Ausgehend von einem guten Start präsentierte sich der EC-KAC am Sonntagabend im Heimspiel gegen Salzburg bissig und spielfreudig, die gegenüber den vergangenen Partien deutlich verbesserten Rotjacken setzten sich am Ende verdient mit 5:3 durch.

Nach einem Nienhuis-Zuspiel aus der Tiefe hielt Mario Huber am Torraum die Schlägerschaufel hin, brachte aber nicht genug Druck auf den Puck (2.). Die Begegnung wurde daher von einem Doppelschlag der Rotjacken eröffnet: David Waschnig schlenzte die Scheibe von hinter der verlängerten Torlinie aus, sie wurde vom Beinschoner Atte Tolvanens aus über die Linie abgefälscht (3.). Nur 28 Sekunden später brachen Jesper Jensen Aabo und Mattias Göransson zum „Zwei-gegen-Eins“-Konter auf, den der Schwede mit einem Vorhandschuss in die kurze Kreuzecke erfolgreich beschloss (3.). Die Roten Bullen antworteten wenig später: Michael Raffl fand aus der linken Rundung den im hohen Slot völlig freien Mario Huber, der seinen gezogenen Schlenzer scharf in die von ihm aus rechte Kreuzecke setzte (7.). Nur eine gute Minute später stellte der EC-KAC den Zwei-Tore-Abstand wieder her: Simeon Schwinger zog aus halbrechter Position an der blauen Linie ab, der Puck sprang von der Hintertorbande aus auf der anderen Seite wieder nach vorne und direkt vor der Stange kehrte Raphael Herburger ein (8.). Der Torschütze passte dann von der linken Flanke aus durch den Verkehr vors Tor, die Scheibe landete letztlich an der Außenstange (9.), auf Seiten der Roten Bullen verzog Luca Auer von den linken Hashmarks aus mit der Vorhand (10.). Salzburgs Anschlusstreffer war sehr umstritten: Benjamin Nissner scheiterte aus kurzer Distanz an Florian Vorauer, der im Liegen den Puck unter seinem Beinschoner begraben konnte. Der Stürmer der Gäste klopfte mehrfach auf den Pad und bekam das Spielgerät dadurch frei, Nash Nienuis traf per Wraparound auf die Vorhand in das verwaiste Gehäuse (14.). Im ersten Powerplay für die Red Bulls hatte Wyatt Kalynuk die beste Möglichkeit, seine Direktabnahme aus halbrechter Position flog aber am Gehäuse vorbei (15.). Der im Startdrittel höchst agile David Waschnig kam seinem zweiten Torerfolg sehr nahe, er kreuzte hinter dem Kasten und schob den Puck dann unter Tolvanen hindurch, ein Verteidiger kratzte ihn jedoch von der Linie (18.).

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs verlief ereignisarm, bei Mario Hubers Wristshot aus halblinker Position im Slot war Florian Vorauer mit dem Blocker zur Stelle (25.). Finn van Ee schloss nach Salzburger Turnover noch etwas zu mittig ab (26.), das folgende Faceoff auf der rechten Seite entschied er aber für sich, Daniel Obersteiner stocherte den Puck nach innen und Tobias Sablattnig stellte von den Hashmarks aus mit einem flachen Drehschuss auf 4:2 (26.). Im ersten KAC-Powerplay des Abends segelte eine Obersteiner-Direktabnahme knapp an der kurzen Stange vorbei (33.), dann zogen die Klagenfurter weiter davon: Thimo Nickl zog von der halblinken Seite der blauen Linie aus ab, Raphael Herburger lief ideal vor den Torraum quer und fälschte in die Maschen ab (34.). Als bei Salzburg Adam Brooks über rechts diagonal zum Tor drängte, machte Florian Vorauer alles zu (34.), im folgenden Unterzahlspiel verteidigten sich die Rotjacken geschickt. Einen flachen Net Drive auf der linken Seite von Jayden Lee stoppte der KAC-Goalie im zweiten Versuch (35.). Just als Klagenfurt wieder Vollzähligkeit erreicht hatte, kam Wyatt Kalynuk am rechten Anspielpunkt frei zum Abschluss, Vorauer lenkte den Schlenzer mit dem Blocker am Gehäuse vorbei (37.). Nach einem Turnover der Gäste in deren Defensivzone schoss Jan Drozg aus dem Zentrum scharf, Atte Tolvanen parierte mit der Schulter (37.).

