Der EC-KAC möchte am Sonntagabend seine in der win2day ICE Hockey League heuer noch unbefleckte Bilanz weiter ausbauen, die Rotjacken empfangen den Titelverteidiger aus Graz zum ersten Saisonduell in Klagefurt.

In seinem dritten Spiel innerhalb von nur 94 Stunden tritt der EC-KAC (vier Siege, keine Niederlage) am Sonntag, dem 27. September 2026, wieder zu Hause an. Im Rahmen der fünften Runde der win2day ICE Hockey League empfangen die Rotjacken die Graz99ers (drei Siege, eine Niederlage) in der Heidi Horten-Arena. Es kommt dabei zur ersten Konfrontation zwischen dem aktuellen Tabellenführer und dem amtierenden Meister in der noch jungen Saison. Der Spielbeginn ist für 17.30 Uhr angesetzt.

TICKETS

Für das Heimspiel der Rotjacken gegen den Titelverteidiger sind Sitzplätze bereits vergriffen, noch unverkauft sind fünf VIP- und rund 220 Stehplatzkarten. Diese sind – ebenso wie potenziell bis zum Spieltag von Abonnent/innen dem Zweitmarkt zugeführte Karten – durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC verfügbar. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena öffnet am Spieltag um 16.00 Uhr.

BERICHTERSTATTUNG

Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie gewohnt im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen (Pay-per-View). Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 17.15 Uhr, Joschi Peharz (Moderator), Marco Tscharnig (Kommentator) und Marc Brabant (Experte) bilden das bewährte On-Air-Team. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at im Kärntner Eishockeymagazin (ab 18.04 Uhr).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC prolongierte am Freitagabend seinen formidablen Saisonstart, mit einem 7:3-Auswärtssieg am schwierigen Pflaster Ljubljana konnte die Rotjacken ihre Bilanz auf 12:0 Punkte und 23:7 Tore ausbauen. In den 27 Spielzeiten seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 startete der Rekordmeister zuvor nur ein einziges Mal mit vier Erfolgen am Stück in eine Saison, 2011/12 gelangen sogar fünf Siege hintereinander. Weiterhin wesentliche Beiträge zu den positiven Resultaten liefert das Überzahlspiel, in dem die Klagenfurter ihre Erfolgsquote mittlerweile auf 37,5 Prozent steigern konnten und pro 3:07 Minuten bei numerischem Vorteil einen Treffer erzielen. Gegen den Titelverteidiger baut Rot-Weiß am Sonntag auch wieder auf seine Heimstärke: Saisonübergreifend wurde der EC-KAC im Verlauf der letzten 26 in der Heidi Horten-Arena ausgetragenen Begegnungen nur zwei Mal in regulärer Spielzeit besiegt: Ende Januar vom EC Salzburg und im März im Viertelfinale von Fehérvár AV19.

Die Graz99ers legten einen suboptimalen Start in die neue Saison hin, sie blieben in der Champions Hockey League in ihren ersten vier Vorrundenspielen ohne Punkt. Besser lief es in der win2day ICE Hockey League, wo der Titelverteidiger auf die Auftaktniederlage bei Vizemeister HC Pustertal drei Siege am Stück folgen ließ. Die Heimerfolge in der laufenden Woche gegen den HCB Südtirol (4:3) und die Vienna Capitals (3:2) wurden jeweils in der Verlängerung sichergestellt, nachdem Graz in den Schlussabschnitten beider Partien noch im Hintertreffen gelegen war. Besonders hoch einzuschätzen war der Sieg gegen Wien am Freitag, fehlten den 99ers doch gleich elf Kaderspieler aufgrund von Verletzungen oder Erkrankungen. Der aus dem Nachwuchs des EC-KAC hervorgegangene Goalie Patrick Grascher, nominell die Nummer drei zwischen den Pfosten, verbuchte bei seinem Debüt in der höchsten Spielklasse mit 32 Saves gleich einen Sieg.

