Die Gäste aus Tschechien nutzten gleich ihre erste Möglichkeit zum Führungstreffer: Jakub Krejčík brachte einen steilen Aufbaupass, Mārtiņš Dzierkals drehte sich an der offensiven blauen Linie um Maximilian Preiml und enteilte diesem, nach einem Haken auf die Rückhand schob er am Ende seines Solos flach ein (4.). Im ersten KAC-Powerplay der Partie glitt Luka Gomboc von links aus diagonal zum Kasten, sein Schuss wurde noch abgefälscht (9.). Als Prag erstmals mit einem Mann mehr am Eis agierte, verteidigten sich die Rotjacken mit vier Clearings gut, danach blieb Devin Shore nach tiefem Querpass von Michal Řepík noch am Schoner Florian Vorauers hängen (15.). Seine beiden besten Gelegenheiten im Startdrittel hatte der EC-KAC in der Schlussminute: Zunächst inszenierte Jan Muršak von links aus Luka Gomboc, der sich den Puck im Slot noch herrichten konnte, ihn dann aber zu zentral auf Goalie Jakub Kovář schoss (20.). Sekunden vor der Sirene steckte Thomas Hundertpfund beim Zoneneintritt auf David Maier durch, dessen Wrister aus halbrechter Position im Zentrum konnte der Sparta-Goalie mit der Schiene entschärfen (20.).
Die erste konkrete Offensivszene im Mitteldrittel kreierten die Hausherren: Raphael Herburger passte aus der linken Rundung, Mathias From hatte am langen Pfosten allerdings zu wenig Winkel. Roman Horák profitierte von einem rot-weißen Turnover, fand aus dem Slot seinen Meister aber in Florian Vorauer (jeweils 26.). Einen satten Chlapík-Schlagschuss parierte der KAC-Goalie mit der Schulter (28.), Pavel Kousal verfehlte vom Crease aus den Kasten (31.). Im dritten Klagenfurter Überzahlspiel erlief Dzierkals eine Befreiung, er schnitt von rechts nach innen und vollendete mit der Rückhand und damit in ähnlicher Manier wie bei seinem ersten Treffer nun zum 0:2 (33.). Horáks nächsten Abschluss von zwischen den Hashmarks aus wehrte Vorauer mit dem Blocker ab (34.), als Prag in einer „Vier-gegen-Vier“-Phase zum „Zwei-auf-Eins“-Konter kam, nahm Maximilian Preiml mit dem Stock den finalen Querpass von Shore weg (37.). Auf der Gegenseite schob Thimo Nickl den Puck mittig in den Lauf von Nick Petersen, der mit seinem partiellen Breakaway jedoch von Kovář mit dem Cacher gestoppt wurde (38.).
Wie im ersten kamen die Gäste auch im dritten Abschnitt zu einem frühen Torerfolg: Michal Řepík drehte sich hinter dem Kasten elegant gegen Thimo Nickl aus und bediente den am Torraum freien Devin Shore, der auf 0:3 stellte (44.). Ein Schnittpuck vor dem Gehäuse Spartas sprang auf das Schienbein des heranstürmenden David Waschnig und von dort aus hauchdünn an der Stange vorbei (47.), Thomas Hundertpfund drängte flach vor das Tor, Finn van Ee stocherte die Scheibe an den Schoner von Kovář (48.). Nachdem Hrabík den From-Querpass auf Kempe im „Zwei-gegen-Eins“ abgefangen hatte (52.), gelangten auch die Klagenfurter auf die Anzeigetafel: Maximilian Preimls Diagonalpass durch die neutrale Zone fand links Finn van Ee, dieser zog frei diagonal zum Tor und schob das Spielgerät nach Haken durch die Beine des Goalies (53.). Mathias From platzierte einen gezogenen Schlenzer von links aus an Kovářs Schulter (55.), dann kamen die Rotjacken zu einem späten Powerplay, das jedoch auch auf „Sechs-gegen-Vier“ erweitert keinen Anschlusstreffer brachte. Stattdessen sendete Tomáš Hyka die Scheibe aus der neutralen Zone in den verwaisten KAC-Kasten, wodurch der Endstand von 1:4 fixiert war (58.).
Post Game-Kommentar von Assistant Coach David Fischer:
„Es ist cool, zurück in diesem Bewerb zu sein und auf starke Gegner zu treffen, Sparta Prague war heute definitiv ein solcher. Mir hat unser Start gefallen, das hatten wir uns vorgenommen, es war auch positiv, dass wir danach über weite Strecken bei unserem Plan geblieben sind. Es ist immer noch August, wir arbeiten noch an einigen Dingen, dem Powerplay zum Beispiel, den Abschlüssen. Insgesamt sahen wir heute viele gute Ansätze von unserem Team, die Jungs haben auch viel investiert, die Levels an Geschwindigkeit und Intensität waren in dieser Partie hoch. Ein Spiel gegen eine Mannschaft dieses Kalibers ist eine große Prüfung für unsere Gruppe. Wir können uns mit vielen Dingen in unserem Spiel gut fühlen, aber nicht zu gut, denn in zwei Tagen wartet das nächste Spitzenteam, das viel Speed mitbringt, hoffentlich gelingt uns dann wieder der Beitrag zu einem starken Spiel.“

