Mit einem wieder volleren Aufgebot nimmt der EC-KAC (fünf Siege, drei Niederlagen) am Freitag, dem 9. Oktober 2026, sein neuntes Saisonspiel in der win2day ICE Hockey League in Angriff. Der Tabellenzweite gastiert auswärts beim Schlusslicht, den Pioneers Vorarlberg (kein Sieg, acht Niederlagen). Spielbeginn in Feldkirch ist um 19.30 Uhr, Sporteurope.TV überträgt live.
BERICHTERSTATTUNG
Diese Begegnung ist nicht im Free-TV zu sehen, eine Livestream-Übertragung, produziert vom gastgebenden Klub, ist jedoch wie gewohnt auf Sporteurope.TV (Pay-per-View) verfügbar, Sendungsbeginn ist um 19.15 Uhr. Radio Kärnten (online empfangbar über sound.orf.at) begleitet das Spiel im Kärntner Eishockeymagazin, das um 20.04 Uhr beginnt.
Die Ausgangssituation:
Nach dem famosen Start in die Liga-Saison 2026/27 mit fünf Siegen am Stück hat der EC-KAC eine sehr bittere Woche hinter sich. Dezimiert durch zunächst fünf, später acht verletzungs- oder krankheitsbedingte Ausfälle mussten die Rotjacken sowohl gegen den Milano HC (2:4) als auch beim HC Bolzano (0:4) und den Black Wings Linz (1:6) als Verlierer vom Eis stapfen. In drei aufeinanderfolgenden Grunddurchgangsspielen ohne Punkt geblieben waren die Klagenfurter zuletzt im Februar 2022. Eine Trendumkehr könnte allerdings am Dienstag ihren Ausgang genommen haben: Die Champions Hockey League-Heimpartie gegen den finnischen Vizemeister KooKoo Kouvola ging zwar mit 3:5 verloren, die mit acht Teenagern im Lineup angetretenen Rotjacken machten dabei aber ab der ersten Drittelpause ein starkes Spiel und bewiesen nach zwischenzeitlichem 0:4-Rückstand viel Moral. Das Gastspiel bei den Pioneers nimmt der EC-KAC von Tabellenplatz zwei aus in Angriff, in Vorarlberg setzt Rot-Weiß wieder auf sein unverändert sehr effizientes Powerplay, das in der Liga aktuell eine Erfolgsquote von 31,3 Prozent aufweist.
Die Pioneers Vorarlberg, bei denen im Sommer lange Zeit der Weiterverbleib in der Liga wackelte, stehen nach acht Begegnungen noch gänzlich ohne Punkt da, zuletzt bezogen sie am Sonntag eine empfindliche 0:8-Niederlage bei Olimpija Ljubljana. In ihren fünf Heimspielen vermochte die Mannschaft von Head Coach Marko Ojanen das Score allerdings meist eng zu halten, gegen Villach, Milano und Székesfehérvár zog man jeweils nur mit einem Tor Unterschied den Kürzeren. Hoffnung auf Besserung schürt auch das über weite Strecken sehr gute Unterzahlspiel, das in den ersten fünf Ligaspielen eine gänzlich weiße Weste behielt und aktuell mit einer Erfolgsquote von 85,2 Prozent unverändert das statistisch beste aller Teams im Bewerb ist. In Phasen gleicher Spieleranzahl am Eis haben die Pioneers allerdings vor allem defensiv einige Probleme: Im Schnitt 3,75 Gegentore bei Even Strength pro Partie stellen mit einigem Abstand den schwächsten Wert im ligaweiten Vergleich dar, die übrigen 13 Teams kassieren im Durchschnitt nur 2,02 Verlusttreffer pro Spiel bei numerischer Ausgeglichenheit. Saisonübergreifend stehen für die Vorarlberger aktuell 17 Niederlagen in Folge zu Buche, ihr letzter Erfolg datiert vom 25. Januar.