Die Geschichte:

Wie der EC-KAC (sowie der EC VSV und die Black Wings Linz) sind die Graz99ers einer von vier Klubs, die bereits seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 der höchsten Spielklasse Österreichs angehören. Seither trafen die Steirer in Summe 154 Mal auf den Rekordmeister, der exakt 100 dieser Duelle für sich entscheiden konnte. Allerdings konnten die 99ers ihren deutlichen Rückstand in der historischen Bilanz in der jüngeren Vergangenheit deutlich verkürzen, von den letzten acht Begegnungen (von denen vier eine Verlängerung erlebten) gewannen die Rotjacken nur drei, in lediglich einem Fall eroberten sie die vollen drei Zähler. Die Konfrontationen zwischen den beiden Klubs in den vergangenen Jahren waren zudem mehrheitlich eher torarme: Seit dem Neujahrstag 2021 fielen in 19 aufeinanderfolgenden Duellen in regulärer Spielzeit nicht mehr als sechs Treffer.

In der abgelaufenen Saison standen sich Graz und Klagenfurt vier Mal im Grunddurchgang gegenüber, die Steirer gewannen drei dieser Partien, darunter beide in der Kärntner Landeshauptstadt ausgetragenen (mit 3:2 im September und 3:2 nach Verlängerung im Dezember). Während hinsichtlich der Scoring Efficiency oder den Special Teams im Verlauf dieser vier Begegnungen kaum Unterschiede zu attestieren waren, hatten die Rotjacken Probleme, gegen die 99ers ausreichend Offensive zu kreieren: Der spätere Liga-Champion kam auf mehr Puckbesitzanteile (53,6 Prozent) und gab über die in Summe 246:12 Spielminuten hinweg um gleich 40 Torschüsse mehr ab als Rot-Weiß. Insgesamt hatten die Klagenfurter auch am Faceoff-Punkt zu kämpfen, sie vermochten nur 45,1 Prozent der Scheibenaufwürfe für sich zu entscheiden.

Personelles:

Die Rotjacken blieben am Tag zwischen zwei Spielen ihrer gelebten Praxis der vergangenen Wochen treu, das Eistraining am Samstag wurde nur optional abgehalten. Die Freude über den Auswärtssieg in Ljubljana am Freitag wurde von den Ausfällen von Sebastian Dahm und Simeon Schwinger getrübt, beide mussten die Partie vorzeitig beenden. Die Unterkörperblessur des Torhüters und die Oberkörperverletzung des Stürmers werden erst zu Beginn der kommenden Woche in bildgebenden Verfahren genauer diagnostiziert, beide stehen damit gegen Graz (wie die Langzeitverletzten Jacob Hudson und Fabian Hochegger) nicht zur Verfügung. Dadurch rückt aus dem Future Team auch Patrick Müller in das Lineup auf, er überzeugte am Donnerstag im AHL-Heimspiel gegen Salzburg mit einem Shutout und steht zum ersten Mal im Aufgebot der Kampfmannschaft.

Pre-Game-Kommentar:

Raphael Herburger

„Bei uns klappt aktuell sehr viel, wir sollten aber nicht zu viel darüber nachdenken, warum das so ist, sondern das einfach gerne so hin- und mitnehmen, denn es wird auch wieder andere Zeiten geben. Im Moment sind wir aber sicherlich im Flow, wie angekündigt und immer wieder betont, ist der Umstand, dass wir mit vier Linien rollen können, sehr wichtig für uns und auch ein Faktor für den derzeitigen Lauf. Jeder im Lineup trägt zu den aktuellen Erfolgen bei, es springt aber auch vieles für uns, wir müssen und werden am Boden bleiben.“

„Wenn man als Team gewinnt und dabei auch selbst Scorerpunkte sammelt, ist das immer fein. Gerne würde ich auch ein paar Tore schießen, aber unser Kapitän macht das aktuell sehr gut und verwertet die Zuspiele eiskalt. Das Wichtigste ist, dass wir gewinnen, und das ist derzeit der Fall.“

„Es wird spannend, der amtierende Meister kommt nach Klagenfurt, wir wollen gleich zeigen, welche Ansprüche wir heuer stellen. Den Titelverteidiger will man immer bezwingen, ganz egal, wie er auftritt oder wer dort aufläuft. Wir wissen, dass das eine harte Partie wird, freuen uns aber schon sehr auf dieses Duell.“

„Es ist sehr schade um Simeon, er hat super in unsere Linie gepasst. Wir haben aber gleichzeitig genug gute Spieler, die ihn kurzfristig ersetzen können, daher sehe ich keine großen Umstellungs- oder Anpassungsprobleme. Egal, wer jetzt zu uns in die Formation kommt, David Waschnig, Finn van Ee oder Daniel Obersteiner, sie alle ergänzen uns um eine unterschiedliche Komponente, wir werden als Linie also nicht nachlassen oder schlechter werden.“

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