Im dritten Abschnitt gelang Salzburg der frühe Anschlusstreffer: Nick Poisson chippte dem Puck aus dem rechten Rückraum diagonal und sehenswert an die linken Hashmarks zu Mario Huber, der per sattem Schlagschuss seinen Doppelpack schnürte (42.). Die Roten Bullen drängten zunehmend in die Offensive, doch Florian Vorauer konnte sich gegen Benjamin Nissner zunächst aus halblinker Position (44.) und dann bei einem diagonalen Net Drive über links nach rot-weißem Turnover erfolgreich entgegenstellen (46.). Ein partielles Breakaway schloss Simeon Schwinger aus halbrechter Position ab, Tolvanen war mit der linken Schulter zur Stelle (49.). Im Powerplay für die Gäste verlängerte Nissner vor dem Torraum einen Kalynuk-Schlenzer aus der Distanz, wieder wehrte Florian Vorauer stark ab (54.). Famos fighteten die Rotjacken, als Salzburg 57 Sekunden lang sogar „Fünf-gegen-Drei“ spielte, danach, wieder bei einfacher numerischer Überlegenheit, schlenzte Peter Schneider von links aus, der Rebound lag kurzzeitig einkehrbereit im Torraum, doch Will MacKinnon beförderte das Spielgerät im letzten Moment aus der Gefahrenzone (57.). Für den EC-KAC resultierte eine insgesamt gute Vorstellung in einem gerechtfertigten 5:3-Erfolg, mit dem sich der Rekordmeister wieder bis auf einen Zähler an die Tabellenführung heranschob.

Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:

„Wir haben einen guten Start erwischt und waren wie schon im ersten Saisonduell mit Salzburg erfolgreich darin, unseren Gameplan umzusetzen. Die zwei schnellen Tore waren wichtig, aber insgesamt sind wir fast über die gesamten 60 Minuten hinweg bei unserem Spil geblieben. Im letzten Abschnitt waren wir durch die neutrale Zone etwas schlampig. Man kann im Eishockey nicht erwarten, dass man die volle Spielzeit perfekt über die Bühne bringt, aber heute waren wir nahe an einem als sehr gut zu beschreibenden Auftritt. Die Unterzahlphase im Schlussdrittel war großes Kino, herausragend dabei unser Kapitän, der Sieg war jedoch einer der gesamten Mannschaft. Am wichtigsten ist, dass wir uns in Zukunft daran erinnern, wie wir heute gespielt haben und was uns diesen Erfolg ermöglicht hat, denn wenn wir so auftreten, haben wir an jedem Abend eine gute Chance.“

ICE Hockey League, 10. Runde
11. Oktober 2026 / 17:30 Uhr
Heidi Horten-Arena, Klagenfurt, AUT, 4.041 Zuschauer
ICE
EC-KAC
5
:
3
(3:2, 2:0, 0:1)
EC Salzburg
Schiedsrichter
Piragić (CRO), Sternat (AUT)
Aufstellung EC-KAC
Vorauer (Mitens) Jensen Aabo-Göransson, Unterweger-Nickl, MacKinnon-Preiml, Böhs St. Denis-Muršak-Drozg, Schwinger-Hundertpfund-Herburger, Obersteiner-van Ee-Sablattnig, Öfner-Waschnig-Micelli, Wadel
Fehlende Spieler
Dahm, Hudson, Hochegger, Fraser (alle verletzt), Petersen (angeschlagen)
Torfolge
1:0 David Waschnig (02:28/Will MacKinnon, Finn van Ee) 2:0 Mattias Göransson (02:56/Jesper Jensen Aabo, Simeon Schwinger) 2:1 Mario Huber (06:08/Michael Raffl, Benjamin Nissner) 3:1 Raphael Herburger (07:18/Simeon Schwinger, Clemens Unterweger) 3:2 Nash Nienhuis (13:47/Benjamin Nissner, Peter Schneider) 4:2 Tobias Sablattnig (25:41/Daniel Obersteiner, Finn van Ee) 5:2 Raphael Herburger (33:29/Thimo Nickl, Jesper Jensen Aabo/PP1) 5:3 Mario Huber (41:31/Nick Poisson, Nash Nienhuis)