Bei einem frühen „Zwei-gegen-Eins“-Konter der Vorarlberger nahm Clemens Unterweger den Querpass gut weg (3.), nach einem rot-weißen Turnover in der eigenen Zone war Florian Vorauer mit dem Beinschoner in der kurzen Ecke gegen Collin Adams zur Stelle (5.). In ihrem ersten Powerplay wurden die Rotjacken zwei Mal gefährlich: Ein Schlenzer von Clemens Unterweger von der blauen Linie aus sprang an die Stange, ein Schwinger-Schuss rutschte Goalie Alex Caffi unter dem Arm durch, hoppelte aber am Pfosten vorbei (jeweils 7.). Die Führung für den EC-KAC resultierte aus einem durch Nick Petersen geblockten Schnetzer-Schuss, der Kanadier leitete sofort den Konter ein, in dem Mathias From seinem Gegenspieler Roehl enteilte und Petersens Querpass von den linken Hashmarks aus flach ins Tor brachte (9.). Im ersten Überzahlspiel für die Pioneers hatte Klagenfurt die beste Gelegenheit, Finn van Ee befreite die eigene Zone und ging links steil, sein Zuspiel in den hohen Slot erreichte Matt Fraser, dessen gezogener Schlenzer aber knapp über die Latte segelte (11.). Nun wurden die Gastgeber offensiv gefährlicher: Am Ende eines „Zwei-auf-Eins“-Gegenstoßes tunnelte Ramón Schnetzer Florian Vorauer, die Scheibe rutschte aber am Gehäuse vorbei (13.). Auf der Gegenseite passte Filip Simovic aus der rechten Rundung scharf an den Torraum, wo Raphael Herburger der Schläger noch so blockiert wurde, dass der Puck nur mittig auf Caffi flog (16.). Am Ende eines Solos von Roberts Bukarts stocherte dieser das Spielgerät mit der Vorhand an der langen Stange vorbei (16.), dann gelang den Montfortstädtern der Ausgleich: Oskar Maiers Schuss im „Drei-auf-Zwei“ wurde noch geblockt, die Scheibe sprang an die verlängerte Torlinie zu Michael Kernberger, der sie an die Stange drückte, von wo aus sie auf Vorauers Schlittschuh prallte, Eric Florchuk kehrte hinter dem Klagenfurter Schlussmann ein (17.). Ein Unterweger-Steilpass auf van Ee führte noch zu einer guten KAC-Chance, Raphael Herburgers Abschluss aus dem hohen Slot segelte aber knapp am Kasten vorbei (19.).
Gleich in der ersten Minute des zweiten Durchgangs stellten die Rotjacken ihre Führung bei angezeigter Strafe gegen die Vorarlberger wieder her: Nick Petersen schlenzte vom hinteren Ende des linken Anspielkreises aus, der Rebound sprang nach Rechtsaußen zu Raphael Herburger, der das Auge für den vor dem Crease freien Jan Muršak hatte, der ins halbleere Tor abtropfen ließ (21.). Die Fraser-Deflection eines Nickl-Fernschusses parierte Caffi (22.), bei numerischer Unterlegenheit wehrte auf der Gegenseite Florian Vorauer einen Bukarts-Schlenzer vom linken Faceoff-Punkt aus ab (26.). Die Pioneers konnten das Score zum zweiten Mal an diesem Abend ausgleichen: Michael Kernberger drehte im linken Rückraum ab und passte dann ideal zwischen die Hashmarks, wo Robert Bukarts mit dem Stoppen des Pucks Vorauer in die falsche Richtung schickte und dann mit der Rückhand einschoss (28.). Nachdem Muršak nach From-Zuspiel mit der Rückhand an Caffis Beinschoner hängengeblieben war (29.), kamen die Vorarlberger zu ihrem dritten Überzahlspiel des Abends, in dem sie zum ersten Mal seit März 2024 (oder saison- und spielübergreifend 32 ungenutzten Möglichkeiten) wieder einen Powerplay-Treffer gegen den EC-KAC erzielen konnten: Roni Allén hämmerte den Puck von der linken Seite der blauen Linie aus in die lange Kreuzecke (31.). Gegen den am linken Flügel freien Kernberger war Klagenfurts Schlussmann wieder mit dem Blocker zur Stelle (31.), auf der Gegenseite bediente Obersteiner von der Grundlinie aus den zwischen den Hashmarks freien Fabian Hochegger, dessen Vorhandschuss aber noch vom blockenden Korecký über das Ziel abgelenkt wurde (34.). Nach einer Zonenbefreiung ergab sich für den rechts lauernden Matt Fraser die Möglichkeit eines partiellen Breakaways, er zog diagonal zum Tor, schoss letztlich allerdings an der langen Ecke vorbei (35.).
