Die Rotjacken müssen im Rahmen der Viertelfinalserie gegen die Pioneers Vorarlberg ein drittes Auswärtsspiel bestreiten, das am Mittwoch zur Austragung kommt und von Puls24 übertragen wird.

Weil ein für die Rotjacken düsterer Montagabend in einer 1:6-Heimniederlage endete, muss der EC-KAC noch ein drittes Mal in den Westen der Republik reisen. Die Klagenfurter, die aktuell über eine 3:2-Serienführung verfügen, bestreiten das sechste Viertelfinalspiel gegen die Pioneers Vorarlberg am Mittwoch, dem 13. März 2024, wieder auswärts. Puls24 überträgt die um 19.30 Uhr beginnende Begegnung live.

BERICHTERSTATTUNG

Die Begegnung zwischen den Pioneers und den Rotjacken wird von Puls24 live übertragen, die um 19.05 Uhr beginnende Sendung kann via puls24.at/eishockey auch im Livestream verfolgt werden. Über den Verlauf der Begegnung berichtet ab 20.04 Uhr auch das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten (online zu empfangen via sound.orf.at), der Liveticker auf ticker.kac.at entfällt aufgrund der Free-TV-Übertragung.

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC verlor am Montag zum erst dritten Mal im Laufe der jüngsten zwölf Anläufe ein Clinching Game, also ein Spiel, in dem ein Sieg den Gewinn der jeweiligen Playoff-Serie bedeutet. In einer bizarren Partie auf eigenem Eis ließen die Klagenfurter acht Powerplay-Gelegenheiten mit einer Gesamtlänge von 13:59 Minuten ungenutzt, am Ende standen gegen die Pioneers Vorarlberg bei 40:16 Torschüssen 1:6 Treffer zu Buche. Der Grunddurchgangssieger wurde damit zum ersten Mal seit der Einführung des Viertelfinal-Picks von einem selbst gewählten Gegner in ein sechstes Duell gezwungen. Seine beiden bisherigen Auswärtsspiele in der Viertelfinalserie konnte der EC-KAC jeweils nach hartem Kampf knapp für sich entscheiden (1:0 und 3:1), auch am Mittwoch bedarf es in der Vorarlberghalle einer starken, vor allem gegenüber der Heimpartie am Montag deutlich verbesserten Defensive. Denn höher als mit fünf Treffern Differenz verloren die Rotjacken ein Playoff-Spiel zuletzt in der Finalserie 1999 vor knapp 25 Jahren. Über eine 3:2-Führung in einer „Best-of-Seven“-Serie verfügte der Rekordmeister bislang elf Mal, in acht Fällen entschied er das KO-Duell letztlich auch für sich, sieben Mal davon bereits in Spiel sechs.

Die Pioneers Vorarlberg konnten die Viertelfinalserie am Montagabend nach zuvor drei Niederlagen hintereinander mit einem 6:1-Auswärtssieg in Kärnten verlängern. Dabei erwiesen sie sich als enorm effizient in der Verwertung ihrer Torchancen, alleine im Mitteldrittel konvertierten sie fünf Shots on Goal in vier Treffer. War dem Grunddurchgangszehnten in den ersten vier Duellen nur ein einziger Torerfolg bei numerischem Gleichstand am Eis gelungen, schrieb er in der fünften Begegnung gleich sechs Mal bei Even Strength an. Die Pioneers avancierten damit zum ersten Vorarlberger Team seit der VEU Feldkirch im Halbfinale 1997 (gegen Kapfenberg), das in einer „Best-of-Seven“-Serie zwei Auswärtsspiele für sich entscheiden konnte. Die bisherigen Viertelfinalpartien bestritten die Pioneers mit viel Hingabe, sie halten bereits bei 74 geblockten Schüssen (denen nur 50 des EC-KAC gegenüberstehen). Unverändert nicht in die Gänge kam bislang hingegen das Überzahlspiel der Stanley-Truppe: 20 Powerplay-Sequenzen im Verlauf der Serie mit einer Gesamtdauer von 29:48 Minuten brachten noch keinen Torerfolg, auch nicht die 3:53 Minuten bei „Fünf-gegen-Drei“-Überlegenheit.

Personelles:

Der EC-KAC muss am Mittwoch und im gesamten weiteren Saisonverlauf auf Tobias Sablattnig verzichten, bei dem mittlerweile feststeht, dass er sich aufgrund einer Oberkörperverletzung einer Operation unterziehen muss, die mehrere Monate Rehabilitation nach sich ziehen wird. In Spiel sechs ebenso fehlen wird Mittelstürmer Raphael Herburger (muskuläre Probleme). Ein Fragezeichen steht hinter der Mitwirkung von Simeon Schwinger, der die Begegnung am Montag verletzungsbedingt abbrechen musste, die am Dienstag erfolgende Reise nach Vorarlberg aber mitmachen wird. Eine Entscheidung über seinen Einsatz fällt nach dem Morning Skate am Spieltag.

Pre-Game-Kommentar:

„Wir haben am Montag die Tore nicht geschossen, beim Gegner landete aber gefühlt jeder Versuch in den Maschen. Wir gaben den Pioneers die Option, zu diesen Chancen zu kommen, das war unser größtes Problem: Wir gaben viel zu viel her und kreierten selbst viel zu wenig. Das schauen wir uns heute im Videostudium noch einmal genau an, wir werden ergründen, wie es dazu kommen konnte, und dann unsere Lehren daraus ziehen. Morgen wird uns das bestimmt nicht mehr passieren.“

„Nach so einer klaren Niederlage geht es darum, zu den Grundlagen des Spiels zurückzukehren. So eine Partie hakt man am besten so schnell wie möglich ab und blickt nach vorne. Heute reisen wir nach Feldkirch, wir bereiten uns auf die neue Aufgabe vor. Morgen ist ein neuer Tag, ein neues Spiel, das wieder bei null beginnt. Wir müssen von Anfang an bereit sein, dürfen den Pioneers wenig geben und sollten selbst unsere eigenen Chancen wieder besser nutzen.“

„Das dritte Auswärtsspiel wird sich sicher nicht sehr von den ersten beiden unterscheiden, eine eishockeykriegerische Auseinandersetzung, in der es für den Gegner um alles geht. Auch für uns geht es fast um alles, denn wir wollen Vorarlberg nicht noch weiter zurück in die Serie kommen lassen, sondern den Sack auswärts zumachen.“

„Die Stimmung in der Kabine ist unverändert gut, wir haben auch keine Zeit für Selbstmitleid. Wir müssen am Mittwoch alles reinhauen, dann wird die Partie auch zu unseren Gunsten ausgehen.“

„Das Belastungslevel ist okay, wir haben heute noch den ganzen Tag zur Regeneration, können im Bus schlafen. Dann geht es abends früh ins Bett, morgen machen wir einen guten Morning Skate, können danach noch einmal ruhen und dann ist Game Time.“