 0:5-Niederlage beim HC Bolzano zur Monatsmitte fuhren die Black Wings wieder vier Regulation-Siege am Stück ein und kassierten dabei in Summe nur sieben Gegentore. Mit im Saisonverlauf lediglich 1,69 Even Strength-Gegentreffern pro Ligaspiel kann Linz auf die zweitbeste Abwehr im Bewerb bauen. Eher bescheiden fielen bislang die Beiträge der Special Teams zum Erfolg der Oberösterreicher aus, sowohl im Powerplay als auch im Penalty Killing rangiert die petrol-schwarze Erfolgsquote nur auf Position neun im ligaweiten Vergleich. Gefährlichster Akteur im Linzer Angriff ist Sommer-Neuzugang Brady Shaw, der sowohl nach Toren als auch nach Punkten die Nummer zwei der Liga ist. Allerdings erzielte er zehn seiner elf Saisontreffer gegen Teams, die aktuell auf den letzten vier Tabellenrängen liegen.
Die Geschichte:
Wie der EC-KAC sind auch die Black Wings Linz seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 durchgehend in Österreichs höchster Spielklasse vertreten. Seither kam es zu 167 direkten Begegnungen zwischen diesen beiden Klubs, von denen 81 an die Kärntner und 86 an die Oberösterreicher gingen. Unter allen aktuellen Gegnern in der win2day ICE Hockey League ist Linz einer von nur zwei (neben Salzburg), gegen die der Rekordmeister eine negative historische Bilanz vorzuweisen hat. Lange Jahre hindurch galt dies auch für den rot-weißen Record in Heimspielen gegen die Black Wings, diesen Trend konnten die Klagenfurter in der jüngeren Vergangenheit aber umkehren: Acht der letzten zehn und jede der letzten fünf Begegnungen mit Linz auf eigenem Eis hat der EC-KAC für sich entschieden.
Das bisher einzige Saisonduell kam am 4. Oktober an der Unteren Donaulände zur Austragung und endete mit einem klaren 6:1-Erfolg für die Oberösterreicher. Allerdings mussten die Rotjacken in dieser Partie acht verletzungs- oder krankheitsbedingt fehlende Spieler vorgeben, zwei weitere schieden während dem Spiel zusätzlich aus. Den Grundstein zum Sieg legten die Linzer in diesem Spiel mit vier Treffern in weniger als zehn Minuten zu Beginn des Mitteldrittels. Zwar verbuchte der EC-KAC mehr Zeit mit Scheibenbesitz als sein Gegner, die Kärntner schaffen es aber nicht, häufig und strukturiert genug in die gefährlichen Zonen vorzudringen: Lediglich sechs Torschüsse aus dem Slot stellten den niedrigsten KAC-Wert der bisherigen ICE-Saison dar.
Personelles:
Von den in Summe sieben verletzten Kaderspielern – Sebastian Dahm, Maximilian Preiml, Nick Petersen, Jan Muršak, Ben Öfner, Fabian Hochegger und Matt Fraser – kehrt im letzten Spiel vor dem International Break keiner in das rot-weiße Aufgebot zurück. Seit Samstag wieder in den Trainingsbetrieb integriert und damit für das Spiel gegen Linz im Lineup zu erwarten ist Verteidiger Mattias Göransson, der am Freitag erkrankt fehlte. Die Torhüterposition betreffend ist zu vermelden, dass der EC-KAC die ursprünglich bis 2. November befristete Zusammenarbeit mit Mareks Mitens verlängert hat und der Lette damit auch in den kommenden Wochen zur Verfügung steht.
Pre-Game-Kommentar:
Simeon Schwinger
„Ich denke, Graz hat am Freitag ein gutes Spiel gespielt, sie haben viele unserer Schüsse geblockt und es ihrem Goalie damit etwas einfacher gemacht. Man hat gesehen, dass wir einen Weg finden müssen, zu Chancen zu kommen und auch wieder Tore zu schießen. Von uns war das meiner Meinung nach keine schlechte Partie, sie hätte in beide Richtungen ausgehen können, letztlich haben die 99ers aber verdient gewonnen. Wir müssen weiter an uns arbeiten und schauen, dass wir bald wieder einmal einen Sieg einfahren.“
„Wir wissen, dass es gegen Linz immer eine harte Partie ist, da geht es körperbetont zu. Diese Art von Spielen ist cool, ich freue mich darauf, unsere ganze Mannschaft freut sich darauf. Gegen Linz ist immer viel Spannung im Spiel. Wir müssen dringend wieder mehr Tore schießen, die Kleinigkeiten am Eis besser löse, hinten wenig zulassen und unseren Goalies besser helfen. Ein großer Punkt sind auch die Special Teams, die zuletzt nicht gut funktioniert haben, wir arbeiten daran, das zu verbessern, und werden den Kopf nicht hängenlassen.“
„Linz kommt mit sehr viel Selbstvertrauen in unsere Halle, man merkt, dass sie in den letzten Wochen Spaß hatten am Eishockey. Zu ihren Vorzügen gehört sicher, dass jede ihrer Sturmlinien Gefahr ausstrahlt, da sind vor allem viele österreichische Spieler dabei, die aktuell gut spielen und sehr treffsicher sind. Sie haben einen Lauf, diesen müssen wir brechen, Linz muss von Beginn an merken, dass es gegen uns nicht leicht wird. Ich persönlich bin positiv eingestellt und freue mich auf diese Begegnung.“