Auch der dritte Abschnitt erlebte einen KAC-Treffer in der ersten Minute: Raphael Herburger bediente aus der rechten Rundung Mathias From, dessen Direktabnahme von den linken Hashmarks aus Alex Caffi parieren konnte, der Abpraller sprang aber zum mittlerweile in den rechten Faceoff-Kreis gelaufenen Herburger, der den Puck zum 3:3-Ausgleich in das halbleere Tor schlenzte (41.). Im nächsten Klagenfurter Powerplay ergaben sich drei dicke Gelegenheiten: Nach schöner Passkombination vergab Fraser aus kurzer Distanz (43.), der Herburger-Abfälscher eines Schusses von From zischte hauchdünn an der kurzen Stange vorbei und ein Obersteiner-Onetimer aus halbrechter Position detonierte über dem bereits geschlagenen Goalie an der Querlatte (jeweils 44.). Wenig später war es aber soweit: Fabian Hochegger behauptete sich im Zweikampf an der linken Halfwall, zog nach innen und setzte den Puck aus dem Lauf in die kurze Kreuzecke (45.). Die neuerliche rot-weiße Führung hielt jedoch keine zwei Minuten: Louie Roehl schnitt links horizontal durch den Anspielkreis und zog ab, Florian Vorauer parierte mit dem Beinschoner, Mathias Böhm verwertete den Rebound aus kurzer Distanz (47.). Nach einem Klagenfurter Turnover ergab sich ein tiefes „Drei-gegen-Eins“ für die Pioneers, das in Form eines unpräzisen Maier-Querpasses ungenutzt blieb (48.), die Rotjacken konterten und kamen unmittelbar zu ihrem fünften Treffer: Mathias From gewann halbrechts die kurzzeitig verlorene Scheibenkontrolle zurück, ließ den Puck für Nick Petersen liegen und dieser platzierte ihn zum 5:4 aus KAC-Sicht in der kurzen Kreuzecke (48.). Damit endete eine wilde Phase mit vier Treffern in weniger als acht Minuten, gefährlich wurde es erst wieder im nächsten Überzahlspiel für die Rotjacken: Eine Kombination über Petersen und Herburger endete an den linken Hashmarks bei Fraser, der seinen Onetimer über das Ziel setzte (52.). Wieder bei numerischem Gleichstand am Eis überlief Mathias From seinen Gegenspieler auf Linksaußen, scheiterte in letzter Konsequenz aber an Caffi (54.), neuerlich im Powerplay zischte ein gezogener Petersen-Wristshot hauchdünn an der Stange vorbei (58.). Ihre einzig konkrete Ausgleichschance fanden die Pioneers bei numerischer Unterlegenheit vor, bei Casey Dornbachs partiellem Breakaway durch das Zentrum arbeitete Daniel Obersteiner stark (aber auch am äußersten Rand des Regelwerks) nach hinten (59.). Die Rotjacken brachten den Vorsprung über die Zeit und bauten mit dem Comeback-Sieg ihren Vorsprung auf die ersten Verfolger in der Tabelle auf sieben Zähler aus.
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Es ging den ganzen Abend hindurch hin und her, im ersten Drittel waren wir sicherlich nicht genau genug in unserem Spiel, wir ließen auch zu viele Konterchancen zu. Die Pioneers haben sehr hart gespielt und im zweiten Abschnitt viel Intensität aufs Eis gebracht, darum lagen wir zur zweiten Pause auch im Hintertreffen. Der gute Start ins dritte Drittel war wichtig für uns, auch wenn es danach noch eine Zeit lang wild auf und ab ging, was uns Trainer nicht sehr glücklich macht. Ich bin aber zufrieden damit, dass wir uns die drei Punkte sichern konnten, denn wir spielen jetzt schon sehr lange ohne sehr viele Stammkräfte. Das soll keine Ausrede sein, sondern unsere gute Bilanz zusätzlich unterstreichen. Wir waren in dieser Woche lange unterwegs, freuen uns auf zu Hause und blicken nach vorne.“


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