Nach dem überzeugenden Sieg beim damaligen Tabellenzweiten am Freitag bespielen die Rotjacken am Sonntag zu Hause den ICE-Leader, kac.at nimmt den EC Salzburg unter die Lupe.

Aktuelles:

Der EC Salzburg kommt als aktueller Tabellenführer und amtierender Meister erstmals seit der gegen den EC-KAC ausgetragenen und letztlich mit 4:1 Siegen auch klar gewonnen Halbfinalserie im Frühjahr wieder nach Klagenfurt. Die Roten Bullen bestreiten in der Heidi Horten-Arena ihr erstes Spiel nach dem International Break, vor der Meisterschaftsunterbrechung hatten eine Krankheitswelle und Verletzungen ihren üppigen Kader stark dezimiert. Dennoch fuhr der Titelverteidiger kontinuierlich Zähler ein, bei bislang 18 Auftritten im neuen Spieljahr blieb er nur zwei Mal – in den Auswärtsspielen in Villach (1:2) und Bolzano/Bozen (0:3) – ohne Punktezuwachs. Die Mozartstädter überzeugten heuer bislang insbesondere in der Defensive, in keiner ICE-Partie kassierten sie mehr als drei Verlusttreffer, insgesamt liegt der Gegentorschnitt (1,89 pro Spiel) sogar noch knapp unter dem im Vorjahr aufgestellten neuen Vereinsrekord (von 1,91). Anteil daran hat auch das gute Penalty Killing, Salzburg erlaubte seinen Gegnern heuer insgesamt erst acht Erfolgserlebnisse im Powerplay – Spitzenwert im ligaweiten Vergleich.

Spieler im Fokus:

Salzburgs gefährlichste Offensivkraft ist auch heuer wieder Peter Schneider: Der Stürmer, einer von nur sieben Kaderspielern, die in sämtlichen 18 Ligaspielen im Lineup der Bullen standen, hält bereits wieder bei zwölf Saisontreffern, was dem dritthöchsten Wert aller Spieler in der win2day ICE Hockey League entspricht. Von seinen 21 Scorerpunkten – deutlich die höchste Marke im Team – hat der schussgewaltige Flügelstürmer allerdings zwei Drittel in der ersten Hälfte seiner 18 Einsätze verbucht. Zweitbester Torschütze im Salzburger Team ist (gleichauf mit Mario Huber) ein Verteidiger: Chay Genoway hält aktuell bei fünf Treffern, darunter dem Game Winning Goal im ersten Saisonduell mit den Rotjacken. Der 36-jährige steht in seiner zehnten Europa-Saison und repräsentiert dabei zum ersten Mal den gleichen Klub wie in der jeweils vorangegangenen Spielzeit. Exzellent besetzt ist beim Meister der beiden vergangenen Saisonen die Torhüterposition: Atte Tolvanen bestritt seit seinem Wechsel in die Mozartstadt im September 2021 insgesamt zehn Spiele gegen den EC-KAC. Dabei fuhr er acht Siege und – als er im zweiten Halbfinalduell im Frühjahr ausgewechselt wurde – nur eine Niederlage nach regulärer Spielzeit ein. Der Finne kam in seiner Karriere gegen Klagenfurt auf einen Gegentorschnitt von lediglich 1,84 und wehrte 93,1 Prozent der rot-weißen Schüsse auf seine Gehäuse ab.

Bilanz gegen den EC-KAC:

Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 stand der EC-KAC keinem anderen Team häufiger gegenüber als dem EC Salzburg, am Sonntag bestreiten die beiden Klubs, die zwölf der letzten 16 in der Liga vergebenen Meistertitel unter sich aufgeteilt haben, zum bereits 164. Mal gegenüber. Die historische Bilanz spricht mit 89 gegenüber 74 Siegen (bei 527:473 Toren) für die Mozartstädter, die auch in Konfrontationen in der jüngeren Vergangenheit häufig das bessere Ende für sich hatten: Seit dem rot-weißen Halbfinalsieg am Weg zum Championat 2021 konnten sich die Bullen in zehn von 14 direkten Duellen durchsetzen, darunter auch in jedem der letzten vier. Die Kärntner Landeshauptstadt war für den EC Salzburg in den vergangenen Jahren aber meist ein hartes Pflaster: Der amtierende ICE-Meister nahm im Verlauf seiner jüngsten 20 Auftritte in der Stadthalle bzw. nunmehrigen Heidi Horten-Arena nur vier Mal die vollen drei Punkte mit. In der vergangenen Saison kam es zu neun Begegnungen, in denen die Klagenfurter vor allem mit Salzburgs enorm effizienten Powerplay Probleme hatten: Die Roten Bullen konvertierten elf ihrer 33 Überzahlsituationen in einen Treffer und schrieben im Schnitt nach 4:09 Minuten bei numerischem Vorteil an, beim EC-KAC resultierten aus 30 Möglichkeiten nur drei Tore, 17:32 Minuten an Powerplayzeit verstrichen, ehe die Klagenfurter jubelnd abdrehen konnten.

RBS-KAC (15.09.2023)RBS-KAC (15.09.2023)

Das letzte Duell:

Im bisher einzigen Saisonduell zwischen dem EC Salzburg und dem EC-KAC, ausgetragen am ersten Spieltag, dem 15. September, setzte sich der Titelverteidiger auf eigenem Eis mit 4:1 durch. Die Rotjacken fanden eher schwer in die Partie, brachten ab der ersten Drittelpause aber eine gefällige Leistung auf das Eis des Volksgartens, letztlich scheiterten sie an ihrer im Vergleich zum amtierenden Meister weniger effizienten Chancenauswertung. Nach 60 Minuten lagen die Klagenfurter in den meisten die Offensiv-Performance dokumentierenden Kategorien voran: Bei den Torschussversuchen (57:42) ebenso wie bei den tatsächlichen Torschüssen (29:22), beim Even Strength-Puckbesitz (21:46 resp. 20:41 Minuten) wie auch bei der Zeit in der Offensivzone (9:26 resp. 8:23 Minuten) oder am Faceoff-Punkt (50,9 Prozent). Weil der EC-KAC aber erst spät im Spiel, als Goalie Florian Vorauer bereits durch einen sechsten Skater ersetzt worden war, auch auf die Anzeigetafel kam, musste er seine fünfte Auswärtsniederlage in der Mozartstadt hintereinander hinnehmen.

Spielbericht: „Auftaktniederlage in Salzburg“ (kac.at, 15.09.2023)