Die Geschichte:
Die Pioneers Vorarlberg kamen im Sommer 2022 in die win2day ICE Hockey League und beendeten ihre bisherigen vier Grunddurchgänge stets auf einem Rang zwischen zehn und 13. Mit dem EC-KAC duellierte sich der in Feldkirch beheimatete Klub bislang 22 Mal, in 16 dieser Begegnungen setzten sich die Rotjacken durch. Während die Pioneers gegen alle anderen Gegner in der Liga eine Winning Percentage von 32,8 Prozent vorzuweisen haben, liegt dieser Wert in Duellen mit dem Rekordmeister bei nur 27,3 Prozent. In Vorarlberg punkteten die Klagenfurter bei zehn ihrer bislang elf Auftritte, acht Mal siegten sie auch, außerdem kassierten sie in diesen elf Partien nur 16 Gegentreffer aus dem Spiel heraus.
In der vergangenen Saison 2025/26 entschieden die Montfortstädter die erste Konfrontation Anfang November mit 2:1 nach Penaltyschießen für sich, die restlichen drei Begegnungen gingen bei in Summe 16:8 Toren allesamt in regulärer Spielzeit an die Rotjacken. Spielerisch waren sämtliche vier Duelle von einer rot-weißen Überlegenheit geprägt, alleine bei Even Strength kam der EC-KAC auf 45:19 Minuten an Puckbesitz im Angriffsdrittel, während die Pioneers nur für 25:34 Minuten notierten. Klagenfurts punktebeste Akteure in den Partien gegen die Vorarlberger, Mathias From mit acht und Mario Kempe mit sechs Zählern, sind heuer beide nicht mehr beim Klub, sehr wohl jedoch noch im Aufgebot stehen Jesper Jensen Aabo und Nick Petersen, die 2025/26 bei jedem ihrer Einsätze gegen die Pioneers angeschrieben haben.
Personelles:
Von der langen Liste an Ausfällen – im CHL-Spiel am Dienstag fehlten bekanntlich neun Stammkräfte – konnten beim EC-KAC im Verlauf der Woche wie erhofft einige Namen gestrichen werden. Die seit Sonntag erkrankten Clemens Unterweger und Raphael Herburger sind wieder gesund und stiegen am Donnerstag wie auch die zuletzt von Oberkörperverletzungen eingeschränkten Simeon Schwinger und Travis St. Denis vollumfänglich in das Mannschaftstraining ein. Das Quartett wird auch die Reise nach Vorarlberg mitmachen. Zurück im leichten Eistraining, allerdings noch im No-Contact-Jersey, sind Jacob Hudson und Jan Muršak, bei denen Einsätze gegen die Pioneers noch kein Thema sind. Sie fehlen ebenso wie Sebastian Dahm, Fabian Hochegger und Matt Fraser.
Pre-Game-Kommentar:
Simeon Schwinger
„Meine Verletzung ist noch nicht ganz ausgeheilt, ich spüre sie noch, aber es gibt keine Beschädigung an sich mehr, es geht rein um den Umgang mit den Schmerzen. Ich fühle mich auf dem Eis sehr wohl und fit, es gibt keine motorischen Einschränkungen und daher will ich am Freitag auch wieder spielen und unserer Mannschaft helfen.“
„Wir haben in den ersten Partien zahlreiche Tore geschossen, viele Chancen resultierten in einem Treffer, teilweise auch nicht ganz unglücklich. In den letzten Spielen hat das gefehlt, da hatten wir in der Verwertung ein wenig Pech, verbuchten viele Stangenschüsse. Insgesamt müssen wir sicher die Anzahl der Turnover, die wir produzieren, verringern, es braucht auch mehr Kompaktheit im eigenen Drittel und in der Rückwärtsbewegung müssen wir die Lücken besser füllen. Daran müssen wir arbeiten und einen Weg zurück zu unserem Eishockey vom Saisonstart finden.“
„Eine Mannschaft wie die Pioneers darf man nicht unterschätzen, auch wenn sie bisher noch nicht gepunktet haben. Entscheidend ist, dass wir mit einem guten Mindset in solche Partien gehen, von Beginn an Vollgas geben und unser Spielsystem entfalten, nie lockerlassen. Gegen Teams zu spielen, denen man am Papier vielleicht überlegen ist, ist meiner Meinung nach in erster Linie eine Kopfsache. Ich glaube, wir sind alle professionell genug, um dies auch umzusetzen.“
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