Die erste Möglichkeit der Partie fanden die Gäste aus Oberösterreich vor, bei Brady Shaws Drehschuss von zwischen den Hashmarks aus machte Mareks Mitens unten alles zu (2.). Auf Seiten der Rotjacken wurde Manuel Wadel in aussichtsreicher Position zurückgepfiffen (2.), bei einem Schwinger-Schlenzer aus dem Slot griff Goalie Dylan Wells mit der Fanghand zu (5.). Noch im gleichen Shift ging der EC-KAC in Führung: Raphael Herburger passte von der linken Halfwall aus zur Mitte, Schwinger verlängerte beim Schussversuch und Thomas Hundertpfund traf von der rechten Seite aus (6.). Auch die nächste Rotjacken-Chance resultierte in einem Treffer: Clemens Unterweger passte aus der eigenen Zone steil an die rechte Seite der offensiven blauen Linie, Simeon Schwinger drehte sich außen an seinem Gegenspieler vorbei, zog diagonal zum Kasten und tunnelte den Linzer Schlussmann (8.). Nachdem Stefan Gaffal die Scheibe aus kurzer Distanz mit der Rückhand über das Tor geschaufelt hatte (9.), erhöhte der EC-KAC das Score weiter: Jesper Jensen Aabo passte aus dem rechten Anspielkreis nach innen, vom Schlittschuh Gerd Kragls aus sprang der Puck über die Linie (11.). Eine gute halbe Minute später stocherte Finn van Ee das Spielgerät ins Tor, nach Video-Review widerriefen die Referees ihre ursprüngliche Entscheidung, Tobias Sablattnig hatte Wells beim Net Drive berührt, sodass dem Treffer die Anerkennung verwehrt wurde (12.). Statt 4:0 hieß es bald 3:1, Luis Lindner, der aufgrund eines ungewöhnlichen Abprallers vom Glas in der linken Rundung an die Scheibe gekommen war, zog flach zum Tor und verwertete sehenswert mit der Rückhand hoch in die lange Ecke (14.). Die prächtig aufgelegten Klagenfurter schrieben vor der ersten Pause noch zwei Mal an: Zunächst traf Jan Drozg bei einem Abpraller aus spitzem Winkel via Wells‘ Körper (17.), dann ließ Raphael Herburger am rechten Flügel für Jesper Jensen Aabo liegen, bei dessen Rückhandpass von der verlängerten Torlinie aus Thomas Hundertpfund am Torraum nur noch die Schaufel hinhalten musste (19.).
Im zweiten Abschnitt ging es insgesamt etwas gemächlicher zu, doch auch hier hatten die Rotjacken die erste gute Gelegenheit: Jan Drozg schlenzte aus der Tiefe auf der linken Seite, sein Schuss streifte die Querlatte (22.). Der KAC-Goalie parierte einen mächtigen Moro-Schlagschuss von rechts, der Abpraller sprang in den linken Anspielkreis zu Brian Lebler, der zwei Mal feuerte, Thomas Hundertpfund blockte den ersten, Marek Mitens wehrte den zweiten ab (26.). Als Luis Lindner von der linken Flanke aus durch den Verkehr schoss, brache der Schlussmann seinen Beinschoner noch in den Weg (29.), bei einem Würschl-Onetimer aus halbrechter Position im Slot war der Lette ebenfalls zur Stelle (30.). Im ersten Powerplay für Klagenfurt stand der zum zweiten Drittel eingewechselte Torhüter Martin Reder mit dem Pad einem Hundertpfund-Hattrick im Weg (31.), bei Even Strength erhöhten die Hausherren dann ihren Vorsprung: Von der eignen Zone aus schickte Jacob Hudson mit einem Diagonalpass Jan Drozg auf die Reise, dieser schnitt in der Offensive vom linken Rückraum aus bis zum Tor und setzte seinen Snapshot aus dem Lauf in die lange Ecke (34.). Bei numerischer Unterlegenheit wurde David Waschnig am Rande des Erlaubten am Verwerten eines Abprallers gehindert (36.), als Jan Drozg im Solo vor Reder einen aussichtsreichen Haken auf die Rückhand anbrachte, blockierte ihm Würschl im letzten Moment den Schläger (40.).
Ein scharfes Herburger-Zuspiel von der Grundlinie aus lenkte Simeon Schwinger am Torraum mit etwas zu wenig Nachdruck ab, sodass sich der Puck in den Beinschonern des Linzer Schlussmanns verfing (42.), im Powerplay verpassten Raphael Herburger und Thomas Hundertpfund einen St. Denis-Schusspass vor dem halbleeren Gehäuse (43.). Gegen Niklas Würschl war neuerlich Mitens zur Stelle (46.), auf der Gegenseite übersah Gerrit Böhs im hohen Slot einen verheißungsvollen Rückpass des umtriebigen Waschnig aus der Tiefe (49.). Im Powerplay rutschte dem KAC-Goalie ein Topping-Schlenzer über die Schulter, er hechtete jedoch zurück und fror die Scheibe noch vor der Linie ein. Direkt vom daraus resultierenden Faceoff weg gelang den Black Wings ihr zweiter Treffer: Brady Shaw bezwang Mareks Mitens bei freier Bahn aus halbrechter Position (jeweils 52.). Der heranstürmende Travis St. Denis jagte eine Direktabnahme aus dem Slot zu zentral auf den Goalie (53.), später war der Körper des Kanadiers bei einem Unterweger-Kracher, der am Weg in die Maschen schien, im Weg (56.). Ein spätes Breakaway von Graham Knott stoppte Mattias Göransson mit einem starken Hechtsprung (56.), den Schlusspunkt setzten somit die Rotjacken: Mit einem scharfen Schlenzer aus halblinker Position im Slot in die Kreuzecke komplettierte Jan Drozg seinen Hattrick und fixierte den Endstand von 7:2 (59.).
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Natürlich hatten wir einen guten Start in die Partie, aber die klare Führung nach dem ersten Drittel war für mich in der Verwertung dessen, was wir in den letzten Spielen noch liegengelassen hatten, begründet. Wir hatten den Eindruck, dass schon bei den Niederlagen gegen Bolzano und Graz einiges gut gepasst hat, heute konnten wir das Level weiter steigern und waren auch wieder effizienter. Das Zweikampfverhalten unserer Mannschaft war gut, ebenso das Tempo, das provozierte auch zahlreiche Turnover. Für uns ist es ein großes Plus, dass wir mit einem klaren und verdienten Sieg in das ersehnte Break gehen können, die Jungs haben sich die Pause nach diesen intensiven Wochen wirklich verdient und können zufrieden mit dem Geleisteten sein.“








