Die Rotjacken treten am Freitagabend auswärts bei den Pioneers Vorarlberg an, denen sie in beiden bisherigen Saisonduellen unterlegen waren, kac.at stellt das Tabellenschlusslicht vor.

Aktuelles:

Die im Sommer 2022 neu in die Liga gekommenen Pioneers Vorarlberg standen über weite Strecken der laufenden Saison am Tabellenende, setzten zwischendurch aber immer wieder sportliche Ausrufezeichen und agierten insbesondere in den vergangenen Wochen recht erfolgreich. Aus den jüngsten fünf Partien resultierten drei Siege und acht Punkte, nur vier Teams im Bewerb holten in diesem Zeitraum mehr Zähler. Besonders gut lief es dabei auf eigenem Eis, wo bei drei der letzten vier Auftritte Siege gefeiert werden konnten und man sich zwischendurch nur Titelverteidiger Salzburg geschlagen geben musste. Im Gegensatz zum EC-KAC waren die Vorarlberger am Dienstag spielfrei, zwei Tage davor setzte es eine klare 0:5-Niederlage bei den Black Wings Linz. Der Liganeuling blieb damit in seinem 36. Saisonspiel zum siebten Mal ohne erzielten Treffer, mit durchschnittlich 1,86 Torerfolgen pro Partie ist die Pioneers-Offensive die im Vergleich der 13 ICE-Teams harmloseste. Auch hinsichtlich der Effizienz im Powerplay hinken die Vorarlberger sowohl in absoluten (zwölf Treffer) als auch in relativen Zahlen (11,2 Prozent der Überzahlspiele endeten mit einem Tor) noch etwas hinterher.

Spieler im Fokus:

Die teaminterne Scorerwertung der Pioneers wird mit jeweils 22 Zählern von Hampus Eriksson (der allerdings die letzten vier Ligaspiele verletzungsbedingt verpasste) und Jack Jacome angeführt. Der 24-jährige Kanadier ist einer von nur drei Kaderspielern, die sämtliche 36 Saisonbegegnungen bestritten haben. Diesem Trio gehört auch Verteidiger Christian Bull an, der mit insgesamt knapp 879 Minuten Time-on-Ice (durchschnittlich 24:24 Minuten pro Partie) auch der „Marathonmann“ der Vorarlberger ist. Seine Offensive verstärkt hat der Klub aus Feldkirch seit seinem Ligadebüt mit bereits drei europäischen Nachverpflichtungen: Sowohl der in der Liga aus seiner Zeit bei Znojmo bereits bekannte Richard Jarůšek (Teil der tschechischen WM-Mannschaft von 2016) als auch der Niederländer Guus van Nes und der Norweger Andreas Heier konnten der Mannschaft bislang durchaus helfen, alle drei liegen hinsichtlich ihres Schnitts erzielter Treffer pro Saisonspiel unter den Top-Fünf des Pioneers-Kaders.

Bilanz gegen den EC-KAC:

Beide bisherigen Saisonduelle mit den Rotjacken konnte der Neueinsteiger in regulärer Spielzeit für sich entscheiden. Während die Vorarlberger gegen jedes der übrigen elf ICE-Teams bereits mindestens vier Zähler abgegeben haben, behielten sie gegen den EC-KAC bislang eine blütenreine Weste. Zu verdanken hatte die Mannschaft von Head Coach Marc Habscheid dies vor allem ihrem Torhüter: Der Ex-Klagenfurter David Madlener brillierte in beiden Begegnungen mit dem Rekordmeister und ließ nur zwei der insgesamt 86 auf seinen Kasten abgegebenen Schüsse passieren, woraus sich eine Save Percentage von famosen 97,7 Prozent ergibt. Neben den beiden Duellen mit dem EC-KAC konnte der Goalie allerdings nur ein weiteres Saisonspiel gewinnen, zumal er in den letzten zehn Runden verletzungsbedingt zusehen musste. Die Pioneers Vorarlberg sind der bereits vierte in Feldkirch beheimatete Klub, mit dem es die Rotjacken in Österreichs höchster Spielklasse zu tun bekommen, zwischen 1967 und 2004 traten die Kärntner insgesamt 216 Mal gegen den EHC, die VEU und den EC Feldkirch an, daraus resultierten 116 Siege, 16 Unentschieden und 84 Niederlagen.

KAC-PIV (11.12.2022)

Das letzte Duell:

Das letzte Aufeinandertreffen der Pioneers Vorarlberg mit dem EC-KAC datiert vom 11. Dezember, es brachte vor 3.097 Zuschauern in der Heidi Horten-Arena einen 3:1-Auswärtssieg. Die auch in dieser Begegnung personell enorm dezimierten Klagenfurter (zwölf Stammspieler out, nur 13 Skater einsatzfähig) mussten dabei dem großartig erkämpften Overtime-Heimsieg gegen Meister Salzburg zwei Tage zuvor Tribut zollen, sie agierten in dieser Partie recht blutleer und schwerfällig. Die Rotjacken verbuchten zwar leichte Vorteile bei den Torschüssen (32 gegenüber 28), dem Puckbesitz-Anteil (53,3 Prozent bei Even Strength) und der Offensivzonen-Zeit (12:24 gegenüber 9:39 Minuten bei gleicher Spieleranzahl am Eis), konnten diese jedoch nicht in Treffer ummünzen. Besonderes Verbesserungspotenzial offenbarten die Gastgeber in dieser Begegnung am Anspielpunkt: Lediglich 32,3 Prozent gewonnene Faceoffs stellten ihren deutlich schwächsten Wert im bisherigen Saisonverlauf dar.

Spielbericht: „Niederlage für ausgebrannten KAC“ (kac.at, 11.12.2022)